Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 9 (1.3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 9 sich an derselben entsprechend zu beteiligen. Ferner hat die Palästinaregierung dem britischen Luftverkehrsami vorgeschlagen, Im Mona) April, zur Zeit der Palästina- und Orientmesse In Tel Aviv, die Orlent-Lultverkehrsfahrzeuge in Tel Aviv landen zu lassen, damit die Messebesucher Gelegenheit erhallen. Tel Aviv auch auf dem Luftwege ZU erreichen, Dem Wirtschaftlich und polltisch Interessierten ebenso wie demjenigen, der einen lebendigen Einblick in das palästinensische Volksleben sucht, bietet diese Zeit hierzu beste Gelegenheit, Ein glücklicher Zufall hat es neftik't, daß die in diesem Jahre vom Kcreu Hajessod veranstaltete Reise mit den Veranstaltungen in Tel \viv zusammenfällt. Die Reise hat hierdurch für die Teilnehmer noch .in Anziehungskraft gewonnen. (Informationen erteilt der Palestlne Lloyd G. in. b. H., Berlln-Charlottenburg 2, Joachimsthaler Str. 38.) (ITA.) Verdn: Gemeinnützige jüdische Eheanbahnungsstelle Frankfurt am Main Am 26. Oktober fand in Frankfurt a. M. die Gründung des Vereins „EA" statt. Nach S 2 seiner Statuten bezweckt der Verein, der seinen Sit/ in Frankfurt a, M. hat. die Errichtung und Unterhaltung einer gemeinnützigen Eheanbahnungsstelle, ferner die Unterstützung aller Bestrebungen, welche die Förderung der Eheschließung unter den Inden, zumal der Frühehe und die Bekämpfung der Mischehen sich zur Aufnähe machen. Per Verein betreibt nur gemeinnützige und fürsorgliche Arbeil. letztere auch nach der Richtung, etwa erzielte Überschüsse, insbesondere aus Schenkungen und Stiftungen, zur Ausstattung von armen Bräuten zu verwenden. Hie Geschäftsstelle des Vereins soll in Frankfurt a. M. geführt werden. In größeren Städten' und Bezirken des Deutschen Reiches werden ehrenamtlich tätinc Vertrauenspersonen bestellt. Sowohl Einzelpersonen wie Körperschaften können Mitglieder des Vereins werden. Der Jahresbeitrag beträgt mindestens RM. 5. . Per Verein hat im letzten Monat seine Tätigkeil begonnen, und die täglich eingehenden Anmeldebogen zeigen, dalt man ihm allseits mit Recht volles Vertrauen entgegenbringt. Anmeldungen und Anfragen aus allen Ständen, darunter Namen angesehener und gutsituierter Familien lassen erkennen, daß bei diesen das richtige Verständnis für die Ziele des Vereins vorhanden ist. Eine bedeutende Schwierigkell für die Erreichung der letzteren in größerem Malle besieht darin, dali die Anmeldungen von heiratsfähigen Männern in weil geringerer Zahl als von Mädchen einlaufen. Der Verein weist darauf hin. dali gerade Herren, die bei ihm einen Anmeldebogen einreichen, die beste Aussicht haben, einen passenden Vorschlag zu erhalten, da viele Mädchen aus besten Kreisen angemeldet sind. Selbstredend wird ex der Verwaltung eine hohe Befriedigung gewähren, wenn c-. ihr gelingen wird, auch Mädchen mit kleiner oder war keiner Mitgift zur Ehe zu verhelfen. Die Leitung der Geschäftsstelle wird ehrenamtlich von Verwaltungsmitgliedern geführt, und peinlichste Verschwiegenheit ist gesichert. Merkblatt und Anmeldebogen können nur schriftlich von Bewerber(lnnen) oder ihren nächsten Verwandten angefordert werden bei der „Ea", Frankfurt a. M.. Eschersheimer Landstraße 2V. Iii den weitesten Kreisen des deutschen Judentums hat der Gedanke Anklan« und Unterstützung gefunden. Die Großloge des I .' '.H.H.. eine Anzahl Gemeinden sowie zahlreiche Einzelpersonen sind der ..EA" beigetreten, doch reichen die gezeichneten Beiträge lange nicht aus. um die unumgänglichen Kosten der Geschäftsstelle zu decken. Der Verwaltungsausschuß und der Heirai bitten deshalb, zur Unterstützung dieser Bestrebungen, die sowohl der Förderung des Wohles der indischen Jugend wie der Erhaltung des Bestandes unserer Glaubensgemeinschaft dienen, dem Verein als Mitglied beizutreten. (Anschrift: ..EA". Frankfurt a. M., Eschersheimer Landstrale 2y. > ier in, Ier sie Unsere Gemeinde Die Heiligung des Liebeserlebens Der Ortsgruppe Leipzig des Jüdischen Frauenbundes ist es -c. hingen. Herrn Dozenten Dr. I. Heinemann (Breslau), der mii nein Vortragszyklus „die Heiligung des Liebeserlebens durch di( :- dische Weltanschauung" in Breslau und Berlin geradezu Aufsehe regenden Erfolg gehabt hat. wenigstens für ei neu Vortrag über lese* Thema zu gewinnen. Der Vortrag findet am 11. März ah |s 20,30 Uhr im Kaufmännischen Vereinshaus, Schulstraße, statt. Berufsfragen der weiblichen jüdischen Jugend Einem besonderen Wunsche des Leipziger Jüdischen Jugendri {es entsprechend, veranstaltete die Ortsgruppe des Jüdischen Prauenbu am 2(i. Februar einen Vortragsabend, an dem Frau Dr. Zadik (Ii n. bürg) über „B erufsfragen der weiblich e n j ii d i s >. Jugend" sprach. Die Rednerin, die sich auf reiche Erfahrung i mehrjährigen Praxis als Berufsberaterin in Hamburg stützen k ordnete die Fülle der Einzelfragen unter den Gedanken, ob neben allgemeinen eine besondere jüdische Berufsberatung geboten sei. bejaht diese Frage und weist auf die Besonderheiten der jüdischen llgionsvorschriften (Sabbat-Heiligung) und der psychischen Lebt einstellung der Juden hin. die sich u. a. in gewissen Vorurteilen k> manche Berufe und häufig in einer verweichlichenden Verwöhnung . drückt. Sie erhebt als unbedingte Voraussetzungen für eine richtige rufswahl die Forderung, dalJ Eignung und Neigung für einen besti teil Berul allen gesellschaftlichen Erwägungen vorzuziehen seien. Berücksichtigung gerade dieser Momente sei jedoch nur gewährlei wenn die Eltern mehr Verständnis für ihre Kinder zu gew innen tracl als dies häufig der Fall sei. Befriedigung können junge Menseln einem Berufe nur dann finden, wenn sie in ihn mit innerer Freue keit hineingehen, und nur dann werden sie auch in ihm etwas leisl In grollen Zügen schilderte die Rednerin die wesentlichen Merki der verschiedenen Berufsgruppen, ihre Anforderungen und ihre I faltungsmögllchkeiten. An der Aussprache beteiligten sich Herr S. (. lieb. Frau Anna Neumann, Frau Dr. Ury, Frau Herzenberg und i Anzahl Jugendlicher. Für den Plan der Einrichtung einer jüdis, Berufsberatungsstelle, der von der Gemeinde und von dem Jüdis, Frauenbünde schon seit langem erwogen und vorbereitet W brachte die Veranstaltung eine bedeutsame Förderung. Dein Einsei einer dahingehenden Anregung im Allgemeinen Jüdischen Famiii Blatt dürfte von diesem Plane nichts bekannt gewesen sein. Amtl. Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde, Leipi g Aufsicht zu Pessach In der vorliegenden Nummer des Qemelndeblattes ist das \ zeichnis der unter Aufsicht des orthodoxen Gemelnderabbinats steh den Betriebe veröffentlicht. Es wird insbesondere auf das Verzei - nis der zu Pessach unter Aufsicht stehenden Betriebe aufmerks gemacht Leipzig, am 14. Februar IM.?*'. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Wochentagsgnttesdienst Der Beginn des Wochentagsgottesdienstes bleibt bis zum 22. M t d. Js. um 7,30 Uhr. an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen um s l bestehen. Leipzig, den 20. Februar Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipz . CT Centrai-Theater ■BETRIEBE LEIPZIG Anton Schneider / Dittrichring 19 CT-KAFFEE-RESTAURANT Kapelle Valencia / Kapellmeister Amstcl CT-CASINO-TANZCABARET Täglich 5-Uhr-TEE bei freiem Eintritt Kein Gedcckzwang