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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-10-18 · 42 (18.10.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
42 (18.10.1929)
Date
1929-10-18
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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is. Oktober 1929 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 7 Synagoge EzChaim, Otto-Schill-Str. 4 SukkaiM I. Tag: Freitag, den in Oktober 1929, Abendgebet 17.i => Uhr: Sonnabend, den |9. Oktober 1929, Morgengebet 9,30 Uhr, Mlncha in Uhr. II. Tag: Sonnabend, den 19. Oktober \i>2,>, Abendgebet 17,-W Uhr: Sonntag, den 2". Oktober 1929, Morgengebet "..!(> Uhr, Mlncha l<> Uhr. Ausgang 17,-1» Uhr. Chaul tlamniaiied und Hauschano Rabbo. Montag, den 21. bis Freitag, den 25. Oktober \t)2i>. Morgengebel 7 Uhr. Abendgebet 17,15 Uhr. Talmud Thora Synagoge, Keilstr. 4 Freitag, 18. Oktober, abends I7.-J5 Ulir: Sonnabend morgens 8,30 Uhr, Mincha 16 Uhr, Abend 17.51 Uhr: Sonntag morgens 8,30 Uhr. Mincha 16 Uhr, Ausgang 17.5.' Uhr. Chol Hamoed: morgens 7 Uhr, abends 17,15 Uhr. Freitag, 25. okt..na"i Kljronn morgens 7 Uhr, abends (fllljl 'JWl 17 I hr: Sonnabend morgens 8,30Uhr, Mincha 16Uhr, Abend (nnaw mini 17,36 Uhr: Sonntag morgens 8 Uhr. Miticlm 16 Uhr, Ausgang 17,39 Uhr. bestimmt die Stelle, in deren Auttrag die Herausgeber wertvolle Beiträge berufener Mitarbeiter vereinigt haben, linier dem Eindruck der Erinnerung an die anläßlich dei 25. Wiederkehl von Theodor Herzls Todestag überall erneuerte Würdigung des grollen Führers, gilt der erste Teil den Manen der nun schon historisch gewordenen Persönlichkeit (mit Beitragen von Hugo Zuckermann. Marlin Buber, Nordau. Aeliad Haam, Felix W ellseh und Worten Herzls). „Eres Israel" ist der (weite Teil gewidmet; alliier einem Rückblick aui die Entwicklung des Zionismus im Jahre 5689 enthalt er unter anderem eine. gerade letzt so aktuelle und darum besonders dankbar iu begrüßende, eingehende Darstellung der Klagemauer-Frage, ihrer rechtlichen Seile im Zusammenhange mit dem sogenannten „Status quo"-Kotnplex, unterstützt durch mehrere Skizzen der örtlichen Verhältnisse. Am Abhandlungen zur Qeschichte des „Jüdischen l'rag" folgen solche über ,,Jüdische Menschen", unler denen besonders Friedrich 1 hiebergers Betrachtung über „D Ie Send u n g Moses Mendelssohns" gerade in diesem Znsammenhang Beachtung verdient; zwei Sitze seien herausgehoben: „Ks ist nicht seine Schuld, dali die Kunst der Schwebe und des Gleichgewichtes /wischen den beiden Polen sich nicht vererben lieB, und dal! die Kraftlinien des jüdischen Poles Immer mehr an Stärke und vor allein an Liebesgewatt verloren. Aber es ist /weifellos ihm /ii danken, wenn die spateren Menschen aui der Suche nach einem Weg zur Symbiose ilAubigen Judentums und europäischen Freidenkertums nicht seelisch traditioiislos wurden." In die Probleme jüdischen Seins leuchten die Beitrüge des let/ten Teiles „Jüdische Welt" hinein. Immer wieder lalltet die Forderung: Jüdischer sein! Von welcher Einstellung aus man die jüdischen Dinge sehen man: Der Almanach ist so gedankenreich, dal! niemand ihn ohne ernste Anregung aus der tl.ind legt, Ii. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4 Sukkaus. [.Tag: Freitag, den IS. Oktober 192«, Abendgebet 17.15 Uhr: Sonnabend, den 19. Oktober N2<>, Morgengebel 9,30 Uhr. Mincha 16 Uhr. II. Tilg: Sonnabend, den IV. Oktober 1929, Abendgebet 17,49 Uhr. Sonntag, den 20. Oktober 1929, Morgengebet 9,30 Uhr. Mincha 10 Uhr. Ausgang 17,49 Uhr. Chaul Hammaued und Hauschano Rabbo. Montag, den 21. bis Freitag, den 25. Oktober 1929, Morgengebel 7 Uhr, Abendgebet 17,15 Uhr. Personenstandsnachrichten a) (ich n r te n 25. September 1929 Nathan Stauber und Gisela geb. Lifschütl, Nordstrafie 64, eine Tochter ..Margit". 25. September 1929 Leibis Pessis und Fanny geb. Grimberg Frankfurter Stralie Id. einen Sohn „Georg". b) T o d esIft11 e 30. September 1929 Frelde Kliigler. Qohliser Stralie 2S. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft (nach geltendem sächs. Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum: Nathaniel Stein. Hamburger Stralie- 30. Karl Schwarte, CichoriusstrafJe 14, Elisabeth Urban. OststraBe 5.1 Neue Bücher .Indischer Almanach auf das Jahr 5690. Herausgegeben im Auftrage des Keren Kalcmeth Lelsrael in Prag. Redigiert von Dr. Friedrich Thleberger und Dr. Fell« Welt seh. Hie Aufgabe eines Alma MC hl eine kulturelle Situation, wie sie von einer bestimmten Warte aus gesehen wird, literarisch festzuhalten erfüllt der vorliegende so ernst und bedeutsam wie wenig andere. Den Standpunkt Der Morgen. Jahrgang 5. Nr. -I. Qedenkheft ihr Julius (i <> I d s t e i n. Die Oktober-Nummer des „Morgen" ist aui Anreguni von Freunden als Qedenkheft für seinen Begründer und Herausgeber Julius Qoldstein erschienen. Durch die wundervoll komponierten Btgtter tont statt der Klage nur Hank. Denn lebendig erstellt das Mild des Heimgegangenen hier vor unserem Auge. Wir sehen in vortrefflicher Wiedergabe den schonen. leistvollen Kopl eines jüdischen Denkers. Er selber spricht s.u uns in einem Entwurf über „Ehrfurcht, eine Orundtorderung des Judentums". Andere suchen seine (iestalt iu Worten nachzuzeichnen, so M. Dienemann in einem umfassenden Lebensbild des Heimgegangenen, II- Trick iu feinsinnigen QedSchtnis- Worten, W. Michel in „Zügen seines Hildes". Den Philosophen, der sich einem Euchen, James und BergSOU verbunden fühlte (liriefe dieser drei sind auszugsweise am Ende des Heftes abgedruckt), würdigt Ii. v. Aster, dem Religionsphilosophen Kill eine Betrachtuni des Mediziners R. Koch. Mein Manne, der die Synthese von Deutschtum und Judentum in sich vollzog, widmen Aufsitze Fr. Thleberger, Frans Roseniweig und JuL Mab. Der wackere Kämpe auf dem Moden der Politik tritt uns in den Artikeln von Adam Röder. 0. Meiler und I.. Holländer entgegen. Der tiefn ligiösc Jude endlich. der Qoldstein war. stellt M. Jacob, l.eo Itaeck und Margarete Susmann bei ihren Betrachtungen vor Augen. So vielseitig spiegelt sich das Mild dieses hervorragenden Menschen in den Herzen derer, die ihm im Leben nabestanden. Iis isl eine Pflicht der Pietät legen den Toten, aber mehr noch denn nach ihm bedeutet Pietal. „dafJ etwas eigentlich schon Vergangene! dennoch bewahrt und erhalten bleibe" . es ist eiae Forderung der Ehrfurcht vor seinem lebendigen QeistC, dal wir nun, da ihm „die Abende dämmern", alle unsere Kräfte vereinen, damit sein „Morgen" sein erhellendes und wärmendes Lieht weiter über das kalte Dunkel unserer läge breite. Vereinsnachrichten Jung Jüdischer Club. Der Vortrag des Herrn Max Klein über „Ideologie des deutschen Judentums", muffte leider wegen plötzlicher Erkrankung verschoben werden. er findet am Sonnabend, dem I''. X.. IMO Uhr Statt. Montag, den 21. X.: Engl. Konversation Dienstag, den 22. X.: Referat Katz über „luden und Araber in Palästina". D onue rst ag, den 24. X.: Literar. Arb.-Qem. (Wydra) „Herkunft und Zukunft" von Zweig. (Ka.) Ceialrol-Vereln deulsdier SrfuurtsbtirifteeBr fjii«l Glauben«. Ortsgruppe Leipzig Geschäftsstelle: Leipzig C i, Taubchenweg 77b. Telephon 60805 öffentliche Gemeindeversammlung Montag, 28. Okiober 20 Ulmr im Klubsaal des H«»at«-I »€■«*»»«■»!»»■. Leipzig, Johannisplatz 1, I. Etage Der Vorstand, i k Herr Rabbiner Dr. Felix Goldmann, Leipzig, spricht zu dem Thema' 1 „Der Jude und die» Politik" ■ ein Auftakt zu den Kommunal wählen. H Zu diesem aktuellen Vortrag, der eine brennende 1-ragc des jüdischen B Lebens und die Wichtigkeit der bevorstehenden Wahlen behandelt, ™ laden wir alle Mitglieder der jüdischen Gemeinde hiermit ein. A.: Julius Krause

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