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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-08-16 · 33 (16.8.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
33 (16.8.1929)
Date
1929-08-16
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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ii. AugUSt l'.'29 GEMEINDEDLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5;i) daß eine solche Vereinbarung von der Exekutive nicht unterelchnel wird, bevor der endgültige Text durch die Mehrheit der om KongreB als Vertreter der Zionistischen Organisation in den Jouncll der erweiterten Jewlsh Agency gewählten Personen gebilligt st, b) dal! die Exekutive ihr Pesics versucht, um die folgenden Änderungen des Verfassungsentwurfes sicherzustellen (folgen die Lschlossencn Abänderungen), Das jüdische Komitee gegen Kalenderrefom Bekanntlich sind im Jahre 1025, als die Frage der Kaiendereform zum ersten Male offiziell vom Völkerbund diskutiert wurde, ils Vertreter der Judenheil die Herren Oberrabbiner Herz-London, evy-Paris. Fürst-Wien, Leewcnstein-Zürich und Luden Wolffondon, gehört worden. Seither haben wiederholt Verhandlungen tili kirchlichen und politischen Pehörden Stattgefunden, an denen die lidischen Vertreter zur Darlegung ihres Standpunktes aktiven Aneil genommen haben. Nach der vor kurzem in Paris stattgehabten Konferenz der Liga iiir Kalenderreform, die ihre endgültigen Vorschlage für die Vereinheitlichung des Kalenders formulieren sollte, haben die jüdischen Vertreter von einem Kreis von Interessenten ausführlichen Pericht über die Läse der Dinge erstattet, .letzt ist nun die definitive Konstituierung des jüdischen Komitees gegen die Kalenderreform durchgeführt worden. Dem Ausschult gehören die genannten fünf Herren an. Verhandlungen über die Vereinigung der allgemeinen Bestrebungen für den Schabbos repräsentiert durch den Weltverband der Schomre Schabbos mit der Bewegung gegen die Kalenderreform. sind Im Ganse. Von der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa", Frankfurt a. M. Leiter: Genieinderabbiner Dr. Jakob Hoffmann. Das Wintersemester an der Rabblnlschen Lehrausalt „Jeschiwa" besinnt am 4. November. Anmeldungen für alle drei Abteilungen (1'nter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen. Die Lehranstalt verfolgt folgenden Zweck: 1. schulentlassenen Jünglingen auf traditionell gesetzestreuer Grundlage Portbildungsunterricht In den jüdischen Religionswissenschaften zu erteilen. 2. junge Leute, die sich dein Pcrute eines Rabbiners. ReHglonslehrers oder Kultusbeamten widmen wollen, durch Studium des bibllsch-talmudlschen Schrifttums für ihren Lebensberuf vorzubereiten. Der Unterricht erstreckt sich auf Bibel, hebr. Grammatik, Talmud mit Kommentaren und Schulchan Articli Den Schülern wird eventuell Gelegenheit geboten, sich in profanen Pichern unter fachgemäßer Leitung fortzubilden. Anmeldungen sind zu richten an den Leiter. Herrn Rabbiner Dr. Jakob Holtmann, Frankfurt a. M., Pörnerpiatz 16, welcher zu jeder näheren Auskunft bereit ist. Das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt. Internationales jüdisches Sportfest in Berlin Das aus Aulaft der Verfassungsfeier am Sonntag nachmittag im PostStadion unter dem Protektorat der Berliner jüdischen Gemeinde stattgefundeue internationale lüdlschc Sportfest nahm einen sehr interessanten Verlauf. Etwa 6000 Zuschauer, unter ihnen zahlreiche führende Persönlichkeiten des indischen Lebens, hatten sich eingefunden, die mit gespanntem Interesse den leichtathletisehen Kluhkämofen Hakoah-Wien und tfaglbor-Prag gegen Par Kochba-Berlin um den Preis des Makkabi-Weltverbandcs und dem PuBbaltkampf M.'kkibi-Paris gegen Hakoah-Perlin folgten. Sehr interessant verliefen die Rahmenklmpfe, unter denen Staffeln des R.i.F.-Perlin und Par Koc h b a» Lei P SI s sich hervorragend beteiligten. Nach dem Aufmarsch sämtlicher Teilnehmer würdigte namens der Reichs- und Staatsbehörden, sowie der Stadt Perlin Ministerialrat Dr. Mallwilz die Pcdeutiing der Reichsverfassnng. erklärte, er fühle sich unter den ausgezeichneten iiidischen Sportlern wohl, und schloß mit einem Hoch auf die deutsche Republik, in das alle Anwesenden einstimmten, woraufhin das Deutschlandlied, von der mehrtausendköpfigen Menge stehend gesungen wurde. Per Vorsitzende des Vorstandes der .iiidischen Qemelnde, Direktor Georg Kareski, würdigte den freiheitlichen Geist von Weimar und die Verfassung, die allen Deutschen Gleichberechtigung gebe und auch die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft sichere, und erklärte, daß das Judentum nach wie vor zur Weltgeltung Deutschlands und zur internationalen Völkerverständigung beitragen werde. Er begrüßte die indischen Sportler aus Deutschland und dein Auslände und versicherte, daß sich die jüdische Qemelnde stets für die körperliche Ertüchtigung der .luden einsetzen werde. Weltkongreß orthodoxer jüdischer Frauen in Wien Der geschäftsführende Ausschuß der Weltorganisation Agtidas Jlsroel in Wien hat das Zentralkomitee der orthodoxen Frauenorganisation „Bnoth Agudas Jlsroel" In Polen beauftragt, die Vorbereitungen zur Einberufung eines Weltkongresses der orthodoxen Prauenorganisatlonen, die in Wien gleichzeitig mit der Tagung der „Knessio Qedaulo" (Weltkongreß der Agudas .lisroel) abgehalten werden soll, zu treffen. Hauptziel des Frauen-Weltkongresses wird die Schaffung eines Weltverbandes der orthodoxen iiidischen Frauenorganisatlon aller Länder sein. Von Jüdischen Forschern Dr. Gerson erhält ein Sanatorium Dr. Max Gerson, der so lange verkannte und auch antisemitisch verfolgte Bielefelder Arzt, der die wunderwirkende Diät für Tuberkulosekranke erfunden und erprobt hat, erhält, wie aus Kassel gemeldet wird, in Wilhelmshöhe ein eigenes Sanatorium zur Wetterführung seiner Porschungsarbeiten. Die Vorverhandlungen über die Einrichtung des ..Dr. Gerson Diät-Sanatoriums" sind zu einem vorläufigen Abschluß gekommen. Ein amerikanischer Philantrop und einige Philantropen In Deutschland, sowie die Stadt Kassel haben es übernommen, das Institut finanziell sicherzustellen. Dr. Gerson hat die Übernahme der geschäftlichen Leitung ausgeschlagen: er wünscht, ganz der Behandlung seiner Patienten und ambulanten Gäste dienen zu dürfen. Nach dem Vertrag wird In Kassel zur Erhaltung des Gerson-Sanatoriuins eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von M. V00 00O gegründet. Professor Carl Neuberg an das Kaiser-Wilhelnvlnstitut berufen Anläßlich des Jubiläums der Technischen Hochschule In Danzig wurde Professor Dr. Carl Neuberg zum Dr. Ing. h. c. ernannt und ist nun zum Direktor des Kaiser-Willk Itn-Instituts für Biochemie In Berlin-Dahlem berufen worden. Professor Neuberg stammt aus Hannover. Fr habilitierte sich für Chemie In Perlin. Im Jahre l'»o<) wurde er Abteilungsvorsteher am Tierphysiologischen Institut der I andwlrtschaftlichen Hochschule. Er begründete die ..Zeilschrift für Biochemie". In der er mit einem großen Mitarbeiterkreis die Fragen der physiologischen und pathologischen Chemie behandelt. Fr befaßt sich auch besonders mit der experimentellen Therapie und der Krebsforschung. Professor Neuberg gehört dem Verein der Freunde der Hebräischen Universität in Jerusalem an. Professor Berson, der berühmte Meteorologe, 70 Jahre alt Am Dienstag, dem 6. August, vollendete Professor Armr Josef Stanislaus Person, der hervorragende Meteorologe und Acrologe. sein 70. Lebensjahr. Prof. Person, der 1S5Q in Neu-Sandez (Qalizlen) geboren wurde, kam. nachdem er sich vorher schon als Meteorologe und wissenschaftlicher Luftschiffer betätigt hatte. 1890 an das Preußische Meteorologische Institut und wurde Später (1899) Hatiptobservator am Aeronautischen Observatorium In Lindenberg (Markt. Hier organisierte er die Ballonaufstiege zur Erforschung der höheren Luftschichten, 1"0I stieg er mit einem Freiballon bis zu 10800 Meter auf: das ist die höchste Holte, die bis dahin ein Mensch Im Luftballon erreicht hatte. Fr erforschte das Luftmeer nicht nur über Europa, sondern auch über Spitzbergen und dem Polarmeer. Ost- Afrika, dem Indischen Ozean und Brasilien. Als er nach Erreichung ■■■kft^awm *m m avanansvflgak fla flgav M M KM Üflaut flatflagfJB '•" BiOX-ULTQA-ZAHNPASTA i€?

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