Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 8 (22.2.1929)
- Date
- 1929-02-22
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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2, ebruar 1929 GEMEINDEBLATT 1 >l£K ISKALI.ITISCHFN KliLKilONSCHMKlNDli ZU LEIPZIG Seile 5 1919 Reichsbund jüdischer Frontsoldaten /Ortsgruppe Leipzig Montag, den 25. Februar 1929, 20 Uhr im Hotel Sachsenhof (Johannisplatz)] groiw Saal Lessing und Jubiläumsfeier amsmien des iQiätirigen Bestehens des Bundes 1. Vortrag des Herrn Gemeinderabbiner Hr. B, Carlebach: Lessinj und die Juden * Rezitationen au» Lessinga Werken: Kamerad Kantor lal le % + »»# 3- Ansprache der Vertreter der jüdischen Gemeinde und Organisationen *», 4. Festrede des Kam. Rechtsanwalt Dr.Alfred Jacoby: Zehn Jahre Kampf für jüdische Ehre ] e d e r A ngehör ige der jüd isc he n Ii e m einde i s 1 herzlichst eingeladen. I) e r Vorstan d 1929 * *i wertvollen Unterstützung ist es meistens /u danken. daB Ar/t und >ji ster von den sozialen Bedingungen und Familienverhältnissen Kenntnis erhallen und so wirklich Individuell aul die Laxe jedes Einzelnen eingehen können; ml) als ein schöner Erfolg der Tätigkeit dies Damen ist es m buchen, wenn trotz der viclfacl.....zulänglichen und mehr als mangelhaften \\ stlg? a wirtschaftlichen Umstände die stig sieh um entwickeln. W ie aher Zufriedenheit tllil dem <K Vergnügen darstellt, so sei es /um Sei Verhältnisse und ungünegllngc körperlich und gelslelen immer mir ein s.ities Ii auch hier ausgesprochen, dall wir es mit dein Erreichten noch lange nicht genug sein lassen. Der Aufgabenkreis lältl sieh noch sehr erweitern: bestimmte Vorschlafe sind zu diesem Zwecke schon in Bearbeitung. Der eine aher. der schon seit langer Zeil ein gern gehegter Wunsch des Frauen- Vereins „Ruth" ist. nämlich ein s 1 ä n d I g e S Säuglings h e i tu zu schaffen, das ist die Parole für die allernächste Zelt. Die Ausführung und Erfüllung dieses Plaues mögen darum anläßlich des 25jährigen Bestehens des Fraucnverclns „Ruth" nicht mir als Wunsch hingestellt sein, sondern das tatsächliche (iluck bedeuten. Aus aller Welt Bertha Pappenheim 70 Jahre Hertha Pappenheim, die verdienstvolle Vorkämpferin der indischen Frauenbewegung und Gründerin des Jüdischen Frauenbundes «gehl am .'7. Februar ihren 7n. Geburtstag. In voller körperlicher und geistiger Frische übt sie noch heute bedeutsamen Finflui! auf die sozialen und geistigen Bestrebungen der jüdischen Frauen aus. wenn sie auch vor einigen Jahren von der Leitung des Frauenbundes, ihrer ■relgensten Schöpfung, zurückgetreten Ist. her Festtag dieser iührenden Persönlichkeit wird von der gesamten jüdischen Frauenwelt ,iK ein Ehrentag empfunden. Eine eingehendere Würdigung ihrer Lebensarbeil wird noch folgen. Line weitere große Stiftung Ein bekannter Millionär und Politiker New York's Mr. Lucius N. Littauer errichtete eine Stiftung von einer Million Dollar zu dem Zwecke, die Verständigung inner allen Völkern der W eh und die Idee der menschlichen Solidaritäl zu fördern. W ie aus den Zeitungen hervorgeht, ist dies nicht die erste Million Dollar, welche er stiftete. Honorable Lucius N. Littaucr haute zur Erinnerung an seinen Vater ein Nathan Littauer-Hospital in Oloversvillc. iiir welches er In den letzten Jahren auch eine Million Dollar mgab. Ferner errichtete er eines der größten Schwimmbäder mil einem Kostenaufwand von 200 000 Dollar. Dann baute er mil i.....no Dollar ein jüdisches Vcrcinshaus in Qlovcrsville, weiur zur Erin erung an seine Mutter Harricl Littauer ein Heim dir Schwestern. Weiterhin stiftete er 135000 Dollar iiir einen Lehrstuhl für jüdische Literatur und Philosophie an der Harwart-Univcrsltät. Viele Stiflani i von I" 25000 Dollar machte er In den Jahren 1926 1927. Ein »< 'es großes Qcschenk erhielt die Qeburtsstadt seines Vaters, Breslau, iur das dortige indische Krankenhaus In Hohe von etwa WOi 'ii Mark, und /war ein in ganz Deutschland bewundertes Rönt- Ken-Institut. Honorable Lucius N. Littaucr war während der Amtstell es Präsidenten Rooscvcll 10 lahrc lang Führer im Kongreß und wai bekannt als Intimster Freund Rooscvclts. her Vater Nathan Litt; ier war in Breslau geboren und ist |s47 nach Amerika gegangen, während sein Bruder L ou is Li 11 a u e r u a c Ii Lcipz I g ging und das elterliche Rauchwarcngcschäft weiter betrieb. Der bekannte verstorbene Rauchwarcnhändlcr Frust Littaucr und der bekannte und in Miller Rüstigkeit tätige Sanitätsrat Dr. Arthur Littauer sind Vettern lies Stifters. Her Stifter selbst nimmt regen Anteil au dem Wohlergehen der gesamten Littauerschcii Verwandtschaft. Unsere Gemeinde Warniinj;! An dieser Stelle ist wiederholt die Bitte ausgesprochen worden. Rückfrage zu halten, falls Qemeindemitglieder von den Herren Qemeinderabblnern tclcphonisch angegangen werden. Bittstellern Unterstützung zu gewähren. Neuerdings mißbrauchen Personen besonders häufig den Namen Dr. Cohn. Herr Dr. I'. I. Cohn (Wettiner Str. 10) bittet, dal! auch bei ihm Nachfrage gehalten wird, falls sich Bittsteller in seinem Namen au Qemeindemitglieder wenden sollten. Das Qleichc silt bei Vorlegung von schriftlichen Empfehlungen mit den Namen der Herren Qemelnderabbiner oder des Herrn Dr. Cohn. Wettiner Stralic. Jubiläum des Reichshundes jüdischer Frontsoldaten Aus Anlall des zehnjährigen Bestehens des Reichsblindes Ifidischet I.....tsoldaten veranstalte! die hiesige Ortsgruppe am M o n tag, dem 25. Februar, eine Jubiläumsfeier, die mit eitler Lessing- Feie r verbunden sein wird. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten entfaltet im ganzen Reiche wie auch in der hiesigen Ortsgruppe eine änderst dankenswerte Tätigkeit (wir konnten vor einigen Wochen an dieser Stelle ausführlicher darüber berichten). Die Ortsgruppe dari daher auf eine recht rege Beteiligung an der voii ihr vorbereiteten Veranstaltung rechnen: sie bietet eine willkommene Gelegenheit, der rührigen Ortsgruppe die aufrichtige Anerkennung für ihre Arbeit zu bekunden. Besonders werden die Teilnehmer die Verbindung der lubiläumsfeier mit einer Lcssing-Fclcr begrüßen, bei der Herr Oemelnderabbiner Dr. Carlebach Dber: „Lessing und die luden" sprechen wird. Die Festrede hall der Vorsitzende der Ortsgruppe. Den- R. A- Dr. v lacobj über: ..Zehn Jahre Kampf f ü r j Üd I S c h e F Ii r e." (Näheres siehe An/eine.I CT Centrai-Theater -BETRIEBE LEIPZIG Anton Schneider Dittrichring 19 CT-KAFFEE -RESTAURANT Kapelle Valencia Kapellmeister Amstel CT-C AS1NO-TANZCAB ARET Täglich 5-Uhr-TEE bei freiem Eintritt Kein Gcdvckswaag