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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-01-01 · 52 (28.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
52 (28.12.1929)
Article
Dezember
Date
1929-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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ereile 24 »r. 11 IV. \i:nni',ni S I«. Sie JHnno$incn unb Hulgeibih bei Betbanbel finb au| jebel o'iofiiwfu-iiihi' ui Dom $0uft&altylftn im octanfc§lagen uub burd) Be« fdiiur. bei Bert*anb*aulfd)U{fe# fcii^ujtcQen. lieber bie Berwcn bung bei (SinncuYmen hat ber ©prftanb ju [einet Bntlaftung bem ,\ii'.)iiD»iiuefchuV) aUjäbrlidi;>ie .Inning ahiulegcn. S -H). Set Betbant ijt bercd)ticjt, ff« Benufeung feiner •intiebtungen ■inj Mnftalien (yebühren;u erheben bie im "inrwaltunglwege t*uvcli 3mang?ooUftrectung eingebogen werben töuncn. ei toeil bie fonfttgen ifinnnbrten jur SerJung ber Hulgabeu mdit aulrcicben, (muten iteiträj entweber burdj Umlage auf bie Hinnahmen bei BettJatibsgcmeineTi obet bitte) unmittelbare Be« [teuerung bet IVngiie ber V ibnnblgemcinben erhoben werben. Sic i'irt mtb &8be bei i erbebe) ben Beiträge wirb für je ein Qte« [(bjafttjafit ober für einen langeicu 3eittaum bureb Bqdjluff bei Jervcffibbcntlfcbunci beftimmt. v»i Balle bei Vrbebuncj Don steuern ift eine Sietiecorbtutng nuf Mitteilen. V. RuflVfnnr bei *Jetbanbel Sie viufinjung be* iVrbanbe* tann nur auf Hntrag bei Bot« ftanbel Pom Bottwnbiattlfdniff '\idiloiieu werben. Set Befdjlufj bebarf einer i'icbrbeit luv. i b«:i abgegebenen Stimmen. •Bei Hufldfung iit butd) i'efeh: iff be» Berbanblaulfdjuffel übet bte Bertoenbung be* Bctbanblpei lögen! m beftimmen, Stelben, ben 87, Juni Ii-t>. Sädifitdtrr;'rartitifrfirr QkmeinbCMrbUnb. Rcdjilan wn 11 $ n u I E a i i n g e r, Boeftfecitbet. BjtfaftnttriadjnHg üiicr bir tHübunn bec rriciiiilduu nrnrlitifcbcn OJemeinbcoerbanbe« Born 18. S ptembet 1888. (»Scfcbjtfcbe! 8kfttblnti Jft. ß ootn 81. September 1889.) Tie iuaiitfdien iftaeli:ifd)cii tReiigionlaenteinben haben Heb )u iiner Reltguntfgef&fdMfl unr ber Betticbnung „Sadiindiei ifraelirifebet •Bemeibetxebanb" t- :inigi Xie Relig^onlcjefeilfebafi bn ihren 2m in Sresben. Sie inb ibrt Dnterocrbänbe, bie ui<;{eit beftebenben ud)t ifraelitifc Weligionlgemeinben xu Htm betg. Bannen, itbemnin, Brei i . V/eipng. Blauen, Mittun unb .{imdi'u, finb Störperfdja;;. n bv :r teiulidieu :'ieelito. Sie eben, ben IB. septem1 1988, QJefamtmiRtfterittM. ö eIbt, SRiniftetptäfibeni, Sil 75ii%.r|illliii Des UM (Dfoloq.6Eir.lnar5 Inöresloii ■ rt rnciief ei .'i- Stiftung) •Jim :t. RoMmbei 1881 fan'j sie JubWIttmlfeiet in BteMan unter petfot Buteilnabme per w>i;ärben unb bet ebemoliejen Sdtei itnit. ^n feiner Änfpracbe \-\a\ .er Murnlor iM.»S. fjxinl ftober einen turnen Hbrift bet Wefajie ber Hnftait (fr ttinnctte an bie 9Bjm unb bie Mbfiebt beceb'.'? 2t:itero Xanal ^ftMiMfel: Wil ^•r •nnonaiyation fei xuoiel I lebt in bao (netto ber 3uben iiebrimncn nnb hiU'e MtDmtcnb neu^rll Xu babe et nio von fflbifa>er Sl'ijfenfdiiifi unb Welnion bal Setninat riejtiiiet, aOel eiruelne bem ftniatoichua übertaflenb. Tii> berflbmte Dteicjeftitn naebatial ,vri;utel. Qclebttet unb Drcjan*' :or }ug(eiaY (^einrieb Owhj unb ^l•r leimibifl Safcw ©ernaoa fibufen bii-i\-ö Mabbtnctfeminar, beffen (ufb.iu SKufter wutbc iii" nie "öoctifduilen ifibrfcbec Siffen« >d' i .öen Ir. ^einemanit, Cugent be» Eemina'.i, hielt ben /vi"'-.. Dcttag Wlüdwünfebe wu »er bargebtaebt Pom öfern Regie< runaHnrenibcnt Tr. Jaenkie, tu^.'eitb im Winnen b--v Rultnl infjKfterl, ei folgten ber Steftot ber UniPcrfität, lugkicb im Kamen ber anbeten i^ocbfebulen iBrellaul, unb C,en Rabbinct ifsrofeffoi De ©innt uicälteftet Scbfitei bVi eeminarl, luajeirb oll Set« treter bei säebfifo^en iftaetitife^tn (iemeinbePerbanbel. linier Ber« i>.mb hu; infofern ein befonbeeel ^ntetejfe an Mefcm [%nbilanm( all ier Crgnnifatot bei Seminar!, Jao|atial Rfrantel, mehr all 15 odhie Cpettabbinet in Ead)fsn mit bem Itmtlfib in Stelben War. Jn fein< Hmtl^eil NUU aueb bei Pon bei S^nnejooji in Stelben, Bert Rabbinci Btor^ffnr Tr. Btntei »iihrte in »einer .Hebe folflenbca aue: >>L'dKeiehric Betfammtuno;! .'.'-j^ ben bebeuHamen unb geift« uoUcn Darlegungen bec- Oertu Sc^cebneto u ib ben erbebtnben Sotten boö .öerrn RecjietttnoliNntKteTi unb bei Mettori ber Hui« i'crfität fann leb eine ßewiffe i*e»«ng. nbeit ..ich: Übettffinben, ba icb Por iie btn^utreten f/ihe. flt'ei ulo einer bei ölteften .^>örer unferel tübifcb^beoloejijcben Seminare ^racnctelfehec Stiftung btioc id) im 9tamen ber fiöter be* Seminatl unb im eTuftrage bee Berbanbei ' c iftaelitifcben Religionlgemeinben im Bfteiftaatc saebfen Tili" unb ben nulbrud bei Bctbunbenbjeil btefer Wc incinbeti mit unferem Seminar barjubringen. Bei aller Befangen bei! jühuidi inidj bennoeb Nun berufen, liefen Qmpfinbungen bei ifraetitifcbcu Weligionlejemeinoen im Bteiftoatc Saojfen hier iXui btu i in neben, b.i id) Pon unferem Utottc bei befonberen öinabe ncuniroigl Inn an b>• •. Stelle \u Witten, Wo ber geiftige 'i'v ßtänbet unfetei Seminatl, äaebatiai tjtantel, geWitft bat. .'Ii-.- id) iv wat ai t »ergangenen Reujabtlfefte 18 3abte her in bem Motte*baufc, welebel Sadjatial ^tantel im Sabte 1840 iuweibl bat, |um erften SPiale bie Stätte betrat, Pon ber er bacffiorl an bie (Skmeinb geridjtel h"t. begann icb in gegiemenbet?i'iuin mit beu SBortcn Der Si tabnung unfercr «Seifen: „iiiii uidii iin bie Steine, wo ©rotje geftanben beben." Jd) war mir bamall beffen bewuftt, baj; mit befonbete Wnabe gewor< ben, uub id) bin mit in biefer Stunbe beffen bewußt, baff mir befonbete ÖJnabe geworben, uub belbalb ffiblc icb mid) berufen, bie ilnbänglicbteii unb bie Sanfbatteit ber iftaeliti« fdjen Religionlgemeinben Sadjfenl biet aulgufpred)cn. Steine rei ^emeinben Sad)fent bjat einen Rabbiner gebabt, bet nid)i ui unferem Seminar aulgebilbel war. Bai jrantel in sad)fcn gewirfl hu. wiO idi in turpem lliurij; unbeuten. Sil« träntet im Jabre ls">l neu Dreiben hieihei tarn unb an unferem Seminar feine Sebrtärigteil a ifnat)m, fnhiie fid; bie Drelbner *v"' ineinbc in ihrer «Bfirbc gebobeu, bii ihr Rabbiner ßeiftiger Be grflnber unb Seiter eine:- ^nftituti wutbe, wetcbel auf bie eie famte ,\ubeuheit belcbcnb gewitfl b1"- 8W »yrantei aul bieten' Ccben oefebieben war unb bu Drelbner Wemeinbe eine fraucrfeici beging, fttibrtc fein Raebfolget, ber Cbettabbinct Botf, Sanonu, b.iv Wort aul ber sd)tifi im: „rtn biefem tage bifl bu )um «Holte gewotben." ein bem tage, bn Jtantel nadj Treiben tarn, f<nii> ftefa bie Srelbner $ubenbeii ,ii einer gefdjloffencn 8kmcinfd)an, gu einer Qtemcinbc jufammen. IHl b.ihiu waren bie Srclbner juben in einzelnen (Gruppen oon cinanber gefonberl unb ftanben teilefriebtid), teils nudj negnerifd) cinanber gegenüber. Jranfel hiU bie ISinbeil geftbaffen. Sr bal; ie Qtemeinbc gegtfinbet, unb es mar biiiiiiilv bie tührenbo <v«e meinbe »ncbfenl, Meine anbete fädjfifdje ©emtinbe Ii nie bil babin einen rcligiofen Jübrer, einen Rabbiner. HU ieb im ,xuihie 1901 ben 100. lücbuttltag jrantell gn feiern hatte, tonnte idi beu iprud) nnfflbren: „C^pricfen fei ber ISwige, bei feinem Boltc Jfracl Rut)e ne lieben h u." ,\n ^ranfel Wat ber (Deift C9ottel wirtfam. Surcb ihn iit ber Jubenbeii 3aebfen| Rübe gefommen, 9x hat in Betqanb lungcn um Den etoatlbcbbeben politifd) fegenitetd) fötbernb gc wirft uub hat bie Subenbeil Satbfenl |u Hnfeben gebtad)t. Glauben Sie mir, hoetmeiehrte ^eftPetfammlung, bin; id) meinem Wotl oon ver.ieu Taut Weiff, biij; er mid) begnabel i;iit, biefen l^eijl S'tantell mit meinet jdjwadjen fttaft nad) Snöglidifeil;ii erhiiiten. in feinem (Steifte Weitet .^u Witten. 831 mar ein (v>eijt, bei Stieben fdjaffte im Stampfe gegen liditfdieue ^finftetlinge au| bei einen Seite unb gegen nidji minbet lidjjtfdjeue etfitmer auf ber anbetn Seite. 83t hat bie innerfte Mraft bei Subentumi in bie Seelen bet ilngcbötigcn bei ReligionigcmeinOcn Sad)fenl bineingetragen uub belobt. Hub id) fjoffe, baj-, biete Mraft fegenlteiq weiter wirtl im •ir.e, |ut Sbebeeung unb Qebung becgefamten beutfd)en Jubcti turnt. Unfec Seminar wirb weitet fttafte auibilben, bat*] biefc« neutit Wetbe. Hub in biefem Sinne fpred)C idi in aller Scmul ■inb in aejiemenber Befcbeibcn^eit aul, bajj el gelingen möge, im Snbentum aufftrebenben Strafte ui entfalten unb )u ftcirfcn uim Segen bet iuoifct)en Qtemeinben. (BeifaD.) Berelntpnna Oer DaODtner im Man. 6oflilcn Tie iiidn'ifdie Rabbinertxteinigung (iell am Sonntag, Dem it. Rooembet, in Stelben unter Botflb pon Brofeffor Bintet eine Tajritiiii ab, an ber nud) ber Botfifeenbe bei Snebftfdjien iftaelitifcben Utemeinbeocrbanbtl, Qctt Recbtlannmll salinget, teUntdjm. Sie Sifeung befafftc fid) in Der Cwuptfacbc mit redjtlidjien unb Staube., fragen. 2o nahm man Stellung ju bem neuerbingl Pon ber [ädi ftfcQcn Regierung etlaffenen Betbol an bie höheren Sebulen, bie ^eugniffe über beu jübifdh'i'. mit fathoiiidieu Religion!untetrid)l in bie Scbuljenfureu autjunebmen. Bbcnfo wutbe aud) bei Hntrag bei Seutfd)nationalen Bolflpaetei auf ein ntuctlid)el Betbot b.-: SdjAdjtenl uub bie bawul fictj erejebeitoe Situation befptoeben. Sie rfragc ber 8)ültigteil ber im Hullonb gefdjtoffenen ifioifdjcn tfben wntoc auf Qteunb einzelner Botfommniffe gleidjfaUl erörtert, ebenfo audi bie im neuen fddjfifdjen Wefeb übet bie iKeligiou« gefetifebafteu borgefebenc lünticqtung einel Sifsiplinatgericbtlqsfc». Rad) sd)luff bei Sibung oereinigten fidt tie liberalen SRitglteber, um tue ,\'iTi" Der Sinfubrung be.? neuen 93intieitlgebetbud)el [idi fd)lfifftg ju werben, ifin Befdjluff wutbe hier noefj nietjt!ii-r»?it

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