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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-05-11 · 19 (11.5.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
19 (11.5.1934)
Date
1934-05-11
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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11. Mai 1934 Seite 3 E« SA XL Petersstraße 5, Eckhaus Markt spitzen, Mode - Neuheiten Kleidergarnituren, Bänder, Blumen, Knöpfe u. Gürtel I Hudi nädiste Wodu ersdietnt das Gemeindeblatt bereits Donnerstag Jtmetgen- und JtedaktionssdiM: Montag Unsere Gemeinde. 1 Barnet Licht 60 Jahre alt. Am 15. Mai vollendet der als erfolgreicher Förderer des Musiklebens in Leipzig weithin geschätzte Dirigent des Chors unserer Gemcindesynagoge Barnet Licht sein sechzigstes Lebensjahr. Barnet Licht, in New York geboren, kam schon in jungen Jahren nach Leipzig, wo er am Konservatorium der Musik, vornehmlich als Schüler von Jadassohn, seine musikalischen Studien betrieb, um dann mit dem Leipziger Musikleben immer enger zu verwachsen. Sein Ruf als Chorleiter und anregender Musikschriftsteller drang bis weit über Leipzig hinaus, so daß ihm (ielegenheit zur künstlerischen Betätigung im Auslande angeboten wurde: Licht hing jedoch au seinen Leipzigern und er lehnte den Ruf nach Amerika ah. Im Laufe der Jahre hatte er sich ein dankbares, befriedigendes Arbeitsfeld geschaffen. Seit 1907 leitete er die von ihm ins Leben gerufenen Chöre, die als „Lichtsche Chöre" außerordentlich« Anerkennung fanden. Vor zwei Jahren war der gerade in kulturpädagogischer hinsieht besonders erfolgreiche Chorleiter, anläßlich des 25 jährigen Bestehens der Chöre,, Gegenstand herzlicher und aufrichtiger Ovationen. Wie durch seine Chöre hat Licht auch durch ein von ihm begründetes und geleitetes Kammerorchester und durch eine ganze Reihe von ihm angeregter und durchgeführter musikalischer Veranstaltungen (Händelfeier) zur Belebung des hiesigen Musiklebens viel beigetragen. Hervorzuheben ist dabei, daß Licht bei all seinen Arbeiten den Oedanken kultureller Bestrebungen verfolgt: Verständnis für die geistig-seelischen Werte der Musikausübung und des Musikgenusses zu wecken und zu fördern, ist ihm oberstes Ziel, das er in einer reichen musikschriftstellerischen Arbeit im Auge hat. — So konnte unsere Rcligionsgemcinde 1925 keinen geeigneteren Leiter für den Chor der Ciemeindesyuagoge bestellen als Barnet Licht; die Leistungen des Chores, der infolge einer notwendig gewordenen Umstellung zum überwiegenden Teile aus freiwilligen, darunter auch nicht berufsmäßig vorgebildeten, Kräften besteht, wahren eine beachtliche Höhe. Neben dem Synagogenchor hat der immer rührige Licht im vergangenen Jahre den einst von seinem Lehrer Jadassohn begründeten Chor „Psalterion" von neuem ins Leben gerufen und schon in kurzer Zeit zu wertvoller Mitarbeit im kulturellen Leben unserer Gemeinde heranbilden können. Auch den Kindern Freude und Verständnis für Musik anzuerziehen bemüht sich Licht erfolgreich durch den von ihm geschaffenen jüdischen Kinderchor — und das mit ihm verbundene Kinderorchester. Darüber hinaus nimmt Licht durch anregende und fruchtbare Förderung des „Jüdischen Ausschusses für Kunstpflege" lebhaften Anteil an den Aufgaben, die nach dem Wandel der Verhältnisse für die Mitglieder unserer Gemeinde kulturelles Leben wahren und schaffen sollen. Für diese vielfältige ungemein wertvolle Leistung Barnet Licht wannen Dank und herzliche Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, bietet der 60. Geburtstag willkommenen Anlaß. Wir wünschen dem Jubilar auch an dieser Stelle, daß es ihm vergönnt sein möge, noch recht reiche Erfolge auf dem von ihm beschrittenen Wege zu sehen, vor allem, daß die musikalischen Belange in unserer Gemeinde mit dem Ernst und der Bereitschaft gepflegt werden, die herauszubilden ihm immer als Ziel vorgeschwebt haben. Vorankündigung. Am Sonnabend, den 2. Juni, spricht das Mitglied des Reichsausschusscs der jüdischen Jugendverbände und Reichsleiter des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, Herr Dr. Paul Eppstein-Berlin, anläßlich eines Führer Schulungskurses des Bezirkes Mitteldeutschland im Verband der jüdischen Jugendvereine, in einer großen öffentlichen Kundgebung, die der Jüdische Jugendbund „Franz Rosenzweig" zusammen mti der Leipzig-Loge und der Logen-Jugend veranstaltet. Es wird heute schon gebeten, sich den Abend für diese Veranstaltung, zu der alle Gemeindcinitglicdcr herzlich eingeladen sind, freizuhalten. Jüdischer Ausschuß für Kunstpflcge Sonntag, den 13. Mai 1934, 20 Uhr im großen Saal des Auguste Schmidt-Hauses, Dresdner Straße 7 LOTTE LEONARD Liederabend Die Vortragsfolge bringt u. a. Lieder von J. R. Ahle, A. E. Kopp, H. I. Schop und J. Löhner sowie von Schumann, Wolf u. Schubert. Karten zu RM. 2.—, 1.50, 1.—, —.50 ab Dienstag, den 8. Mai bei Kaufhaus Brühl, Buchhandlung M. W. Kaufmann, Leihbibliothek Rose Neumann, (Galerie Königshaus) und an der Abendkasse. Amtliche Bekanntmachung. Vereinsnachrichten. Die finanzielle Lage unseres Gemeindeblattes, das einen erheblichen Zuschuß beansprucht, verbietet es uns leider, in Zukunft Vereinsnachrichten im redaktionellen Teil aufzunehmen. Wir geben deshalb bekannt, daß wir als Unkostenbeitrag für jede zweigespaltene Zeile der Vereinsiuitteilmigeii, die in einer besonderen Rubrik zum Abdruck gelangen werden, eine Gebühr von RM. -.20 erheben, und zwar erstmalig für die am I. Juni d. J. erscheinende Nummer. Die Zeilengebühr ist spätestens am Montag nach Lrscheinen der jeweiligen Nummer an unserer Gemcindckasse während der üblichen Kassenstunden zu entrichten. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung können weitere Mitteilungen des betreffenden Vereins nicht veröffentlicht werden. Leipzig, den 4. Mai 1934. Der Vorstand der israelitischen Religionsgcmeindc zu Leipzig. Offene Stellen. Wir suchen für die Räume unseres Sozialamtes in der Hunt* boldtstraße 13, Erdgeschoß, ein Haiismannsehepaar. Der Mann muß den Pförtnerdienst beim Sozialamt übernehmen, Wege besorgen, den Fernsprecher bedienen und die Kartei des Sozialamtes führen, die Frau hat für die Reinigung der gesamten Räume Sorge zu tragen. Wir gewähren freie Wohnung, bestehend aus Wohnküche, Schlafzimmer und kleiner Kammer, freie Beleuchtung und Heizung und eine Vergütung, die freier Vereinbarung unterliegt. Selbstgeschriebene Augebote mit kurzem Lebenslauf sind zu richten an die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig, Walter- Blümel-Straße 10. Leipzig, den 2. Mai 1934. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeiiule zu Leipzig. Freie Wohnung. Im Gebäude unseres neuen Friedhofs, Delitzscher Landstraße, ist eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, einer Küche, Innen« klosett und Bad einschließlich Zentralheizung zum 1. Juli ds. Js. zu vermieten. Mietlustige wollen sich schriftlich an die israelitische Religionsgemeinde, Walter-Blümel-Straße 10, wenden. Leipzig, den 2. Mai 1934. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Xeute Donnerstag 20.30 Uhr Gunter Abend Mnstterhaus iiiiin.........iiiiiiHi.......nun.....iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiii......iiiiiiiiiiiiiniiiii XonzertdtrekUcn Galldi

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