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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-09-13 · 37 (13.9.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
37 (13.9.1929)
Date
1929-09-13
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 'M tüchtlBe Vertreter der Wissenschaft zu «erden versprechen, Beihilfen erhalten. Neben einer Anzahl hervorragender anderer Wissenschaftler sind an Jüdischen Mitgliedern ins Kuratorium berufen worden: Albcrl Einstein, Max Liebermann und Arnold Zweit;. Der gelehrte Staatsminister Dr. Müller-Dessau zeichnet ein Bild vom Leben Mendelssohns Prof, Dr. J. E1 b o g e n - Berlin würdigt den Menschen und den Denker in seiner deutschen, europäischen und seiner Weltbedeutung. Bei einem von der Stadt Dessau gegebenen Festessen dankt Franz v. Mendelssohn im Namen der gesamten Familien Mendelssohn-Bar tholdy. Einen Ausklang der Taue bildet ein Ausflug nach dem Wörlitzer Park, wo der anhaltische Staat nochmals die Teilnehmer bei einem Tee vereinigt Eine Sinnige Stunde in dieser Toleranz atmenden Umgebung: der Wörlitzer Park sehliel.lt eine Synagoge ein, die im Jahre I7,s9 Fürst Leopold Friedrich Franz von Anhalt seinen Wörlitzer Juden erliauen Hell In unmittelbarer Nachbarschafl des Schlosses, an hervorragender stelle in den Landschaftsbildern des Parkes. Allen Teilnehmern werden die Mendelssohn-Tage in Dessau unvergeBIlch bleiben. Unmöglich auch, daß nicht allüberall die Gedankenwelt Mendelssohns, das Streben nach dem Hohen neue starke Impulse erfährt. (i. C. Jüdische Verbände und Gemeinden Mendelssohn-Feier im Centrai-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Mit einem warmherzigen Nachruf für die Pa I ä s 11 n a-Opfer eröffnete Dr. Bruno Qlaserfeld, der Vorsitzende des Landesverbandes Qroß-Berlln des C.-V., Sonntag vormittag, eine kiu besuchte Mendelssohn-Feier Im Logenhaus, Kleiststr. Der Direktor des C.-V., Dr. Ludwig Holländer sprach über: ..Was lebt von M uses M e ndel sso h n I n u ns u nd f ür u n s?" Die Bedeutung des großen Mannes bestehe darin, daß er den Typ des deutschen luden geschaffen habe: durch das Bestreben nach Klarheit und Wahrheit: durch die Anerkennung der Werte der deutschen Sprache und Kultur: durch Umwandlung von Nation zum Volksbestandteil: durch Liebe zur jüdischen Gemeinschaft Moses Mendelssohn lebte i.ir uns. weil er auf die Notwendigkeit mit Niclitiudcn unsere politische I age ZU erörtern und durch den Fortschritt der Menschheit unsere Rechte zu erlangen, ferner Gefahrenquellen zu erkennen und Ihnen entgegenzutreten, in meisterhafter Voraussicht hingewiesen habe. An Jen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich ein Referat des Herrn Rechtsanwalt Dr. Marcuse (Stettin). Vorsitzender des Landesverbandes Pommern des C.-V.. über .Interessantes aus der sc h w e r Ii m k ä m p f I e u P r o v i n z P o in in e r n" an. Unsere Gemeinde Auslegung der Wählerliste 1 nter den amtlichen Bekanntmachungen der vorliegenden Nummer wird die Auslegung der Wählerliste angezeigt Ks wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß Einsprüche nur Innerhalb der Kegebenen Frist erhoben werden können, und daß bei Versäumnis derselben niemand Anspruch auf nachträgliche Berichtigung hat Von der richtigen Eintragung isi die Ausübung des Wahlrechtes am Wahllage abhängig; (iedenkfeier für Frau Regina Pfefferblüth s. A. Der Frauenverein „Ruth" und der Jüdische Frauenbund, Orts- Ipzig, veranstalten am S 0 n n l a g, dem 22. September d. .Is. vormittags n Uhr im Saale des Kaufmännischen Vereinshauses, Schulv'r- I, eine rtauerfeier, die dein Andenken der leider ihrem segensreichen W irken allzu früh entrissenen Frau Regina Pfefferblüth gewidmet sein soll. Alk- Männer und Frauen, die das Andenken der um das Qemcindeleben so verdienten Frau ehren wollen, sind herzlichst celaden. Mit Rücksicht auf die Würde der Veranstaltung werden nur Erwachsene zugelassen. Kund^ebim«; für Palästina Aul Einladung der Zionistischen Vereinigung (Ortsgruppe Leipzig) fand am Donnerstag, dem 5. September im Großen Saale des C.-T. eine Kundgebung statt, in der zu den blutigen Kämpfen in Palästina Et Stellung genommen wurde. Nachdem der Vorsitzende, Herr Louis Tumpowsky der tiefen Trauer über die In Palästina gefallenen Brüder und Schwestern Ausdruck gegeben hatte, sprach Herr Dr. Fritz Löwenstein (Jerusalem) über die Ereignisse in Palästina, ihre Ursachen und Auswirkungen. Herr Fritz N a p Ii t a I i (Berlin! schilderte den Anteil der jüdischen Arbeiterschaft am Palästina-Aufbau. Die Versammlung nahm nachstellende Entschließung an: Die am 5. September in Leipzig stattgefundene, von etwa 1800Personen besuchte Jüdische Volkskundgebung, spricht den heldenmütigen Pionieren, die in Erez Israel für die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes gekämpft haben, ihre Bewunderung und ihre Solidarität aus. — Sie stellt entrüstet fest, daß die Palästinaverwaltung in Frez Israel ohne Voraussicht und geradezu fahrlässig eine Situation entstellen lieft, die zur Tötung von mehr als 100 .luden und zur Zerstörung von wertvollen Siedlungen führte. Die Palästinaverwaltung trägt die Hauptschuld an den blutigen Kämpfen der letzten W ochen. Die Versammlung betont erneut die historischen Rechte des jüdischen Volkes auf seine nationale Heimstätte und den unerschütterlichen Willen des jüdischen Volkes, sein nationales Ideal in Erez Israel zu verwirklichen. Die Versammlung fordert, daß die Mandatsregierung ihren ehrlichen Willen zur Ausführung der Im Mandat übernommenen Verpflichtungen durch Annahme der folgenden Forderungen beweise: 1. Volle Entschädigung für alle entstandenen Verluste. 2. Absetzung aller schuldigen Beamten und aller Funktionäre, die Gegner der Errichtung der nationalen Heimstätte sind. X Sicherung des durch uralte Tradition geheiligten Rechtes des lüdischen Volkes auf freie Ausübung des Gottesdienstes an der Kotel na&rabl, 4. Durchgreifende Reorganisation der palästinensischen Polizei und Gendarmerie In die luden in so großer Anzahl eingestellt werden müssen daß. die Sicherheit aller Siedlungspunkte des Jischuw verbürgt ist. 5. Klare Durchführung der im Mandat festgelegten Politik des Aufbaus des lüdischen Nationalheims, Insbesondere Ermöglichung einer starken Einwanderung und einer großen Kolonisation. Delegation der Agudas Jisroel Leipzig zur 2. Kenessio- Gedauloh in Wien Von der Agudas Jisroel, Orts- und Jugendgruppe Leipzig, wurden folgende Herren zu der am Dienstag, dem 10, September beginnenden .'. Kenessio-Gedauloh, als Delegierte entsendet: I, Sr. Flirw. Herr Rabbiner Rogosnitzky K'D'^lp. 2, Hirsch Merkin. Daniel Krauß. Als Ersatfdelegierte die Herren: 1. Rafael Oppenheimer, 2. David Colemann. Die Abfahrt erfolgte am Montag, dem y. September, um 21,2-1 Uhr. Erholungsvormittage im Lunapark Die Ferien sind vorüber, und wir dürfen Rückschau halten auf das, was sie uns gebracht haben. Da finden wir, daß es nicht nötig war, in die Ferne zu schweifen, um die ersehnte HrhiiliinK zu finden. Wir brauchten mir einmal hlnaUSZUpilgern in den Lunapark. um unsere daheimgebliebene Kinderschar zu besuchen, und zu erkennen, daß Mich zu Hause durch die Güte vieler Spender Freude und Erholung fSroitWERci^ Kakao Schokolade i Pralinen

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