Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 30 (26.7.1929)
- Date
- 1929-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer i lirlitfspielham amZoo (PI« nctnrlum. PfoffcnJorfcr Strafle) Ab;4.;S. Juli: Brigitte Helm in „Die wunderoare Lüge der itina Petrouina" Ein Filmwerk von unerhörter Schönheit Von Hndc Juli bis Bndfl Auguil bleibt das Theater (icschlosscn Man beachte hierzu die Notiz in der gleichen Nummer. d um eine Mgelcgenheil sei. die der Judenheil in der tanzen Well nicht gleichgültig sein sollte. Würde die Weltjudenheit über die wirklichen Tatsachen aufgeklärt Nein, sie würde nicht beiseite stehen und nicht zulassen wollen, daß d.is italienische Judentum verschwindet Vorn jüdisch-wissenschaftlichen Institut in Wilna Dieses Institut existiert erst seil drei Jahren und besann seine l'ütigkeit buchstäblich ohne Qeld. Beim Institut arbeitel eine ethnographische Kommission, die ethnographisches Material sammelt. Die Kommission hat bereits über 45(MHI jüdische Sprichwörter. Lieder. Anekdoten, Legenden usw. registriert. Man kann ohne Uebertrcibung sagen, daß das ethnographische Material des Instituts eine der reichsten und interessantesten Sammlungen dieser Art darstellt. I>ic et!.....graphische Kommission hat Mitarbeiter und Korrespondenten in allen Landern, wo .luden leben. Ferner existiert beim Institut eine philologische Abteilung. Diese Abteilung gab bereits drei Hände Schriften unter der Redaktion Dr. W< nreichs und S. Reisens und der Mitarbeit von Dr. Landau (M et . Niger (New York), Dr. Schatzkl (New York). Prof. Stärk (Jena) u. a. heraus. I He ökonomisch statistische Sektion befaßt sich mit der Erforschung der ökonomischen Lage der .luden in den baltischen Ländern "".I in Polen. Diese Sektion veröffentlichte eine Reihe sehr inter- Schriften. Von den bedeutendsten sind zu nennen: ..Die Entwicklung des jüdischen Volkes in den letzten 100 Jahren'- von Lcstschinski und ..Was fehlt in unserer ökonomischen Geschichte" von ir Dubnow. Diese Sektion sammelt auch statistische Angaben Über die materielle Lage der jüdischen akademischen Jugend. Dilhistorische Sektion veröffentlichte eine Anzahl bis heute unbekannter Dokumente aus dem Qeblet der jüdischen Geschichte. Die psychologisch-pädagogische Abteilung entwickelt eine rege Tätigkeit. Sie suchl die Lage des jüdischen Kindes laut den neuesten wissenchen Methoden zu erforschen. Die bibliographische Komniiscgistrierl jedes gedruckte jüdische Wort aus der ganzen Welt, bestehen beim „Jüdischen Wissenschaftlichen Institut" ein eum, Archive und eine Bibliothek, die sehr interessante Dokumente. Bücher und Kollektionen besitzen. Man muß dabei berücksichtigen, unter welch ungünstigen Hedin- Tätigkeit des Instituts sich entwickelt, vor allen Dingen in materieller Hinsicht. In den letzten drei Jahren hatte das Institut nur ca. 50000 Zloty gekostet. Die Mitarbeiter des Instituts leisten ire Arbeit umsonst, und auch die technischen Mitarbeiter begnügten sich mit einem minimalen (ichalt. Die Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime e. V. hai sich bereit erklärt, den jüdischen (iästen der „Ferienheim für Handel und Industrie" (F.H.J.), die das Mittag- und Abendessen in rituell geführten Speisehauscrn einnehmen wollen, eine Rückvergütung von M. 1.5m pro Tag zu gewähren. Iis kommen in diesem Jahre - zwar in der Nachsaison die folgenden Orte in Präge: Landeck in Schlesien, Neuenahr, Norderney. Reichenhall. Wiesbaden. Der Verein zur Forderung ritueller Speisehäuser e. V.. llam- I. hat mit den an den erwähnten Orten befindlichen Ihm angeschlossenen Restaurationen vereinbart, daß den Gästen der FJU. Mittag- und Abendessen zu ermäßigtem Preise verabreicht wird Interessenten wollen sich unter Beifügung von Rückporto an den Verein tnr Forderung ritueller Speise- Ii a n s e r e. V., Hamburg I. wenden. SOPHIE sc III KHK lt AltON WKNNICK V B B LOBTE Im Juli i 9 2 s» Vom Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser Der rührige Verband in Hamburg, dem die Organisierung, die / verlässige rituelle Ueberwachung fast sämtlicher Restaurants Deutschland und in den Nachbarländern zu danken ist, verOffentllc in seiner letzten Publikation die Namen und genauen Adressen vi ca. .'oii rituellen Speisehäusern. Das sehr gut ausgestattete Heft gehl den Mitgliedern des Ve eins zu Beginn jedes dritten Monats zu und gewinnt von Mal zu M an Umfang und Uebersichtllchkeit. Es ist nach wie vor ein für jedt Reisenden, der auf koschere Verpflegung unterwegs reflektiert, uneii behrllcher Wegweiser und sollte im Koffer keines gesetzestreue Juden fehlen. Line neue Zeischrift „Das Jüdische Magazin" In diesen Tagen erschien das erste Heft einer neuen Monats schrift „Das Jüdische Magazin". Als Herausgeber zeichnet B. Pollak als Schriftleiter Oscar Qrüll (Verlag: Herlin SO 16, Mclchiorstr. 23 Die Zeitschrift will ein Organ sein, das sich in seriöser, aber mehi unterhaltender Form jüdischen Themen und Problemen widmet. Da Heft enthält einen Aufsatz von Dr. Ludwig Haas. Mitglied des Reichs tags, über „Rathenau und das Rasseproblem": Auszüge aus Rathe naus Schriften und unveröffentlichte Aphorismen Rathenaus, lernet Aufsätze und Skizzen von Julius Babi, Maurus Jokai, Willy Maus bach, Oscar Orün, M. Joffe, Paul Morgan. Erich iL Allendorf: ein« Abteilung Sport, in der Ismar f-'rcund über „Fünf Jahre Hakoah' referiert, sowie eine Reihe schöner Bilder und Zeichnungen. V LEIPZIG Ivscnbahnstr. 22 MAI. MO Unsere Gemeinde Zuschriften an die Schriftleitung Alle zur Veröffentlichung im Gemeindeblatt bestimmten Anschriften bitten wir in der Zeit vom 12. Juli bis 8. August an die Buchdruckern August Pries. C I. Brüdcrstr. 59. zu richten. Aul Veröffentlichung in der jeweils nächsten Nummer kann nur gerechnet werden, wenn die Manuskripte spätestens Dienstag früh 10 Uhr eingetroffen sind. Amtl. Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde, Leipzig Steuerordnung Die in der Ucmeindcsitzung vom 27. Mai 1929 beschlossene, vom Ministerium für Volksbildung genehmigte Steucrordnung für das Qemeinderechnungslahr 1929 (1. April 1929 bis 31, März 1930) liegt vom 22. Juli bis 2. August 1929 werktäglich von 9—13 Uhr im Gemeindeamt, LOhrstraße 101, zur Einsichtnähme für die Qemeindemitglieder aus. Der Wortlaut der Steuerordnung ist, abgesehen von den veränderten Jahreszahlen, der gleiche wie im Vorjahr. Leipzig, den 15. Juli 1929. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Wochen-Zeittafel 26. Juli bis 1. August 1929 LS. bis 24. Tamus 5689 1929 Juli Tamus 5689 Freitag 26. IH. Sonnabend 27. 19. S. Pinchos Sonntag 28. 20. Montag 29 21. Dienstag 30. 22. Mittwoch 31. 23. August Donnerstag 1. 24. Gemeindesynagoge Sabbatgottesdienst : Freitag, 2<>. Juli, Abendgebet 19 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. (ioldmann): Sonnabend. 27. Juli.