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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-01-12 · 2 (12.1.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
2 (12.1.1934)
Date
1934-01-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4_ OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REL1QIONSOEME1NDE ZU LEIPZIO_ 12. Januar 1934 Cläre Neger Hermann Rusdinewsky Paris Verlobte Leipzig Dezember 1933 .-. Tewes 5604 Aus dem Gemeindeamt. Gottesdienste: Gemeindesynagoge. Sa bb a t gott e s d i e n st: Freitag, den 12. Januar, Abendgebet lo,t5 Uhr mit Predigt (Rabbiner l>r. Goldmann). Sonnabend, den 1 i. Januar, Morgengebet Uhr, Jugendgottesdienst 15,15 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmanu); Nachmittagsgebet 10,45 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Ooldmann); Abendgebet 17,17 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 8 Uhr, werktags 7,30 Uhr, Abendgottesdienst l<vl5 Uhr. Gemeindesynagoge. S a b b a t g o 11 c s d i c n s t : Freitag, den Januar, Abendgebet 16,45 Uhr mit Predigt (Rabbiner Cohn). Sonnabend, den 20. Januar, Morgengebet '> Uhr, Nachmittagsgebet 10,55, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 17,26. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen $ Uhr, werktags 7,i(i Uhr, Abendgottesdienst 16,45 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Schill-Str.) und Talmud-Thora-Synagoge (Keilstr.): Freitag, den 12. Januar: Abendgebet 10,15 Uhr. Sabbat: Morgengebet 8,30 Uhr; Mineha 10 Uhr; Ausgang 17,17Uhr. Wochentag: Morgengehet 7 Uhr; Abendgebet 17 Ulir. Aus dem Sozialamt. Jüdischer Privatkindergarten. Im Südviertel hat sich unter Leitung einer erfahrenen und bewährten Kindergärtnerin ein Privatkindergarten gebildet, in den noch einige Kinder aufgenommen werden können. Meldungen bitten wir schriftlich oder telephoniseh an das Sozialamt der Israelitischen Religionsgemeinde, Walter-Blümel-Str. 10, Tel. 23602, zu richten. Nachrichten des Sozialamtes. England: Zur Verwaltung eines juristisch-landwirtschaftlichen Informationsbüros wird Rechtsanwalt gesucht, der sich bereits in England befinden muß. Spanien: Alleinstehender hebräischer Lehrer, der als Gc- Flügelschächter tätig sein kann, für Palma de Mallorca gesucht. Zwei Familien wurden, gegen Erteilung von hebräischem Unterricht an ihre Kinder, Wohnung und Verpflegung bieten; weitere Unterrichtsstunden und die Gebühren für das Schächten würden das weitere Einkommen des Betreffenden bilden. — FröbeHehre rill, die Hebräisch und Deutsch vollständig beherrscht (Spanisch erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig) für Erteilung von Gruppenunterricht an Kinder und Einzelunterricht an Erwachsene nach Madrid gesucht. Fachleute für Dekoration (spe/iell Schaufensterdekoration) könnten in Madrid und Barcelona Arbeit finden. Einige Schneiderinnen, Putzmacherinnen und geschulte M o tl ezei c h n e r und Zeic h n e ri n n e n könnten in Barcelona und Madrid untergebracht werden. — Fachleute für Schuhindustrie haben in Valencia Existen/aussichten. Der Generaldirektor einer Aktiengesellschaft würde eventl. ab Januar einige intelligente und befähigte junge Leute (auch ohne Spezialkenntnisse) in seinem Beirieb aufnehmen. In Palma de Mallorca hätte die Errichtung einer amerikanischen Schnellbfigelei Existen/aussichten. - In Palma de Mallorca könnte eventl. die Eröffnung einer Sc h n e 11 b e s o Ii I e r e i Existenz bieten. — Eine Ph ot 0 in a t o n - Anlage w urde sich in Valencia wahrscheinlich rentieren. - In Valencia dürfte man mit der Fabrikation von Brillengestellen Erfolg haben. Vollkommene Fachkenntnisse sind unerlaßlich. Anfragen an den Hiifsverein der deutschen Juden, Zentralstelle für judische Auswanderungsangelegenheiten, Berlin w30, Martin- Luther-Straße 91. Personenstandsnachrichten. Geburt e n : 24. Dezember 1933 Herbert Schflftan und Berta geb. Schaumburger, Juister Weg 5, eine Tochter „Ruth I lannelore". 29. Dezember 1933 Hirsch Bieler-Suwalski und Anna geb. Burstein, König-Johaim-Str. Upt., eine Tochter „Tanja". T o il e s f i 11 e : 1. Januar 1914 Kind Moses Josef Mandel, Berliner Str. 24. J.Januar 1934 (iolde Katfuß, Bluchcrstr. 14. t. Januar 1***1 Abraham Chaim Bittmann, Yorkstr. 12. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft: Nach geilendem sächsischen Ruht bedeutet der Austritt aus di r israelitlachen ReligionsgeseHschaft den Austritt aus dem Judentum; nach unserer rriedhofsordnung hat der Austritt aus dein Judentum den Verlust des Anrechtes auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Qrabstelle auf unseren Friedhofen zur Folge. Pel/naherin Nascha Engelmann, geb. 30. I. 1910, Brommestr. 41V. Kaufmanns-Lhefrau Johanna Palschke geb. Biber, geb. 18. II. 1890, Kanalstr. I pt. i rau Anna Martha Natansnns geb. Schonefeld, geb. 15. 8. 1891, Köraerstr »5 ll Die Barmizwahfeier Ihres Sohnes Moritz am 20.1. (Schabbos Boj in der Synagoge Ohel Jakob, Pfalfendorfer Straße 4 zeigen an. _|atcob Zwick und Frau Neue Bücher. Dr. M. Bonne (Leiter der Economic Archives for the Near East Jerusalem), Palästina, Land und Wirtschaft. 2. Aufl. Leipzig 1933. (Deutsche wissenschaftliche Buchhandlung.) In der Palästinaliteratur der letzten Jahre nimmt das Buch von Bonne eine besondere Stellung ein. Aus langjähriger, tiefgründiger Kenntnis heraus, anhand zuverlässiger Unterlagen behandelt der Verfasser die Tragen, über die sich ernstlich zu unterrichten heute der Wunsch wohl aller Juden in Deutschland ist. Dadurch wird das Werk, das nun in 2. Auflage vorliegt, geradezu ein Handbuch über Palästina. Es gibt Auskunft über die natürlichen und staatlichen Bedingungen, die Urproduktion, über Industrie, Gewerbe und Handel, Verkehrswesen, Berufsstände und wirtschaftliche Organisationen. In echt wissenschaftlicher Gründlichkeit hält sich der Verfasser von bewußter subjektiver Stellungnahme fern und läßt weit mehr über die einzelnen Gegenstände Tatsachen sprechen, die er durch Zahlen amtlicher Statistiken belegt, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich selber die Folgerungen zu ziehen, die ihm ein zuverlässiges Bild ermöglichen. So kennte es scheinen, als ob das Buch infolge seiner strengen Sachlichkeit zu einem trockenen geworden sei. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Es gelingt dem Verfasser, die mehr beschreibenden Teile durch die eingestreuten, geschichtliche oder politische Entwicklungen aufzeigenden Darstellungen fesselnd zu gestalten, vielfach geradezu Spannung herbeizuführen. Da in dieser neuen Auflage die Zahlen und alle anderen l Interlagen bis auf den Stand der neuesten Zeit geführt worden sind, bietet das Buch, soweit dies bei dem ungeheuer schnellen Aufschwung Palästinas möglich ist, eine zuverlässige Einführung in die Kenntnis von Palästina. All denen, die sich ernstliche Kenntnis über das Land und seine Probleme verschaffen wollen, dürfte kein besseres Buch zur Verfügung stehen. Hugo Hcrrmann, Palästina, wie es wirklich ist. Mit 72 Bildern nach Originalaufnahmen und 2 Landkarten. Wien, Leipzig (1933) (Fiba veriag). Neben dem ausgezeichneten Handbuch von Bonne verdient das Buch von Hcrrmann hohe Schätzung; es stellt Palästina in Form eines Reiseberichtes vor. Fesselnd, oft spannend und wiederum von echtem Humor erfüllt, läßt der Verfasser den Leser dieses Buches Natur und Landschaft, Staat und Land, Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Handel, Politik und Nationalökonomie, Sprache, Sitten und Religion selber sehen. Er führt auf diese leichte Art in alle Verhältnisse des Landes ein, und gibt zu allen Fragen, die jeden an Palästina Interessierten beschäftigen, vorzügliche Aufklärung. Die genaue Kenntnis des Landes und aller seiner Verhältnisse setzen ihn in Stand, das Material in zuverlässiger W eise zu bieten, so dall man sich gern diesem so anziehend plaudernden Führer anvertraut. Die stattliche Reihe guter Aufnahmen, die das Buch begleiten, machen die an sich so lebendige Darstellung noch viel eingängiger. Wer sich auf Palästina vorbereiten will, sei es, daß er dort als Tourist das Land bereist, sei es, daß er dort Studien treiben will, oder auch dem, der das Land als seine neue Heimat aufsucht, — jedem wird Herrmanns Buch eine aufschlußreiche und angenehme Einführung gewähren. Vereinsnachrichten. Deutsch-jüdischer Jugend-Kreis. Frcitag-Abcndfeicr am 12. 1. unter Leitung des Ortsgruppenleiters Joachim Goldmann. An dieser Veranstaltung müssen alle Jungens und Mädels teilnehmen. Beginn 0,10 Uhr nachmittags im Heim der G. V., Karolinenstr. 11, Haus Wettin. — Voranzeige. Am Sonntag, 28. 1., findet im Künstlerhaus, Nickischplatz, ein großes Weihefest der Deutsch-jüd. Jugend statt. Alle Gcmeindemitglieder sind zu dieser Feier herzlichst eingeladen. Näheres in der nächsten Nummer des Gemeindebiattes. Jüdischer Jugendbund „Franz Rosenzweig" Leipzig. Anschrift : Ilse Joske, Leipzig, Karl-Heine-Str. 29, II. Heute, den 12. 1., Freitag-Abendfeier unter Leitung unseres Bundesfreundes Wieseuthal. Sonntag, den 14. 1., nachm. 16,30 Uhr, veranstalten wir einen Tee-Heimnachmittag. Die Ausgestaltung gilt dem Andenken an den soeben verstorbenen jüdischen Schriftsteller Jakob Wassermann. Ausschnitte aus seinem Leben und Werken werden vorgetragen. — Dienstag, den 16. I.. französischer und hebräischer Sprachkursus. - Mittwoch, den 17. I., unser Heimabend. — Donnerstag, den 18. 1., englischer Sprachkursus und Stenographie- Unterricht. Am Mittwoch, den 17. 1., wird die Aufteilung der Mitglieder in die einzelnen Kameradschaftsgruppen bekanntgegeben und der Termin für das erste Treffen festgesetzt. Agudas Jisroel Jugendgruppe, Färberstr. 6. Am Mauzoe Schabhos, den 13. I. 34, findet s.G. w. im Rahmen des geselligen Beisammensein um 20.30 Uhr ein Vortrag von Hirsch Merkin statt. —

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