Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 8 (22.2.1929)
- Date
- 1929-02-22
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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(taeinöeblatt D£R ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEM&1ND& ZU LEIPZIG AMTLICHES NACH RICHTEN BLATT DER GEMEINDEVERWALTUNG« Du GeHMlndcblall encheuU feden Freitag und wird den Mitgliedern der Rellgtotugmelndc uiimtgrliltiii durch die IN>m luffctteUl - S c h r 1 f 11 e 11 u ng i 1 (kmclndernbMner Gintai (lohn, Lcln/ix, LöhrttnuV 10 NUMMER 8 / JAHR6AN6 S FREITA6 22. FEBRUAR 102© AniclgenvcrwaHunfl nnil Druck! Buchdruckern VubusI Prleti Leipzig*. Bruderetr« SQ — Fernnil 7OOO0 — Port" ich eck Lelpilg 53920 - Nachdruck mir mit Quellen« .inu.iix und mit Genehmigung des Vorfällen gestattet EDUARD EINSCHLAG ZUM 50. GEBURTSTAG In diesen kurzen Zeilen, die Eduard Einschlag (irnli und Wunsch zu seinem festlichen Tage bringen sollen, mag niemand eine gelehrte Abhandlung über das Verhältnis des Künstlers zu seiner Zeit, die besonderen Kennzeichen seines bildnerischen Stiles, ja über den Wert und die Bedeutung seines W erkes suchen. Derlei sollte man erst post festutn [firQreise schreiben, nicht für einen Menschen, der im Zcnith st ines Lehens steht, Inmitten seines Werkes, das im Wachstum ist. der lebendig genug ist. die Fülle des l>asein^ immer wieder erneut lind immer w ieder anders zu empfangen, wie es der fruchtbare Moment seines eigenen Schicksals ihm zuträgt. Zudem liegt es Kar nicht in des Verfassers Hand, eine kunsttheoretische Studie zu schreiben. I las knmiiit allein einem Kunsthistoriker zu, aber Kc- ViU nicht einem, der nur sehr bedingt an den Wert aller Kunstgeschichte und Kunsttheoi e glaubt, sich lieber dein unmittelbaren landruck und Erlebnis hingibt und in bezi! auf bildende Kunst nie! stincin Auge als seinen Wissen zu vertrauen ge- Hd| ist. Also nur das. was tu isseu uanz unerläßlich Ist, inige Haien und Namen, die : irundrili und Entwicklani des Werkes Einschlags >nz< ^en. mögen hier erw ähnt Wim und sonst sollen nur ein WU Worte gesagt, ein paar Qedanken skizziert werden, die >us dem bloßen Eindruck Einschlagscher Bilder sich unver- »iit H ergaben. duard Einschlag ist am 2\ Februar 1879 in Leipzig gewi n und hat in seiner Vaterstadl mit seinen Studien begonnen. Grs die Mtinchner Jahre und Peter Halm gaben den Studien Im Besitze eindeutigere Bestimmtheit, die sich bald fruchtbar und erfolgreich erwies: schon im Jahre 1900 brachten die Erstlingswerke des jungen Künstlers diesem eine außerordentliche Anerkennung: er erhielt die silberne Medaille der Münchner Akademie. Einschlag «in« dann nach Merlin, wo er im Meisteratelier von Karl Koepping gearbeitet hat. In dieser Zeit wandte er sich fast gänzlich der Radierung, speziell der reproduzierenden Radierung zu. Radierungen nach Werken von Begas, Rembrandt, Calf. Klinger u, a entstanden. Es folgten die Pariser Jahre 1911 und 1912. Paus stand damals im Zeichen der grollen Impressionisten, und für Einschlag wurde unter ihrem, speziell Cc/anncs liinfluli das Problem der Farbe akut. Nun hier an wurde Einschlag Maler: es entstanden seine ersten Aquarelle und Pastelle, die durch eine wundervoll durchsichtige Helligkeit inmitten des tonstarken Mildes auffallen. Wieder brachten schon die nächsten Jahre dem jungen Maler Anerkennung. Auf allen Ausstellungen, die Einschlag beschickte, erregten seine Bilder das Interesse der Maler, und das Jahr I9H brachte ihm die goldene Staatsmedaille auf der Bugra zu Leipzig. In den Folgejahren war er au den Leipziger Kunstausstellungen führend beteiligt; mit May. Klinger ist er einer der Begründer der LIA (Leipziger Jahresausstellung). In diesen Jahren entstanden eine Fülle von üemälden und Stilleben: Blumen. Früchte und anderes waren die gegenständliche Welt, an der die Leidenschaft, sich in Farben ausleben zu dürfen, Qestalt gewann eine Leidenschaft, die den früheren Radierer und Schw arz-Weiß-Künstlcr /um reinen / <m ■4&s**im^^l Sclb>thiUiniN lei Muteutni dci st.tili 1 tipxig