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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-08-26 · 34 (26.8.1938) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
34 (26.8.1938)
Date
1938-08-26
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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«J. August 1038 / Nr. 34 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite 3 Die glückliche Geburt unserer Zwillingssöhne zeigen hocherfreut an Leipzig, Rieht erstr. 2 Brüssel Jose E. Zuker und Frau Ellen geh. Ormann l Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Dr. Hans Goldmann und Frau Leipzig, Gohliserstr. 1 geb. Zwirn 23. Aw 5698/20. August 1938 r Willy Hoffner Dina Hoffner geb. Feldmann Vermählte Tel-Aviv, Rechow Spinoza 9. t ort Ii um anläßlich des 34. Todestages Theodor Hcrzls Wort' des Gedenkens. — Sodann ergriff Herr Dr. Haus Cape II, Berlin, das Wort 7ii seinein Referat ..Weizmann und Jabotinsky" Dr. Capell verstand es in meisterhafter Weise, seinen Hörern in plastischer und äußerst lebendiger Art die Wege der beiden Männer gegenüberzustellen, die heute die wichtigsten Gegensätze innerhalb lies zionistischen Lagers verkörpern. Der Linie Jahotinskys, die die Politik in den Vordergrund stellt, setzte er die Auffassung Weizmaans entgegen, die in dem bekannten Satz „Dunam um Dunam. Maus um Haus, Mann um Mann, das ist die Aufgabe unserer Generation" /um Ausdruck kommt. Dr. Capell wandte sich in seinen weiteren Ausführungen scharf gegen eine Aufgabe der Hawlagah und wandte sich vor allem mit aller Schärfe dagegen, daß von revisionistischer Seite diese Politik der Verantwortung als „System der Feigheit" bezeichnet wurde. Der Redner betonte insbesondere auch die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit dem englischen Mandatar bei der Bekämpfung des Terrors. — Dr. Lchrfreund dankte dem Referenten für seinen instruktiven und überzeugenden Vortrag, der von der Versammlung mit spontanem Beifall aufgenommen wurde und ihr das Gefühl gab, daß die verantwortlichen Politiker der zionistischen Bewegung auf «lein einzig möglichen und einzig gangbaren Wege sich befinden. Amtliche Bekanntmachungen Jüdische Schulen zu Leipzig. Betr.: Aufnahme der Schüler (-innen) in die I.Klasse (Sexta) der höheren Schule und Aufnahme der Kinder in die unterste Klasse der Volksschule. In der Zeit vom 29. August bis 12. September 1938, 11 bis 13 und 16 bis 17 Uhr, sind im Geschäfts/immer der Jüdischen Schulen, Gustav-Adolf-Str. 7, anzumelden: 1. ) die Schüler und Schülerinnen, die im Schuljahre 1939/40 die 1. Klasse (Sexta) der höheren Schule besuchen wollen; 2.) die Kinder, welche im April 1939 volksschulpflichtig werden, d. h. bis 30. 6. 1939 das 6. Lebensjahr vollenden. Es können zu Anfang des nächsten Schuljahres auch Kinder aufgenommen werden, die in der Zeit vom I. 7. bis 30. 9. 1939 das 6. Lebensjahr vollenden, sofern sie die erforderliche geistige und körperliche Reife besitzen. Bei der Anmeldung sind vorzulegen: das! letzte Schulzeugnis, der (ieburts- und Impfschein. Leipzig, den 23. 8. 1938. I>er Direktor der Jüdischen Schulen: Dr. Weikershcimer. Gemeindeanlagenordnung für das Rechnungsjahr 1938 (1. April 1933 bis 31. MärZ 1939). Die Gemeindesitzung hat in Übereinstimmung mit dem Geneindevoistand am 9.August 1938 die Gemeindeanlagenordnung für las Rechnungsjahr 1938 (1. April 1933 bis 31. März 1939) beschlossen. Die Gcmcindcanlagenordnung liegt in der Zeit vom 15. August >is 10. September 1938 im Kassenvorraum des Gemeindeamtes, Walter-Blümel-Str. 10, L während der Kassenstunden werktäglich on 9.30—13 Uhr zur Einsichtnahme aus, was hiermit gemäß § 37 les Gemeindestatutes bekannt gemacht wird. Leipzig, den 10. August 1938. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Unentgeltliche Einlaßkarten zum Oottesdienst an den hohen Feiertagen müssen in der Zeit vom 22. August bis 9. September 1938 Staatszionist. Organisation - Jüd. nat. Jugend »Herzlia« (Betar) - Leipzig - Am Donnerstag, den 8. Sept. 1938 20 Uhr, spricht im Palast-Cafe, Barfußgäßchen 15 Dr. Heinrich Kuhn, Berlin über: „Per Weg zum Judenstaat77 Synagoge Keilstraße 4 ~ Die Ausgabe der Platzkarten für das Jahr 5699 Findet vom 1. Sept. bis 17. Sept. 1938 täglich von 17,30-19 Uhr in der Synagoge statt. Die bisherigen Platzinhaber werden gebeten, die Karten bis 12. 9. abzuholen. Sdtreibmaschinenarbeiten, Vervielfältigungen aller Art Frnn linkst hiserat- Abonn.-Annahme des Isr. Familienblattes KIIIU nunn Hainstralle 5, Aufgang A II, Fernsprecher 14368 ZIGARREN D. ROSEN Nacht Rud. Goldstein Peterssteinweg 10 Telefon Nikolaistraße 57 Lieferung frei Haus_23768_gegenüb. Park-Cafe schriftlich beim Gcineindcvorstand, Walter-Blümcl-Str. 10 (I. Et.), mit ausführlicher Angabe der Vermögens- und Einkommens- Verhältnisse beantragt werden, wenn sie Berücksichtigung finden sollen. Die Zuteilung der Freiplätze findet etwa Mitte September I93S statt. Es steht in der freien Entschließung des Gemcindevorstandes, in welcher Synagoge und welche Plätze zugewiesen werden. Irgendwelche Ansprüche auf Zuweisung bestimmter Plätze bestehen nicht Die Zuteilung erfolgt nur nach Maßgabe der verfügbaren PUtze. Mündliche Gesuche sind zwecklos. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, 2. 9. 1938, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 3. 9. 1938, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 19.05 Uhr, anseht Lehrvortrag, Abendgebet 19.36 Uhr. — Oottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Syiiagoge. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Straße. Freitag, 2. 9., Abendgebet 18.50 Uhr. Sonnabend, 3. 9., Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh 17 Uhr, anschl. Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs, Ausgang 19.36 Uhr. Wochentags: früh 7 Uhr, alxls. 19Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 2. 9., abends 18.45 Uhr. Sonnabend, 3. 9., früh 8.30 Uhr, Mincha 17 Uhr, anschl. Mischnajit, Ausgang 19.36 Uhr. — Wochentags: früh 7 Uhr, anschl. Mischnajit, abends 18.45 Uhr, anschl. Chaje-odom. Personenstandsnachrichten Trauung: Sonntag, den 28. August 1938, 3 Uhr nachm.: Fräulein Cioida Klausner, Htunboldtstr. 33, mit Herrn Michael Spat/, Nordhausen, in der Beth Jehuda-Synagoge, Färbcrstr. 11. Aus dem Gemeindeamt Die Religiöse Auswanderer-Betreuung Agudas Jlsrod Berlin N4, Johannisstr. 8, schreibt uns: Es liegt erneut Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß bei jeder Buchung einer Schiffs-Passage mit ritueller Verpflegung eine Rückfrage über die Zuverlässigkeit des Kaschruth bei uns notwendig ist. Für die „Fahrt nach Nordamerika" haben wir ein besonderes Merkblatt herausgegeben (Spesenvergütung 15 Pf.). Jüdische Auswanderer, die mit Schiffen fahren, die am Sahbat in USA. ankommen, erhalten auf Wunsch spezielle Informationen. Berichte über diu jüdisch-religiösen Verhältnisse in allen Einwaiidcrungsländcru stehen den Interessenten zur Verfügung. Gesetzestreue Bäcker, die in den nächsten Wochen nach USA. auswandern, bitten wir um, Aufgabe ihrer Anschrift. Für sich in Übersee bildende Gemeinden benötigen wir Ritualien, auch Thorarollen. Pflege der Biographie. Die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung gibt eine Anregung weiter, die die planmäßige Pflege der Kunst der Biographie und vornehmlich auch der Selbstbiographie empfiehlt. Diese Anregung wird damit begründet, daß der gegenwärtigen und der jüngst vergangenen Generation der Juden in Deutsehland in ungewöhnlichem Maße die Gefahr droht, vergessen zu werden, daß diese Gefahr aber bis zu einem gewissen Grade behoben werden kann, wenn wir unsere Erinnerungen pflegen und daß wir dieser Pflege der Erinnerungen in vorzüglicher Weise

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