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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-10-11 · 41 (11.10.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
41 (11.10.1929)
Date
1929-10-11
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer A Gutschein 50° o des Kassenpreises (jegen Abgabe dieses Bons BARBERINA A CDA MASCOTTE AFRA unter der neuen Direktion Kurt Kaiser, früher Drei Linden und CT-Betriebe Windmühlenstr.14 16• Tel.23543 23544 eeheimKunst in höchster Vollendung Dazu: Das Programm der Attraktionen! hätten, mit aller Kraft an der Errichtung der jüdisch-nationalen Heimstätte In Palästina mitzuarbeiten". Hierzu erklärt der Arbeitsausschuß des ('. V. zur Vermeiduni von Mißdeutungen folgendes: 1 Am 24. März 1929 hat der Hauptvorstand des C. V. ausdrüeklicli beschlossen, von der Entsendung von Vertretern in die Jewish Igency abzusehen, nie obige Behauptung trifft also nicht zu. .'. In den zahlreichen Entschließungen unserer Hauptversammlung und des Hauptvorstandes, die unverändert in Kraft sind hat der < V. unbeschadet seiner Stellung zu Kolonisationsfragen, gegen alle . -nationalen Bestrebungen Stellung genommen." Line spanische Zeitung zu den Vorgängen in Palästina l>ie spanische Zeitung „La Nou", die bedeutendste Zeitung In Barcelona, nahm am 2". August in einem Artikel Stellung zu den traurigen Geschehnissen In Palästina. Her Artikel, der uns freundlicherweise in Uebersetzung von unserem Qemeindemitgllede Fräülein Margot Härtel zur Verfügung gestellt wird, ist nicht nur wegen der Aeußerungen zu den Vorgängen, sondern vielleicht mehr noch deshalb interessant, weil es eben eine spanische Zeitung ist. die in solcher Form über das, was sieh leider in Palästina zugetragen hat. urteilt. W ir geben aus dem Artikel einige Stellen wieder. Die Berichte über die vor kurzem In Palästina geschehenen Ereignlsse, welche über die mehr oder welliger blutigen Unruhen zwischen den Arabern und Juden sprechen, sagen nicht die Wahrheit. Iis handelt sieli um Angriffe der Araber gegen die .luden. Angriffe, die auf (irtind eines fingierten Planes erfolgen, lud es ist traurig zu •-eben, dait es Christen und vor allem, daß es Katholiken gibt, welche -ich damit beschäftigen, über die Ereignisse in Palästina mit einem schlecht verborgenen Wohlgefallen zu sprechen, und welche versuchen, die .luden als die Schuldigen hinzustellen. Welche Christen, die Mahoma über Moses stellen! Iis ist unleugbar, daß das zionistische Problem auch anfechtbare Seiten hat: aber die Stellung der Araber in Palästina ist nicht die von Menschen, die sich auseinandersetzen wollen, sondern von Menschen, welche töten und plündern, indem sie die l'ebcrmaeht ihrer Anzahl durch heimtückische Augriffe ausnützen. Der Prozeß der Klagemaiier in religiösem und juristischem Sinne kann der (iriind von Verhandlungen und Diskussionen sein, aber der arabische Fanatismus, der so verurteilungswürdig ist w ie iederandererellgl 0 s e 1" a n a t i s m u s. hat nicht den Zweck. icr diesen oder jenen heiligen Ort zu streiten, sondern ei will durch (iewalt das Volksleben der jüdischen Gemeinde verhindern, welches sich neuerdings in Palästina konzentriert hat. geführt durch ein Ideal, welches heute mehr national als religiös ist. Es ist tranig zu sehen, daß Zeitungen und speziell -Ii sc he Zeitungen, von den Ereignissen in Palästina rt, ohne ein Wort des Protestes gegen die E r - mord ingvon M ä n n ern, Frauen und Kindern.g e g en I' i b s t äh I e und Brandstiftungen zu finden, und ohne den 11 Ii ein Wort der Teilnahme zu widmen. Jene Anklagen beweisen noch einmal ihre Hartherzigkeit und den übermenschlichen Haß, den sie inr die hochstehende Passe empfinden, welche der Welt die grolie Qestalt von Christus gab. Der gegenwärtige Protest der luden der ganzen Welt ist vollständig gerechtfertigt..... Es im nunmehr eine Sache der Gerechtigkeit und Menschlichkeit, die indische Arbeit von Palästina zu unterstützen. Die Araber von Palästina haben durch ihre feigen und heimtückischen Angriffe dt Anteil von Recht, den sie au dem komplizierten Problem des hellige Landes haben konnten, verloren, und ist es kaum anzunehmen, dal einige Scharen fanatischer Muselmänner genügend Macht haben, el Werk von Zivilisation und Wiederaufbau zu verhindern, dem jüdi scheu Volk den neuen heimatlichen Herd zu geben, den man ihm vei sprochen hat. Amtl. Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde, Leipzig Geflügelschächten Unsere Qeflügelschlachtstellen Naundörfchen 20 und Qerberstraße -ts/sn sind am Sonnabend, dein 12. ds. Mts., nach Sabbatausgang. und am Sonntag, dem 13. ds. Mts., von 8—10 Uhr geöffnet. Leipzig, den .X Oktober 1929. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Einlaß von Kindern zum Gottesdienst Für Kinder unter N .lahrcn ist der Kindergottesdienst im Feurichsaal eingerichtet. Die Aufseher der Octncindesynagoge und des Zweiggottesdienstes im Kaufhaus sind angewiesen. Kinder, die den Eintritt begehren, dorthin zu verweisen. Leipzig, den 9. Oktober l«)2u. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Kleiderablage in der Gemeindesynagoge an den hohen Feiertagen Die in der Kleiderablage der Qemeindesynagoge abgegebenen Kleidungsstücke werden sorgfältig bewahrt und an den Berechtigten gegen Rückgabe der ihm ausgehändigten Marke ausgefolgt. Es wird daher strengstens untersagt, Kleidungsstücke eigenmächtig selbst zu entnehmen. Die den Dienst versehenden Personen sind streng angewiesen, gemäß dieser Bestimmung zu verfahren. Indessen müssen wir ablehnen, für das Abhandenkommen von Kleidungsstücken irgendwelche Haftung zu übernehmen. Wir machen darauf aufmerksam, duß es dem Bedienungspersonal der Garderoben in der Qemeindesynagoge strengstens verboten ist, Zylinderhüte zur Aufbewahrung anzunehmen. Leipzig, den 2X September 1929. Der Vorstand der israelitischen Peligiotisgemeinde zu Leipzig. Mädchenkonfirmation Die Vorbereitungskurse für die Mädchenkonf ir m atio n beginnen im < »ktober. Vorbereitung und Konfirmation sind unentgeltlich. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Mädchen, die am I. April 193(1 das 15. Lebensjahr vollendet haben werden jüngere nur. wenn sie die Schule verlassen, um ins Leben zu treten. Anmeldung bei C.emeinderabbiner Dr. Ooldmanii. König JohannstraUe 17. (Sprechstunde: Sonntags. Mittwochs und Freitags von 9'/i II Uhr, Fernsprecher 21667.) Leipzig, den 30. September 1929. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. KTOliWERO^sÄIJde | _1 Pralinen

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