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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-03-04 · 9 (4.3.1938) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
9 (4.3.1938)
Date
1938-03-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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4. März 1938 / Nr. 9 Seite 3 t Die glückliche Geburt unseres /weiten Sohnes zeigen in dank- | J barer Freude an j } Rachiniel Preisiuanii and Frau Selmti } j geb. Littniann j . « ^> ~-- ■ —- * -—. -—- —- - -—. -—- - —~ -—- . ~~ - -—- . -—-. ^» -y* » ... « •. —-- — ■ .. .. •. •. i -. —- i — 1 -»v * * Leipzig Dr. Honett Roller Minnie Koslar gel». Atlaa Vermählte Zur Zeit auf Reisen März 1038 1 Wien } Ihre Fragebogen füllt sachgemäß aus Schreibbüro Erna Hahn, Ilainstraße5, Aufgang A II, Ruf 14368. Vervielfältigungen aller Art. Anzeigen- und Abonn-Annahme des israelitischen Faniilienblatles. Jüdische Krankenkasscnmitglieder und jüdische Kassenärzte, jüdische Zahnärzte und Dentisten. Die in Nr. 8 veröffentlichte Mit- ■ ilung über die Behandlung jüdischer Krankenkassenmitglieder durch jüdische Ärzte gilt in gleicher Weise auch für jüdische Zahnärzte und Dentisten. Diese können, sowie sie bei den öffentlichen Krankenkassen zugelassen sind, von allen Kasscniuitglicdern in Anspruch genommen werden. Die judischen Angehörigen der Mittelstands- Versicherungen, wie Leipziger Verein Marnieuia, Ocva usw. können neben den jüdischen Ärzten auch sämtliche jüdischen Zahnärzte und I Dentisten in Anspruch nehmen, Imkiba. Es ist ein Glück, und ein Trost für die Älteren, daß die lugend von Frohsinn und Hoffnung erfüllt ist. Das war der erlebende Eindruck, der im Kutturbundtheater am letzten Sonnabend in uns erweckt wurde. J. P. B. Makkabi Hazair hatte eine Zuschauergemeinde vereinigt, die den Saal bis in das letzte Winkelchen füllte und sich gerne in den Bann der gutgelungenen Darbietungen ziehen ließ. In bunter Folge: muntere Spiele der Kleinen, gut ausgeführte Horrah-Tänze der Mädchen, lustig eingeleitete, gut abgestimmte Chöre warum so wenige jüdische Melodien? , Wiederholung des JPD-FilmS von 1934, der vielleicht gerade dadurch interessant war, dalt so viele der „Damaligen" inzwischen längst zur Alijah gekommen sind, und zuletzt eine mutig bewältigte Leistung „Jeremias" von Zweig. Nur scheinbar bestand eine Kluft zwischen der jubelnden Stimmung des ersten und der tiefernsten des zweiten leiles: die grolle Dichtung wirkt ja schließlich wie ein Hohelied der Heimkehr, der Aufgabe, die sieh die Makkabi hazair-Jugend gestellt. Die wuchtige Gestalt des Künden Jeremias, w>n Dr. Menucnin mit viel Einleben in die tiefe Tragik und wirkungsvoller Gestaltung seiner starken Persönlichkeit wiedergegeben, verkörpert ja die lirfüllthcit von dein (ilaubeu au diese Heimkehr. \iieh das Zusanimenspiel, in den z. T. recht schwierigen Matten* bildern, machte dem Wollen und der szenischen Leistung der jHillens und Mädels alle Lhre. So wurde die Veranstaltung allen Teilnehmern ein Quell reicher Freude; den Darbietenden, deren frohe Begeisterung nicht zu verkennen war, und den Zuschauern, die sich Lieme davon mitreißen ließen. Dem J.P.B. Makkabi hazair gebührt ■unser Da::k dafür, daß er wieder einmal solche Stunden des Frohsinnt und der Hoffnung vermittelt hat. Amtliche Bekanntmachungen Gesuche um Unterstützungen zu Pessach! Auch in diesem Jahre gewährt der Moaus-Chitim-Ausch uli Unterstützungen tu Pessach. Gesuche von Bedürftigen sind inr schriftlich unter Angabe der Zahl der Familienmitglieder bis spätestens 18. März 1938 an Herrn Paul Oelberg, Leipzig C1, Le i bn i zst r. 4 ii richten. Persönliche Übergabe verbeten. Nachträgliche Meldungen « erden keinesfalls berücksichtigt. L s wird I)et0 u d e r s d a r a u f a u f m e r k s a m g e m a cht, daß durch die Einreichung des Qetuches' keinerlei Vntprue h auf BerQcktichtigung enttte h t. Leipzig, den 1. März 1938. Jüdische Winterhilfe. Jüdische Schule, Priv. Oberschule für Jungen und Mädchen, Leipzig. Betr.: Sextanerpru fung. Am 1(1. und 11. März 1938, 7.51) Uhr beginnend, findet die! Prüfung für den Eintritt in die Sexta statt. Hierzu können nur •Milder zugelassen werden, die infolge triftiger (iriiude (Krankheit I. Prüfung teilnehmen konnten. tisw.) nicht an der Leipzig, den 1 März 1938. Der Direktor: Dr. Weikersheimer. Gottesdienste Gemeindcsyuagoge. Freitag, 11. 3., Abendgebet 18.15 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 12. 3., Morgengebet 9 Uhr, Nachniittagsgebet 18.20 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 18.51 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der cz-Chaim-Synagoge. Gottesdienst an Purim: Mittwoch, 16. 3., Abendgebet 18.15 L'hr; | Donnerstag 17. 3., Morgengebet 7 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Staatszionistischc Organisation — Jüdisch Nationale Jugend Herzlia Ortsgruppen Leipzig Trumpeldor- Gedenkfeier am Sonnabend, dem 12. März 1938, 29 Uhr im Saal des Jüdischen Jugendheimes, Elsterstraße 7, unter freundlicher Mitwirklinir. de- (Jollcgilllll um-i< um. Es spricht d. Mitgl.<l. l'riisi«!. <l. Staat Hy.ioii.OrKiiniMHt Ion Heinrich Kuhn, Berlin WM, Aaubaehemtr. 1 IGARREN D. ROSEN Ü^^H^Hi^^^HHM Rud. Goldstein l'etei *s<ein» en 10 Telefon XiLoluistras-e .»7 Alexanderstraße 14 23768 gegenüber Park Cafe z, Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Str. Freitag, 11.3., Abendgebet 18.05 L'hr Sonnabend, 12. 3.. Morgengebet 8.30 Uhr, Minehoh 17 Uhr, anschließend Scluilchau-Ariicli-Erklarung von Herrn Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 18.51 Uhr. Wochentags: Morgens 7 Llhr, abends 18.15 Uhr. Talmud-Thora-Synaßoge, Keilstr. f. Freitag, 11. 3., abends 18 Uhr. Sonnabend früh 8.30 Uhr, Kl Uhr Predigt des Herrn Rabb. Dr. Ochs, Mincha 17 Uhr, anschließend Mischnaiit, Ausgang 18.51 Uhr. Wochentags früh 7.15 Uhr, anschließend Mischnajit. abends 18 Uhr, anschließend Oiajc-Odom. - Mittwoch, 16.3., abends Tanit-Ester 18.15 Uhr. Donnerstag, 17.3., Purim, früh 7 Uhr, abends 18 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 11.3., Abendg. 18 Uhr. Sabbat, 12. 3., Morgeug. 8.30 Uhr, Minchag. 17 Uhr, Abendg. 18.52 Uhr. Wochentags: Morgeug. 7, Abendg. 18 llhr. Personenstandsnachrichten B a r m i z w a : Sonnabend, 12, März 1938, Gerhard Keller, Sohn des Herrn Max Keller und seiner Ehefrau Käte geb. Blank, Gohliser Str. 201, in der (iemeindesynagoge. Todesfälle: 24. Februar 1938 Helene Landau, Norderneyer W eg 3 b. 25. Februar 1938 Sallv Salkind Jaifc, Eydtkuhnen. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft. Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum; nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Grabstede auf unseren Friedhöfen zur Folge. Anna Lydia Schlesinger, geb. 8. Februar 1895, Leipzig, Gustav-Adolf- Straße 1. Artist Otto Friedrich Kolin, geb. 0. Dezember 1866, Leipzig, Tiefestraße 3. Kaufmannsehefrau Hildegard Schwarzttein geb. Süß, geb. 29. Januar U)08, Leipzig, Lüderstraße 12 pt. Aus dem Gemeindeamt. Kursus zur Ausbildung von Kinderpflege- und Haushaltgehilfinncn. Das Sozialamt plant für Ostern ds. J. bei genügender Beteiligung einen Kursus zur Ausbildung von Kinderpflege- und Haushaltgehilfin n C n erstmalig einzurichten. Voraussetzung für die Aufnahme sind genügende hauswirtschaftliche Kenntnisse, die durch eine Aufnahmeprüfung nachzuweisen sind. Mindestalter für die Aufnahme: 15 Jahre. Schulentlassene müssen zunächst eine einjährige hauswirtschaftliche Ausbildung in einer Haushaltschule durchmachen, wie sie das Sozialamt in Leipzig, Humbokttstr. 13/11, führt. Die Ausbildung für den Beruf der Kinderpflege- und Flaushaltgehilfin ist im ersten Jahr eine rein hauswirtschaftliche, nämlich die zur Haushaltgehilfin; daran schließt sich ein zweites Jahr an, dessen Ziel die Ausbildung zur Kinderpflegerin ist. Dieser Beruf ist nicht zu verwechseln mit dem der Sauglingspflegerin. Die Kinderpflegerinnen wurden früher als Kindergärtnerinnen IL Klasse bezeichnet. — Die Ausbildung zur Kinderpflegerin umfaßt eine theoretische, technische und praktische Unterweisung. Die Schülerinnen arbeiten regelmäßig im Kindergarten und Hort und haben zur Vertiefung der hauswirttchaftiiehen Kenntnisse noch einen Kochvormittag und einige Stunden Hausarbeit mit Waschen und Bügeln wöchentlich. Handarbeitsunterricht mit Flicken und Stopfen, Werkunterricht, Zeichnen, Singen, Bcwcgungsspiel und Turnen erweitern die Ausbildung. Die theoretischen Stunden, wie Erziehungtlehre, Kindergartenlehre, Naturkunde, Gesundheit sichre, Deutsch und Lebentkunde sollen die in der Praxis erworbenen Erfahrungen vertiefen und gleichzeitig zum besseren Verständnis der praktischen Arbeit dienen. Der Beruf der Kinderpflege- und Hauslialtgchilfin ist wohl einer der geeignetsten für junge Mädchen; denn Haushalt, Kinderpflege und Kindererzichung sind ja das eigentliche Bereich der Frau. Deshalb wird es einem Mädchen, das eine solche berufliche Ausbildung hat, nicht schwerfallen, eine

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