Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 49 (7.12.1928)
- Date
- 1928-12-07
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Dezember I'.»'Jk GEMEINDEBLAT1 DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 ZIONISTISCHE VEREINIGUNG LEIPZIG Winter fest Sonnabend, den 8. Dezember 192s, 20 Uhr in samtlichen Solen des Cenirallheaiers Fettvontellung im Neuen Operettentheater 22 Uhr (liingarg nur durch den Großen l-'estsaal) HAI SHERIDAN New Yorh Größter Bxcentrik-Komiker der Welt - Ferner : ISO GOLIAND, Tenor an der Staatsoper, Berlin DOREf HA A1BU, Solotänzerin an der Staatsoper, Berlin E1GA GART ER, Sängerin EU GEN IE Nl KOLA JE WA, Tänzerin an der Staatsoper, Berlin H ■ r I f. n * e r h a ui: Althoff, Kaufhaua Brüht, Mefiamt, Musikalienhandlungen CA. Klemm, F. Joit, Zigarre ngeac hafte Pelber, Brühl 54, Prcisamann, Nikolalstlmfle 5t. sowie an der Abendkasse Diese osteuropäisch-jüdische Kunst trägt, wenn sie auch itt der irache zum Teil deutsch, in der Gestaltung der Bühnenkunst russisch doch ein indisches Element In sich. das sich schon darin SuBert, tB ein Stück jüdischen Lebens dargestellt w ird. Und man erkennt, daß iter der Hülle fremder Einflüsse ein lebendiges Judentum sich formt, in dessentwillen diese Kunst zu fördern wäre. Hin weiteres Moment der Wirkung dieser Bühne ist die Auffassung er Gemeinschaftsarbeit der Schauspieler, Trotzdem jeder ein ganz soliderer, nur einmaliger Typus ist, zeigt sich doch Im Zusammenpiel, Im Rhythmus und Im Zusammenklang der Bewegungen ein eineitliches und gemeinschaftliches Spiel, wie man es nur auf den besten issischen Bühnen sieht. Darum ist es auch schwer einzelnen Schauplelern Lob zu zollen, da jeder von Ihnen sein Vollendetstes erst im Rhythmus des gemeinsamen Spieles uibt. Aber dennoch kann man agell. daB die Darstellung des Schimelc Soroker (habe ihn nun rlichoels oiler Goldblatt gespielt) eine vortreffliche war: her trumme, spitzbärtige Schneider in all seiner Lebendigkeit und Bewegichkelt, wie er sich als Neureicher aufbläht und wie er. In Verachtung II CS es kleinen Erdenschicksals, wieder in seine Armut zurückkehrt . Was liegt schon daran?"). Aus der Fülle der anderen Gestalten (eigentlich müßte man alle tennen) ragen neben den schon oben genannten (Klesmer und Schädigen) noch die Etimeni der Frau Minkowa und die beiden genial-karitaturistisch gezeichneten Figuren der Betrüger Wigdortschuk und Rubintschik (Schidlo und Baslawusky) hervor. Die Musik Leo l'ulers war dem völkisch so gemischten Charakter der Bühne angepaßt. Bald glaubte man synagogale Weisen zu vernehmen, bald wieder irinnerte Melodie und Harmonik an die schwerfällige Lustigkeit russischer Bauerntänze (natürlich durchaus modern rhythmisiert und Instrumentiert). Eigentümliches und Neues bot sie nicht. Max Klein. Schülerabend Der Pianist Siegfried Weinberger veranstaltete Im Feurichsaal seinen Herbstschülerabend. Nach all dem Gehörten muH man sagen. dalJ sich die Schülerschar nur in den besten Händen befindet, denn Weinberger ist ein Pädagoge, der auf ein gut ausgeglichenes Gewichtspiel W ert legt eine Hauptbedingung für das moderne Klavierspiel. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ Isolde Leuckart. Diese junge Russin musiziert mit einem Temperament (manchmal zu viel daher die Gefahr des Überstürzcns!), dal! mau auf die weitere Entwicklung dieser änderst begabten jungen Dame nur gespannt sein kann. Um die Keife ihres nachschöpfcrischen Empfindens besser beurteilen zu können, wäre ein größerer „Beethoven" eher am Platze gewesen, als das G-moll-Konzcrl von Mendelssohn. Es war ein gelungener Abend worüber sich „Groß" und ..Klein" freute. < >. Kopf. Kauft bei unseren Inserenten! INGER Ii Nähmaschinen in altbewährten Güte Weitestgehende ZaniungserleichterunQen 3 Mäßige Monatsraten SINGER NAHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT Singer Läden überai. Bevor Sie Orient - Teppiche kaufen, ßcsicbtiijcn Sie das groß« TransitLa Teppichg'h Schroetter Bcftcllui oen t ^i'D tur icinc ¥f*Jt Konditoreiware ii unter r«i. -«>-11 oder im Laden Ausmi stuaplatg erbeten _ Ind.: ERNST FISCHER KONDITOREI '"'^J^T KAFFEEMAU/ CT. Central - Theater Betriebe Anton Schneider C.T.-CaSlnO das eleganteste Tanz-Cabarett Der große Erfolü! Künstlerische Leitung : Direktor Kurt Kaiser