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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-03-11 · 10 (11.3.1938) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
10 (11.3.1938)
Date
1938-03-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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11. März 1938 / Nr. 10 JODISCHES QEMEINDEBLATT LEIPZIO Seile 3 Konzert-Direktion A. Ehrlich (Mitglied des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde in Deutschland) Palast-Cafe-Restaurant, Barfußgäßchen 15, Tei.194 82,194 «3 Donnerstag, den 17. März (Purini) 1938, 20™ Uhr pünktlich Purim-Sonderabend verbunden mit Kabarettspielen und Tanz auf vielseitigen Wunsch Hörbört Zemik mit lustigen Vorträgen Und W6T nOCh? Erst massiges Konzert- und Tanz-Orchester unter Leitung des Berliner Kapellmeisters Ed. Weber K.-Aus weise nicht nötig. Zutritt aller Mitglieder der jüd. Gemeinschaft. Keine Freikarten. Karten RM. .80, im Vorverkauf: Palast-Cafe, M. W. Kaufmann, S. Preissmann, D. Rosen Nachf., 0. Willner, Nordstraße sowie an der A b e n d k a s s e ab 19 Uhr RM. -.90 Sichern Sie sich zu diesem Purimabend rechtzeitig Plätze im Vorverkauf! Alfred XoHt*eek Annl XossccU geb.Oarbatzky Magdeburg-S Vermählte Leipzig C1 Westendstr.9 im März 1938 Nordstr. 58 Nach kurzer Krankheit entschlief sanft, still wie sie gelebt, unsere teure Mutter, Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter, liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lea Ellend geb. Seiinger im 83. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz] Leipzig, Keilstr.3,1 <"e Hinterbliebenen. Buenos-Aires, Karlsbad, Krakau Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. | Esther Lederberger j; Otto P/euf/er j j Sdt'Jaakow grüßen als Vertobte im Marz 1938 J! Vera Siegelberg j j Albert Behar j | Leipzig Verlobte Istanbul j | Empfang: Sonntag, den 13.3.1938 von 11—2 Uhr Funkenburgstraße 8 j I Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des 1 1 Hinscheidens meines lieben Mannes dankt Ihnen, auch im Namen 1 1 aller Hinterbliebenen. I E Frau Herta Leiivxinski geb. Adler 1 ♦ * e;„„„„ i! Eva Singer geb. Qoldstkmldi V t r m ä h I t e | New York, tOS Westend Avenue, Apartement Eleven B 7. Mörz 193S J gebende Bedeutung /.u. Als besonders wirkungsvollen Schluß gab Dr. Ochs eine von glühender Begeisterung getragene Schilderung einer Andachtsstunde an der Kotel bammaarawi, der Westmauer. Der Ort, an dem diese Darstellung der wichtigsten geistigen Grundlagen tles sich neubildenden Lebens in Lre/ Israel gegeben wurde, macht es begreiflich, daß im Vordergründe des aufgezeigten Bildes alles sichtbar gemacht wurde, was das Leben auf geset/estreueni Bod>:i angeht. Immerhin hätte zur Vervollständigung der Darstellung auch Erwihnung verdient, was au ernsthaften Bestrebungen von religiös-liberalen Gruppen geschieht, um eine Neugewinnimg jüdisch-religiöser Haltung auf dem geschichtlichen Boden Ere/ Isr.i Is herbeizuführen. Sowohl im ErzTehungswesen als in der religiös n Neugestaltung fehlt es nicht an solchen Ansätzen, die insbesondere Juden, die allem Jüdischen entfremdet waren und nicht nur tlfterlich den Weg in die alte jüdische Heimat gefunden haben, SOfld ri ihn auch innerlich suchen, dabei helfen wollen. — Line zahl: he Zuhörerschaft folgte dem schwungvollen Vortrage mit gef< ter Aufmerksamkeit. Chöre des Synagogenchors, z. T. unter Mitwirkung von Oherkantor Wilkomirski, umrahmten den Vortrag. Unsere Gemeinde. v Bibel in der europäischen Dichtung. Am Dienstag, 15. 3., wird dritte Vortragsreihe des Jüdischen Lehrhauses eröffnet, die mite. I n Oesamtthema „Jüdische Kunst" steht. In ihr werden aneri i! 'c Sachkenner die verschiedenen Gebiete künstlerischer Betätig darstellen: Literatur, Musik, Schauspielkunst, die bildenden Kiuif \ls Auftakt wird der auch in Leipzig ebenso als packender Rcdn er wie als hervorragender Literaturgeschichtler geschätzte Schri II Ii II« f)r- Julius Bab-Berlin über „Der Widerhall der Bibc in d er europäischen Dichtung" sprechen, (iestalten und geKhichafche Berichte unserer heiligen Bücher haben seit vielen Jahrh rte« schöpferische Geister an sich gezogen und zu manchem ihrer Werke angeregt. Wer denkt nicht an den Faust und seinen unvergänglichen „Prolog im Himmel", der unverkennbare Beziehungen «tun biblischen Buche Hiob aufweist. Julius Bab wird die reich« Füll* des Stoffes mit dem ordnenden Blicke des geistigen Baumeisters vor den Hörer hinstellen; das bedeutet die Gewißheit eines lehrreichenuad anregenden Abends. Kurse des Judischen Frauenbundes. Nach dem Erfolge des von Herrn Miltenberg geleiteten Zuschneidekursus, der Frauen befähig, -ich selbständig einen Schnitt für jedes beliebige Modell anzufer'.i^1beabsichtigt der Jüdische Frauenbund nach Pessach Herrn Miltenberg nochmals zu einem Kursus zu verpflichten. Um einen i;bcrbhck zu gewinnen, wird gebeten, Anmeldungen schon jetzt au Frau Recha Carlehach, Lortzingstraße 15, nur schriftlich, ergehen zu lassen. Der Preis des Kurses beträgt pro Person 15 Mk. Für den Putz- und Korsettnähkursus werden auch noch Anmeldungen entgegengenommen. Amtliche Bekanntmachungen Gesuche um Unterstützungen zu Pessach! Auch in diesem Jahre gewährt der Mo aus •Chitin -Ausschuß Unterstützungen zu Pessach. Gesuche von Bedürftigen sind nur schriftlich unter Angabe der Zahl der Familienmitglieder bis spätestens 18. März 1938 an Herrn Paul Oelberg. L e i p z i g C 1, L e i bn i zs t r. 4 zu richten. Persönliche Obergabc verbeten. Nachträgliche Meldungen werden keinesfalls berücksichtigt. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß durch die Einreichung des Gesuches keinerlei Anspruch auf Berücksichtigung entsteht. Leipzig, den 1. März 1938. Jüdische Winterhilfe. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats. I. Ganzjährige Aufsicht: a) Fleischereien: Sally Löh, Ranstädter Steinweg 7 Jacob SchuBheim, Plauensche Straße 3/5. b) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13, Selig Scheinowitz, Gerberstraße 40 und Keilstr. 9, Schmeidler, Nordstraße 25 und Frankfurter Straße II. c) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reichsstraße 22, Mauelis, Nikolaistraße 36. Die von den beiden Vorgenannten ausgeführten Festlichkeiten stehen auch außerhalb ihrer Sp isehätiser unter der rituellen Aufsicht unseres Gemeinderabbinats. II. Zu Pessach stehen a) Kolonialwarengeschäfte: Josef Nordstr. 1; R. Berliner, Nordstr. 21; Moritz Forschirm, Walter-Blümel-Str. Steinweg 'Hl; F. Grimberg, Gerberstr. öü; S. Jamschon, Jakohstr. 15; G. Katz, Thomasiusstr. 131; R. Katzmann, Humboldtstr. 12a; Ch. Krämer, Frankfurter Str. 6; Ernestine Marcus, Ranst. Steinweg 33; E. Miodownik, Nordstr. 49; B. Wetzer, Jakobstr. 15; A. Tomarkin, Fregestr. 23. b) Kaffee und Tee: W.Stern, Lilienstraße 27; E.Marcus, Ranstädter Steinweg 33; nur Wein: G. Katz, Thomasiusstraße 13. c) Selterswasscr eigener Fabrikation und Wein in Originalfüllungen der Firma W.Bernhard-Berlin: A. Weigler, Wittenberger Str. 19. d) Das Großhandelsgeschäft von J.Tempel, Blücherstraße 6/8; im Einzelverkauf sind dort Waren nicht erhältlich. Leipzig, den 1. März 1938. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. unter Aufsicht: Beer, Keilstr. 2; L. Berggriin, E. Diamant, Humboldtstr. 26; Li II; J. Oafdflmann, Ranst.

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