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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-11-22 · 47 (22.11.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
47 (22.11.1929)
Date
1929-11-22
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSQEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 47 milie Bberlauen. Bis tum Bachstaben „Za4ek" Uesen die Matraikripte fertig vnr. Nach Blieser Ben Yehudas Tode erschienen die Münde VI und VII; Hand vill soll in den nächsten Wochen bei Langenscheidt erscheinen. Die Herausgabe von Band IX wurde von Lord Melchett sichergestellt und wird Ende 1930 Im Druck vorliegen. In diesen werden voraussichtlich die Buchitaben ...^.....ach" und „Ayin" kommen. Das restliche Material wird voraussichtlich weitere vier Hände füllen. — Der in Jerusalem begründete „Elieser Ben Yehuda Memorial Trust" hat die Autgabe, die Mittel für dieses Werk wie für die Herausgabe anderer von Ben Yehuda hiuterlassener Werke aufzubringen. Protektoren dieses Trustes sind: Sir Herbert Samuel. I'rof. tiinshurg (New York), Prof. Margolis (Philadelphia). Prof. Dr. M. Sobernheim (Merlin). Elkan N. Adler (London). Prof. Weltmann, Präsident der Zionistischen Organisation; Ehrenvorsitzender ist Colonel F. H. Kisch. Mitglieder des Qelehrtenkomitees, dem die Aufsicht über die Herausgabe obliegt, sind: Prof. Allbright (Jerusalem), Dr. Herbert Danby (Jerusalem), Pastor Hertzbert: (Jerusalem), Dr. Matzle, Präsident der Akademie der hebräischen Sprache in Jerusalem, und Rabbi M. Z. Scgal von der Hebräischen Universität in Jerusalem. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums Das neue Heft wird durch eine Uebtrslcht über Neuerscheinungen /in Bibelwissenschaft eröffnet; einleitend widmet der Verfasser dem bekannten Bibelforscher Harold M. Wiener, der das Opfer der Angustunruhen in Jerusalem geworden ist, ein Wort wehmütiger Erinnerung. Ks folgt ein Aufsatz zur Statistik der Juden in Prag, der weit mehr als lokalgeschichtllches Interesse beanspruchen darf. Bekanntlich steht in der Tschechoslowakei unserii (ilaubensKcnossen frei, sich zur jüdischen Nationalität zu bekennen, und zwai ganz unabhängig vom Glaubensbekenntnis; der Verfasser unterscheidet nun zwischen „Israeliten" (im religiösen) und „Juden" (im nationalen Sinnei und weist nicht nur nach, daü es unter den Juden, allerdings in minimalei Zahl, auch Anhänger christlicher Bekenntnisse gibt, sondern daß sie auch statistisch eigentümliche Merkmale aufweisen; so ist die durchschnittliche Kinderzahl bei dieser Gruppe keinesfalls geringer, eher größer als bei anderen Nationalitäten, ferner setzt sich Prof. Dr. med. et phil. Stern mit einem neuereu Versuch auseinander, die Rasscnkundc auf neue Grundlagen zu stellen und nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Merkmale unter neuen Gesichtspunkten zu beleuchten; von hieraus ergeben sich auch für das Judentum w ichtige Folgerungen, Kine Reihe streng wissenschaftlicher Abhandlungen ergänzt das lesenswerte Heft. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von M. 10. an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon, Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. Die Schule des Himmels Mit freundlicher Qenehmlgang des Verlages aus: F. dmond PI et, Moses. München 1929 (Verlag R. Piper & Co.). Die Thora enthält ein jegliches Hing, und Moses sah in ihr zuerst die seelts Dinge, die gugleich mit ihr vor der Schöpfung geschaffen wurden, nämlich: die Mulle, die Qehenna und den (Jan Eden, das Heiligtum, den Thron und die Glorie des Messias. In den Flufl der Mulle getaucht stand Adam und tat Mulle Ks sagten zu ihm die Mosen, die vorbeigeführt wurden zur Qehenna: „Warum kommst du nicht mit uns. um unsere Sünden zu sühnen? Mist du triebt all unserer Sünden Urheber?" Und er antwortete den Müsen: „Nur eine Sünde habe ich begangen; eure Sünden sind euer." t"s sagten zu ihm die Gerechten, die vorbeigefülirt wurden zum Gau Eden: ..Nur eine Sünde hast du begangen: unsere Sünden sind ohne Zahl. Warum bleibt die deine, da doch die unseren ausgelöscht werden?" Und er antwortete ihnen: „Meine einzige Sünde einhielt all die euren: bis zum Tode der Sunde tue ich Mulle." AK Moses in die Qehenna kam. wich das Feuer der Qehenna fünftausend Parasangen vor ihm zurück, und Nasarglel, der Engel dei Qehenna, fragte den Propheten: „Wer bist du?" „Ich bin der Sohn Amrams." „Dein Ort ist nicht hier, dein Ort ist im Gau Eden." ..Ich komme, um in der Qehenna die Gerechtigkeit Gottes zu sehen." Da zeigte Ihm Nasargiel die Strafen der Sünder und den Ort, der da heißt Alukah, und den Ort. der da heißt TU ha-Yawen, und den ort. der da heißt Abaddon. WO die gemarterten Sünder nach Tod schreien: ..Tod. Tod. gib uns den Tod!" Und Moses sprach zu Gott: „König Jer Welt, bewahre mich, bewahre Nrael vor der Geheima!" Aber Gott erwiderte ihm: „Gott bevorzugt niemanden, nicht dich, nicht Israel. Wer Milses tut. stürzt in die Qehenna, wer Gutes tut, steigt auf /um Gan Eden." Als Moses in den Gan Eden kam. kam das Lieht des Gan Eden ihm fünftausend Parasangen entgegen, und Schamschiel der Engel dcv Gan Eden, fragte ihn: „Wer bist du?" „Ich bin der Sohn Amrams." „Dein Ort ist nicht hier, dein Ort ist auf Erden." „Ich komme, um im Gan Eden die Gerechtigkeit Gottes zu sehen." Da zeigte Ihm Schamschiel. die siebzigtatisend Gcwürzbäutne des Gau Eden, von denen der kleinste köstlicher ist als alle Mäinne der F.rde und fünfhunderttattsend verschiedene Früchte trägt: und kein Duft der Erde kommt dem Dutt dieser Früchte gleich, Und er zeigte ihm die Qerechten, in Ruhm gekleidet, in ihren Händen halten sie Myrthenzweige, und unter Baldachinen, geschmückt mit goldenen Reben, ruhen sie vor Perlentischen auf Sitzen aus Saphir: es entspringen dorf vier Ströme, in einem HieBl Milch, in einem Honig, in einem Wein und in einem Nardenöl. L'nd er zeigte ihm die höchsten dieser Sitze, die da sind Abrahams. Isaaks und Jakobs, l'nd als die Erzväter des Propheten gewahr wurden, segneten sie ihn mit den Worten: „Gesegnet sei, der unsere Verheißungen erfüllt!" Und der Pro. phet antwortete: „Gesegnet sei, der da segnet im Namen des Herrn!" Als Moses ins Heiligtum der Höhe kam, da sprach Metatron, der Kugel des Heiligtums, zu ihm: „Sieh her, denn du sollst auf Erden solch ein Heiligtum errichten," Nun bildeten die Flügel der Engel - weiß, violett, purpurn und karmoisinfarben — die Vorhänge des Heiligtums, Sterne seine Fackel, unendliche Gefilde seinen Tisch: das Waschbecken aber enthielt Meere: auf dem Opferaltar brannten Gebete, und auf dem Räucheraltar verströmte der Duft von Seelen. Als Moses vor den Thron des Glanzes kam. da erblickte er rings um den Thron Engel, von denen ein jeder sechs Flügel hat, so breit und so lang wie der Raum, der von der Erde bis zum Himmel reicht. Zwei von diesen Flügeln schwingen, lobpreisend den Herrn, zwei sind gesenkt, die Sünde der Menschen seinem Mlick zu verbergen, die zwei obersten emporgerichtet, um den Strahl seines Glanzes den Seraphim zu verhüllen. Als nun Moses erschien, hörten sie auf, ihre Flügel zu schwingen, denn seine Gegenwart war Lobpreisung; sie hörten auf, ihre Flügel zu senken, denn seine Gegenwart verdeckte die Sünde: aber sie hörten nicht auf, ihr Antlitz vor dem Strahle des Glanzes ZU verhüllen, den der Prophet schaute von Angesicht zu Angesicht. Als Moses vor den Messias trat, da war das Haupt des Messias mit sieben Diademen aus Gold geschmückt. Und der Heilige (er sei gelobt) zeigte ihm Moses und sprach: „Dieser ist es, der dein Werk beginnt: willst du es vollenden? Er hat Israel aus der Sklaverei Aegyptens befreit, du wirst den Menschen ans der Sklaverei des Müsen befreien; er hat Israel Wasser und Manna gegeben, du wirst den Menschen Frieden und Gerechtigkeit geben: er lehrt Israel, was die Thora verlangt, und wird es ins Land der Verheißung führen du vollbringst, was die l'hora verheißt, und wirst aus der ganzen Erde ein Land der Verheißung machen. Aber die Sünder werden dich durch ihre Sünden unter ein eisernes Joch zwingen, sie werden deinen Atem ersticken, deine Zunge wird dir am Gaumen kleben, alles Leid aller Orte und aller Zeiten wird dein Leid sein. Geht dein Wille mit diesen Dingen übereilt?" Und der Messias erwiderte: „In der Freude meines Herzens will ich all diese Schmerzen auf mich nehmen, wenn nur keiner aus Israel verloren geht, wenn nur keiner außerhalb Israel verloren geht, wcuii nur alle Hilfe erlangen durch meine Hilfe: nicht bloß, die da leben werden in meinen Tagen, sondern auch die gestorben sind vom ersten Tage bis zu meinen Tagen: nicht bloß die gestorben sind, nachdem sie gelebt haben, sondern auch die gestorben sind bei ihrer Geburt, und auch die du. o Herr, zu schaffen wohl dachtest, aber nicht schufst. Auf daß die Sohne Adams mit Adam selbst durch meine Leiden gerettet werden, nehme ich alle Leiden auf mich. Darum lerne die Thora. o Moses: du wirst sie lehren, ich sie vollbringen." Gutschein 50% des Kassenpreises gegen Abgabe dieses Bons Darberina Das Kabarett der Attraktionen ■ Tanz-Pavillon Vollständig renoviert WindmühlenstraBe 14 16 - Tel. 23544 raascozfi« November Täglich 20 Uhr Harry Gordon ^tT^Bi^ifd^96' Der Europäische AI Jolson in dem Weitsch lagei I» Sonny Boy' Daiu die w«l«.»ttraktlonen Dio Rranfnarhf" ▲ u. a. der große Lachschlager n^'" DlaUlllaUlll Täglich der beliebte 5-Uhr-Tee bei vollem Programm Kein Weinzwang Einheitspreise - Der Erfolg der Saison Die elegante Bar American-Bar Freier Eintritt Kein Qidackzwang

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