Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 49 (6.12.1929)
- Date
- 1929-12-06
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Merseburger Str. 84, waren nachstehende Firmen beteiligt I HERMANN PFEIFFER Bronze- und Feineisenbau, Kunstschmiede Telefon 31186 37687 LEIPZIG Hardenbergstraße 36 Schaufenster in Bronze und Nirosta Hochziehbare Gitter ite Versenkbare Gitter bei Gebr. Held, Leipzig-Lindenau, ausgeführt INNENAUSBAU LADENBAU LEIPZIG C1 / RUF NR. 532 36 ♦SIEVERS Rudolf Müller Feuerlösch-Anlagen Handfeuerlöschapparate System: Leipzig S3 Kronprinzstr. 23 Fernruf 31971 Ardex ausgeführt und geliefert bei Kaufhaus Gebrüder Held R.j. F. und der Kampf des deutschen Judentums Ueber die am 2A. November in Merlin stattgefundene Hauptversammlung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten geht uns das folgende Kommuniquee tu: Bei den in ieder Beziehung so schweren Zeiten für unser Vater- Lind, bei der immer Knitter werdenden Not jedes Einzelnen von uns war es besonders wichtig, dall unser Hund ZU all den Wichtigen Schwebenden Prägen unserer Zeil wieder einmal Stellung nahm. Sehori am Abend des 2X November \')2') fand eine Vorbesprechung der Landesverbands Vorsitzenden und Mitglieder des engeren Hundesvorstandes unter Vorsitz des Bundesvorsitienden im Krollen Sitzungssaal des Bundesbüros statt. Ks wurde über eine Reibe wichtiger Bundesangelegenheiten in ungezwungener und unverbindlicher W eise gesprochen. Ks konnte aber schon hierbei festgestellt werden, dall trotz der verschiedenartigen Schichtungen unserer Mitglieder in politischer, geseUsehaflliebcr und sonstiger Beziehung vollste Einigkeil über die Ziele des Hundes herrscht, und dall ein besonderer Kill für unsere Organisation die erprobte, feste Kameradschaft ist. Dies trat auch hervor bei dem auf diese Besprechung folgenden Hierabend, zu dein unsere Orts- Kruppe Herliii die auswärtigen Kameraden in den Römersaal bei Kroll eingeladen hatte. Unsere Berliner Kameraden haben es diesmal Kauz besonders kui verstanden, in einem geschmackvollen Rahmen durch ausgezeichnete Darbietungen in Wort und Schrift schnell die innige kameradschaftliche Stimmung zwischen all den Kameraden aus den verschiedensten Teilen des Reiches und den bekanntlich bei uns ebenso wie auch anderswo manchmal zu Unrecht mit zu wenig Liebe beur- KARL HUCK Bauglaserei u.Tischlerei Leipzig-Lindenau Burgauen -Straße 13 Wohnung: Friesenstraße 9a / Fernsprecher 436 52 leihen Herliuerii herzustellen. Auch der Vorsitzende unserer Ortsguppe in New York, Kamerad QQnsburger, überbrachte uns die Qrüfk der dortigen Kameraden. Bei der Versammlung wurde zunächst schriftlich der Geschäftsbericht des Kameraden Landsberger überreicht. Iiann erstattete Kamerad Grünpeter den Kassenbericht und die Aufstellung des Ltats. Hierauf hielt der Bundesvorsitzende Kamerad Dr. Löwenstein ein ausführliches Referat über die politische Sit u a - tion und Fahrtrichtung des Bundes. Alsdann fand die Beratung der Antrüge statt, Unter diesen ist der bemerkenswerteste der bezüglich des ..Schild", der eine Lieferung des Bunde*organs nunmehr an alle Kameraden des Bundes möglichst bald herbeiführen soll. Am Nachmittag hielt Kamerad Eisenkrümer ein Referat über „Die Lage der luden in Deutschla n d" und Kamerad I >r. Meyer (Bonn) ein Referat über »Die Lage der .luden im Westen". An diese Referate knüpfte sich eine sehr ausführliche und auf hohem Niveau verlaufende Generaldebatte bis zum SehntB der Hauptversammlung um B Uhr abends. Unter den teilnehmenden Kameraden war man einstimmig der Ansicht. daB diese Hauptversammlung in bezug auf Inhalt und Ergebnisse wohl mit an erster Stelle inner allen bisherigen Versammlungen sieht. Sie ist die Kiiileituug zu weiteren Aktionen des R. i. F. in dem Kampf des deutschen Judentums für seine Stellung, seine Ehre und sein Recht im 1 •einsehen Vaterlande, für das wir jüdischen Frontsoldaten einst Hand in Hand mit unseren nichtjüdischen Kameraden zusammenstanden, und für das auch 12IMMI jüdische Kameraden am dem Felde der Khre geblieben sind.