Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 47 (23.11.1928)
- Date
- 1928-11-23
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 3 t'ugarn, Japan, sie sind im I ngUsche, Französische, Georgische über- «etzt, stiii Jeremias winde in Jerusalem hebräisch gespielt. Neue MTStindnisvolle Freunde wird ihm da>. Buch von Erwin Rieger werben. I . ( . „o z a r Chsjim", Kulturhistorische Denkwürdigkeiten aus der RcchtsgutachtenUteratur des Judentums. In dem wüsten, wirren Durcheinander der trüben Gegenwart dringt •ins frohe Kunde an die Freunde der jüdischen Kulturgeschichte: Chajim Bloch, der bekannte Wiener Qelehrte und Feinfühlige Kenner chassidisch-kabbalistischcn Wesens, geht daran, seine auf ■threrc Binde berechnete Encyklopädie, die Frucht jahrelanger Arbeit zu veröffentlichen. Dia Koclitsgutachteu- (Rfsponaen, Schalot und Pschuwoth)^ ito ratur ist jener Zweig des jüdischen Schrifttums, das last unmittelbar uaeh Abschluß des Talmuds entstanden ist und sich bis auf den heuttgeu Tag fortpflanzt und entwickelt. Seine ersten Wüten machten sieh im achten Jahrhundert bemerkbar, und es kommen da ausschließlich berühmte Männer des Judentums, Wegweiser ÜfiS Volkse ium Worte. Bloch gibt eine Auswahl aus den gewaltigen .\i;.s .en disser Literatur. Das Leben der Juden in einer langen Zeitperiode wird uach verschiedenen Seiten Inn gezeigt und ein tiefer Einblick in die Verhältnisse der jüdischen Gemeinschaft damit eröffnet. Schicksal und Eigenart, Sitte und Brauch der Juden in allen Zeiten uud Landeru werden mit einem Male deutlich.-, ichtbar. ktlocb hat aus dem Staube der Bibliotheken die alten Responsen* werke, soweit sie aus den Stürmen des Zeitlaufes, trotz der Virheerungsn und Verfolgungen erhalten blieben, hcrv< rgeholt und aus ihnen Werte ausgegraben und aus lageslicht gezogen, die nun für Sie Geiste»- und Kulturgeschichte der Juden einen der wichtigsten und glaubwürdigsten Stoffe bilden, v l.ajim Bloch war is beschieden, sich an diese Riesenarbeit heranzumachen, um das ganze zerstieute Material zusammenzulassen und zu einem Ganzen zu gestalten. Line (rundliche Abhandlung über die Entwicklung der Responsenlitcratur, •in ausgezeichnetes Register, chronologisch und geographisch gegliedert, wie auch Anmerkungen und biographische Notizen s'nd dem Werke beigegeben. Das Werk wird für Juden und Nichtjudtu von hohem Werte sein. Die Johann Vernay Buchdruckerei und Verlags-A.O. in Wien hat sieh bereit erklärt, das Werk herauszugeben undf ür eine weitgehende typographische Ausgestaltung desselben zu sorgen, macht aber diessu Entschluß von der Oewißheit abhängig, da!! sich für das Werk wie entsprechende Anzahl Interessenten finden wird. Ls wird mit dem Druck des ersten Ifandes begonnen werden, wenn bis /um 1. Msi 1Q3<) mindestens 5(K) feste Bestellungen einlangen weiden. (Vor- «ussahlungen werden nicht beansprucht). 1-seitiger hebräischer Prospekt wird auf Verlangen durch „Das Leben", Wien XX kostenlos versendet. Bestellungen auf das Werk sind an Johann Vernay Buchdruckern und Verlags A.O. Wien IX jii richten. 4m«^he B,.^ iimaohunigien der irfruolitidcüer? r. , ■ neixu in Leipzig Gemeinden itzung am Montag, 26. November 1028, <> Uhr abends, im Sitzungssaal des israelitischen Gemeindeamtes, LöhrstraBe 10, I Das israelitische Gemeindeamt. 1 agesordnung: i " 1. Regelung des Kaschrus 2. Ritualbad. 3. Ergänzung des Sparausschussee, 4. Aufschub der Hypothekentilgung t >hel Jakob. b. Verschiedenes. Anschließend: Nichtöffentliche Sitzung. Da die Haustüre des Qemeindehauses um 8 Lihr ibends geschlossen wird, werden die später kommen« Jen Besucher der öffentlichen S i t / u n g gebeten, stark IU klingeln, worauf ihnen g e 8 | f n e t wird. Öffentliche Vortlage Infolge Erkrankung ist Herr Gemeinderabbiner Dr. Goldmann verhindert, seinen ersten Vortrag liier Das W esen des Judentums am 21. November zu halten. Die Vorträge finden am 28. November, V Dezember, 12. Dezember und 19. Dezember statt , Die Themen der einzelnen Vortrage lauten- 1. Gott (Einheit und Foitschritt); 2. Der Mensch (Erlö- .■.iin- und Versöhnung); 3. Oemeinde (Das Gesetz); 4. Die Zukunft (Messianismus und Weltrcligion). -- Die Vortlage rmden im Vor» tragszimmer des jüdischen Jugen.lheints, Universitätsstrallc 22-2-1 statt, Beginn pünktlich S Uhr abends. I eip/ig, den 20, November 1928. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig hum ti&m QsBmsBlndsisinnt 'Aohlfahrlsluicfma, ken zugunsten der Deutschen Notbilfe Am 15. November hat wiederum dei Verkauf von Wohlfabrtsbriefmarken begonnen. Die Erträge sind der Linderung materieller Notstände im ganzen Reichsgebiet bestimmt; insbesondere sollen sie zur ergänzenden Ceniral-Theatßf ■Betriebe Anton Schneider C.T-Casino das elegantes« Tanz-Cabarelt Der große Erfolg! /\/vN-ywNjv^»^.v\/^vyv« ^/^j KünMletisdie Leitung; Dircktoi Kurl Kaiser