Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 12 (25.3.1938)
- Date
- 1938-03-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 JODISCHES OEMEINDEBLATT LEIPZIG 25. März 1938 / Nr. 12 Denkt an die jüdischen Handwerker! Adressen vermittelt die Geschäftsstelle: Max Singer, Uhrmacher, Plauensche Straße 2, Telefon 27327 Bevorstehende Veranstaltungen 2" März: Handu. Fußballspiel Rar Kochba-Leipzlg—Itus-Nürnberg. 28, M Ii /: Wizo-Vortrag: Prediger Fritz Cohn-Gera über Martin Buber. 29. März: Jüd. Frauenbund, Zweigst. Leipzig: Miimi Roeenak-Neumann, Bremen, und Hr. Wachtel, Leipzig, sprechen über ..! rauenaus« anderung". I April: Makkabi-Mirteldeutschland Schild-Mittekleutschland Hand- und I ußballspiclc auf dem Bar Kochha-Platz. II. April: jüd. Kulturbund: Edith Herrnstadt-Oettingen: Rezitationen. ji April: Sportverein Schild: Vortragsabend: „Jüd, Auswanderung". 24 April: Sportverein „Seliild": „1. Stunde Turnschau''. Neue Bücher Vor der Berufswahl, ein Wegweiser für jüdische Eltern und Kinder. Die Reichsvertretung der luden in Deutschland, Abteilung Berufsausbildung und BeruTsumschichtung, die Jüdische Gemeinde Berlin und der Zentralverband jüdischer Handwerker haben gemeinschaftlich eine Schrift herausgegeben, die dazu bestimmt ist, Eltern und Kindern bei der immer schw erer werdenden Berufswahl Hilfe zu leisten. Das geschieht, wohl zum ersten Male, in der Form, dal! eine Fülle von Berufsbildern durch Sachkenner gezeichnet werden, aus denen in aller Deutlichkeit zu ersehen ist, welche fachlichen und beruflichen Voraussetzungen zu erfidlen sind. Wer etwa, um einige Beispiele herauszugreifen, den Beruf eines Bandagisten und Orthopädiemechanikers oder eines Rohrlegers und Installateurs, oder eines l"apezierers, Polsterers und Dekorateurs ergreifen will, kann sieh in dieser Schrift Über alles unterrichten, was für diesen und alle die anderen für Juden zu erlernenden Berufe zu wissen notwendig ist. Auch in der umgekehrten Weise kann das Buch die nützlichsten Dienste leisten: anhand der zahlreichen Berufsbilder können lugendliche und Eltern feststellen, welcher Beruf genial! den vorhandenen Kenntnissen und Neigungen erwählt werden kann. An die zal Ii ichen Berufsbilder schließen sich weitere Abschnitte an, in denei folgende Fragen behandelt werden: Wie komme ich zu einer ^usbildimgsstelle? Jugendalijah Auslandsuntcrbringung von Kindern und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten von Amerika und Australien Grundsätzliches zur handwerklichen Ausbildung in Lehrwerkstätten Aus der Praxis des landwirtschaftlichen Ausbildungsbetriebs und zuletzt, aber von allergrößter Wichtigkeit, ein Verzeichnis der Ausbildungsstätten. Mit der Herausgabe dieser Schrift ist eine schon oft schwer empfunden! Lücke gefüllt Ein ungemein nutzbringendes Werk ist entstanden Es verdient noch ganz besondere Hervorhebung, daß die Schrift zu dem außerordentlich bescheidenen Preise von UM. 0.50 (bei Ahnahme von mehr als 10 Stucken 0,45, bei Abnahme von inehi als Stücken 0.40) zuzügl. Porto und Verpackung durch die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstclle, Jüdischer Buchverlag (gegen Voreinsendung des Betrages auf deren Postscheckkonto Berlin 11(1017) zu beziehen ist. Kontoriwtin. Stellenangebote l junges oder älteres, jüdisches | | Fräulein j per bald od. ev. später i. gut.* { nichtrituell, jüd. 2 Personen-1 I haushält gesucht. Hilfe vorh.i W'nsclie Bußer Haus. Gutes I jGehalt it gide Behandlung.' I Off. m. Bild an Paul Slotowski, ■ Treuenbrietzen Bez. Potsdam.' Ijüd., perl, i Steno u. Schreibmasch. f. 2 Tage i. d. Woche v. jüd. Fa. gesucht. Off. u. 1218 Anz.-V., Reichsstr. 30-32, SeoliH Bnlljungen. jüd. gesucht. Schriftl. Meld. I.S.V. Bar Kochba, Brühl 45. 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Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) „Viele Spiele gab's und wenig Sieg", mit dieser Abwandlung eines bekannten Gedichtes ist der letzte Sonntag hinreichend gekennzeichnet; beide Vereine waren außerhalb, was ihnen spielerisch wenig Glück eingebracht hat. „Schild" weilte mit drei Mannschaften in Chemnitz, seine etwas zu bunt schillernden II. Fußballer mußten der dortigen I. Schildelf ein 3:2 überlassen, das seine Mädels durch ihr mit der gleichen Torquote gewonnenes Spiel wieder wettmachten, während seine Knahciifulihallcr sieh wiederum mit 3: 1 den Chemnitzern beugen mußten. „Bar Kochba" erging es nicht viel besser, er hatte allerdings dafür größere und schwerere Aufgaben zu lösen. Im Rahmen des in Berlin durchgeführten Fuß- und Handballturniers um den „K. K. I.."-Pokal, mußte er vor allem mit seinen Herrenmannschaften ziemlich ersatzgeschwächt antreten, so daß seine Chancen von vornherein wenig günstig standen, zumal außerdem der Makkabimeister im Fuß- und Handball, „Bar Koehba"-l rankfuit, mitbeteiligt war, der auch den Hiesigen mit 6:0 im Fußball und 7:0 im Handball die höchsten Niederlagen beibrachte. Gegen die Berliner Mannschaft brachten es die Hiesigen mit dem erzielten 3:6 wenigstens noch auf drei Gegentore, während sie im Fußball ebenso glatt mit 3:0 unterlagen. Auch die Fußballjugend mußte zwei, sogar ziemlich hohe Niederlagen hinnehmen, während die Handballjllgcnd die Lhre des Tages rettete und in ihrem Turnier über Frankfurt und Berlin als Endsieger hervorging. Und morgen . . . hat wiederum die Jugend das große Wort; als Abschluß der Tischtennis-Saison veranstaltet „Bar Kochba" in der Turnhalle der jüd. Schulen ein offenes Jugendturnier, bei dem zum ersten Male auch der Sportverein „Schild" vertreten sein wird. Ein erfreuliches Zeichen für die wachsende Einsicht, daß nur in der Zusammenarbeit Ersprießliches für die Jugend, nicht nur in sportlicher Beziehung, geleistet werden kann. Line Steigerung erfährt diese Idee eigentlich erst am übernächsten Sonntag, an dein sieh zwei mitteldeutsche Mannschaften des „Makkabi" und des „Schild" aid dem Bar Kochha-Platze zugunsten der Winterhilfe und des „K. K. L." gegenüberstehen werden. Morgen erwarten „Bar Kochbas" I.Fuß- und Handballer noch den ,,ltus"-Nürnberg, der mit seinen beiden Mannschaften ein recht beachtliches Können mitbringt, gelang doch den Nürnberger Fußballern erst vor kurzem ein Siei; über den Schildmeister Stuttgart. Ein seltener Gast kommt mit „Jtus"-Nürnberg nach hier, hoffentlich finden wir auch mal die so selten gewordeneu Zusehauer in Mengen draußen auf dein B. K.-Platz als Auftakt und zum Stehtraining für den 3, April!! Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen fteligionsgcmcindc zu Leipzig. Redaktion: Ofclndenbblner Oujtav Cohn, Leipzig C I. Waltcr-Blüntcl-Str. Kl, III. Anzeigen: Verlag tlsa Ooldfremid Leipzig C I, Ueichsstralle 30'32, Fernsprecher 16722. Anzcigenleiter: Lrntt Ooldfrcund, Cichoriusstrafle 2a Fernsprecher M>771 Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Platzen, telefonisch und nach Anzeigenschluß1 aufgegebene Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Druck : lordan & Grimberg, Leipzig, Brüdcrstr. 19. [). A. IV. Vj. 37. 3143. I'r. L. Nr 7 Zimmer-Vermietung Augen. Nathweis-Büro für Wohnungen und Zimmer. Leibnizstraße II, Fernruf 10887. Geschäftszeit werktgl. 3 5 Uhr. 3fenstr. oder lfenstr., möbliertes Zimmer an Herrn oder Dame prsw. zu vermieten. Besicht, v. 10 12.30 od. 3-5.30. Nordstr. 41, II, M. Möbl. Zimmer mit 1 oder 2 Betten am Nordpl. zu vermieten. Fernruf Nr. 19385. ()ff. u. 228, A. V., Reichsstr. 30. 2 grobe sonnige Ummer mit Balkon als ßüroräume günstig abzugeben, evtl. mit Telefon. 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