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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-06-07 · 23 (7.6.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
23 (7.6.1929)
Date
1929-06-07
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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7. |unl 1029 GEMEINDEBLATT DER ISRARLITISCIIHN RKLIGIONSGI'M HINDI: ZU LEIPZIG Seite 5 Eine vorzügliche Tasse Kaffee! Eine wirklich gute Musik! Einen angenehmen Aufenlhalt! »letet Ihnen das ACHILLEION die beliebte Gaststätte auf dem Ausstellungsgelände n Ildeverbandes, beschloß dieser einmütig in seiner Sitzung vom i Mörz 1929, unter Gewährung eines Jahreszuschusses bis 3600 m., II rn Bei lack (Zittau) ab I. Juli V>21) eine Pension zu gewähren, di ungefähr der Gruppe 8,le (Fortbildungsschullehrer mit Gewerbe- K rerprüfung) der Beamtenbesoldungsordnung entspricht Die Regein darf vorbildlich genannt werden. Die vornehme Art der H landlung berührte selir wohltuend. Mehrere Vertreter sahen der l berzeugung Ausdruck, daB mit dieser Tat der Qemelndeverband ei i wahrhaft seine Existenzberechtigung bewiesen habe. Die Sächsis< e Israelitische Lehrervereinigung fällte folgenden Beschluß: „Die Sächsische israelitische Lehrervereinigung hat mit hoher Befriedigung davon Kenntnis genommen, daB der Sächsische israelitische Qemelndeverband auf Vorschlag seiner Pensionskommission für Herrn Prediger Bellack (Zittau) eine ebenso befriedigende wie würdige Regelung seiner Pensionsverhältnisse getroffen hat. Die Sächsische israelitische Lehrervereinigung spricht dem Sächsischen israelitischen Qemelndeverband und insbesondere der Pensionskommission für diesen Beweis des Verständnisses für die berechtigten Ansprüche unseres Standes herzlich e n Dank aus." Der Vorsitzende reute an. daB die Sächsische israelitische Lehrer- \ reinigung systematische Vorarbeiten liefern solle für die Aufstellung i ies Landeslehrplanes für den israelitischen Rcligtonsunterr ht. Nachdem im Vorjahre Herr Dr. Hallemann (Leipzig) über ..Die F ellung des Hebräischen im Religionsunterricht" gesprochen, empfehle er als nächstes Vortragsthema „Ziel und Methode des hebräis heil Unterrichts" und als Referenten die Herren Werczberger (Leipzig) und Ansehet (Dresden). Die Versammlung stimmte zu. 1 .rncr riet der Vorsitzende, die seitens der Rabbinerseminare einrichteten Ferienkurse zu besuchen. Die Gemeinden würden .will die Teilnahme subventionieren. Auch unsererseits solle einein Mitglied eine Beihilfe gewähr! werden. Ei empfahl weiter, die in ii öffentlichen Schulen gebräuchlichen Bücher daraufhin zu rufen, ob sie antisemitische Stücke enthalten, und bat die Kol- : «en, einer Aurc-Kiiiix des Herrn Wormscr (Plauen) Folge gebend, cn örtlichen Lehrervereinen beizutreten. Auch lud der Voritzendc nr Mitgliedschaft bei der „Gesellschaft zur Forderung der Wissenchaft des Judentums" ein. Am Schlul! seines Berichts betonte er die lotwendlgkeil der akademischen Bildung des jüdischen Rellionslehrers unter Berufung auf ein Wort Baecks: „Einen Menschen zu erziehen ist das Künstlerischste, was ein Aensch vollbringen kann, religiös bilden und gestalten ist das Höchste, /as vom Erzieher verlang! wird. . . Religiosität ist die eine Vor- «dingung für die Erziehung, wissenschaftlich fundierte Kunst die ndere. Nur wer über beide verfügt, kann ein wirklicher Erzieher sein. Nachfolgender Antra« des Vorsitzenden fand einstimmige Anahme: „In Anbetracht des Umstandet, daR der Religionsunterricht iie höchsten fachlichen und didaktischen Anforderungen stellt, dall die Viifgiihe des jüdischen Rcligionslchrers von heute besonders schwierig st, protestiert die „Sächsische israelitische Lehrervereinigung" im wohlverstandenen Interesse des Judentums gegen Bestrebungen, die Qdische Religionslehrerbildung herabzudrücken." Auf Antra« des Herrn Auschet (Dresden) findet künftig die Jahresversammlung in den Weihnachtsferien statt, erstmalig Weihnachten \<>2<> 1930. Der Vorstand wurde wiedergewählt. An Stelle des als Direktor der israelitischen Waisenanstall nach Fürth berufenen Herrn Dr. Hallemann wurde Herr Isaak (Dresden) zum 2. Schriftführer bestimmt. Zum Vertreter im Ausschuß des Sächsischen Israelitischen Gemeindeverbaildes wurde Herr Heimami (Plauen) zu dessen Stellvertreter Herr Jaffd (Leipzig) wiedergewählt. Gründung eines Bundes für Jiingerenarbeit in Leipzig Im Rahmen der K a d I m a h - Organisation ist als dritter Leipziger Kadimalibund ein WülfliiiKshiind gegründet worden, der vollständig auf die Arbeit mit 9— I2]ährlgen Jungen eingestellt Ist. Am" Grundlage der Montessori-Erziehungsmethode soll in Spiel und Lied, in leichter Werkarhelt und Fahrt auch bei dieser Altersstufe das jüdische Gefühl gestärkt und jüdisches Wissen in einer der Altersstufe angepaßten Form dem Kind nähergebrächt werden. Der neue Mund wird 6 Abteilungen umfassen, von denen bereits drei arbeiten. Die jüdischen Eltern werden gebeten, ihre Kinder zu den Veranstaltungen ZU schicken. Nächste Veranstaltung: Sonnabend. 17 Ihr. Universitätsstr. 22 24 (,lüd. Jugendheim), Schriftliche Anmeldung erbeten an: Dlpl.-Kfm. Leo Qoldhaber, Qustav-Adolf-Str. 23. Ma\ Weiser, Berliner Str. 60. Meiner" werten Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich'mcin bekanntes, langjähriges Spezial-Geschäft in Orient-« Perser- ^Hl HHUHHiHill^ ^HHflHHBMUlHH^ Teppichen nach Leipzig, Gottschedstraße 18, an der Promenadenstraße, verlegt habe. Eigenes langjähriges, unter Garantie erprobtes Verfahren'/.ur Vertilgung von Motten. Eigene Reparaturwerkstatt, Reinigung und Aut'hcwahrung von Tcppichen. Beratung bei Ein- und Verkäufen von Tcppichen, An- und Verkauf von Gobelins, und Aubossums. Auswahlsendungen nach auswärts ohne jede Verbindlichkeit. orienthaus Karl Lichtenstein. >v früher London, Stuttgart Den Mitgliedern v. R. J. F. besondere Vergünstigung. ^I^P C e n t r a 1 -Th ea t er CT-BETRIEBE LEIPZIG Anton Schneider / Diu rieh ring 19 — CT-KAFFEE-RESTAURANT Tanase Codolban, rumänisch. Zigeuner-Orchester CT-CASINO-TANZCABARET Kapellmeister Amstel Täglich 5-Uhr-Tec bei freiem Eintritt Kein Gedeckzv.ang!

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