Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 42 (19.10.1928)
- Date
- 1928-10-19
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSQEMEINDE ZU LEIPZIQ dos jüdischen Frauenbundes", die über alle jüdischen Frauenfragen orientieren. Es wird dringend gebeten, die kleine Postzustellung»« gebühr regelmäßig einzulösen. Aus der Jugendbewegung Ein Vortrag über „Moderne hehr. Literatur" im Jüdischen Jugendheim Am Montag, 22, ds. Mts. s,:io Uhr abends wird in Saale dos Jüdischen Jugendheims (Universitätsstr. 22-24) Hon Dr. Max Mayei (Berlin) einen Vortrag übor „Moderne hebräische Literatur" halten. Die Persönlichkeit dos Redners verspricht einen äußerst interessanten und wertvollen Abend. Der Arbeitsausschuß für das Jüdische Jug ndheim, der diesen Vortrag veranstaltet, i^ibt bekannt, dali auch Oästherzlichst willkommen sind. die Im Heim oder in den Wohnungen der Mitglieder stattfinden agen dazu bei, die Idee der Agudas-Jisroel zu fördern. Für di Rai k- Chaudesch-Abende sind Referate über Themen wies Das Gehet, iu. Q'ttlichkeit der Thora, l>io Zukunft der jfid. Qesamthelt, I , I loffnung Moschiach, Sinn und Bedeutung unserer Speisegesetze w. vorgesehen. Größere Vorträge prominenter Pe|rs)3nlcihkeiten q größere Veranstaltungen hofft die Aguda&ijisroel-Jugendgruppi r Gesamtheit bieten zu können. Schon in den näclisten Wochen veranstalte! die Jugendgi eine große Feier, in der xsio ihren Mitgliedern sowie Gönnern id Freunden Gelegenheit gehen wird, die seltene Mizwoh von ,K Sefer Thorahh" erfüllen zu können. Ein Festessen sowie verschhii h Darbietungen sind Für diesen Abend vorgesehen. Gesondert d das Programm noch veröffentlicht Die Leipziger Judenheil ,| darauf aufmericsam gemacht, daß auch ihr Gelegenheit gej g wird, sich am Schreiben der Sefer Thora zu beteiligen. Neue 3üc!ier .iun;-.!iidischer Club Am 8 November referierte Herr Dr. Sigi Neumann über das Thema: Die soziale Lage der jüdischen Gegenwart. Es ist in diesem kurzen Bericht nicht möglich, die Fülle der Probleme, die der Redner aufrollte, ausführlich zu behandeln. Einiges nur sei herausgehoben. Die Berufsfrage macht dem jungen Juden immer mehr Sorge. Die gewünschte selbständige Existenz zu finden, wird immer schwerer. Von den Beamten? teilen wird der Jude durch gesellschaftlichen Boykott ferngehal- : n. oder: Die Juden sind allen Kulturvölkern im Geburtenrückgang voran. Außerdem wird die Zahl der jüdischen Familien durch die gewattige Zahl der Mischehen ständig vermindert. Durch solche und ahnliche Gedankengange gelang es dem Herrn Dr. Neumann, eine anschauliche Darstellung der jüdisch-sozialen Lage zu geben. Der Eindruck der Rede auf die äußerst zahlreich erschienenen Zuhörer war sehr tief, so dali Herr Dr. Neumann noch einige Stunden zu immer neuen Ausführungen gedrängt wurde. \gudas-Jisroel Jugendgruppe Die Agudas^isrod-Jugendgruppc Leipzig hat ihre Winterarbeit begonnen. Von der Erkenntnis ausgehend, daß das jüdische orthodoxe Ueben Leipzigs noch keineswegs allen Anforderungen entspricht, hat ^ich der Vorstand der A.-J.—Jugcttdgnippc entschlossen, mit allen Kräften daran Hl arbeiten. das spezifisch jüdische I eben hier zu heben. 1 in reichhaltiges Programm wird dafür Sorge tragen, daß noch fern- £ teilende Kreise für die Thorahidee henngezogen worden. Täglich werden im Heim der Agudajugend Schiurin] abgehalten. Schabbea wird gemeinsam gedawent. Freitag Abende und Scholausch Soudaus, AI bor» Katz, Der wahre Talmudjude. Die wichtigsten <ii s.it/e ihs talmudischen Schrifttums Ober das sittliche Leben s Menschen, übersetzt iu*nd in 70 Kapiteln systematisch geordi t Vierter Neudruck. Merlin 1928 (Verlag M. Poppelauer). Vor etwa J5 Jahren i.'ntcr/og sic.i Albert Kai/ der dankenswei i Aufgabe, für den vielumstrittenen l'almud eine Lanze zu brech i, indem er ihn in seinen sittlichen Forderungen seihst sprechen Ii lt. NX as den inzwischen leider allzu (rüh aus einem schaffensreichen hon gerissenen Kämpfer lür die Wahrheit damals antrieb, diese gemein lebendige Anthol igie zusammenzustellen, ist leider a Ii heute noch nicht überwunden: die Entstellung der „talmudiscl n Moral" durch antisemitische I pigonen Eisenmengers (die um wogt dessen „Entdecktes Judentum" mit all seinen Fälschun i nachdrucken) und die Unkenntnis der talmudischen Sittenlehre n unseren eigenen Reihen. Sind auch in/wischen manche andere Sei: [■ ton ähnlicher An veröffentlicht worden, so darf die Neuaua rabe r vorliegenden Arbeit doch nur aufs wärmste begrüßt werden. H r sind an 1500 talmudische Sätze mit großem Geschick durch nu wenige verbindende Worte /u abgerundeten Gesamtbildern ül r die einzelnen Fragen der Sittenlehre zusammengefügt; sie sp clun in dieser Form eine überzeugende eindringliche Sprache, ist ein Akt schöner Verehrung, dal! das Werk gleichsam als Gabe den nicht erlebten TD. Geburtstag seinen Aufklärungsgang erm I antreten kann: mochte es der Absieht seines Verfassers gemäß da U beitragen, Nichtjuden gegen das Gift du Verleumdung zu fei möchte es aber auch, fast mochte man dies noch dringlicher wn schon, den Juden die UcfaerzeUgUng stärken, daß wir keinen Gm I haben, uns der Sittenlehre dos Talmud zu schämen. (i c^ *nc {«BW-PS», m j Sfr™^*-, p i *\ <3. Gtuo/iti'if tj Ttirm <er"S //V/«r-S-S i'tj. (Dankbar </ui i s / / «y «> /1' ^Ve/se. <2e»yflrew»olsse 2^ir/>/uri fysiuef se. ^Ce/o^cys tr. 7. / £.c*ac 'T&ir/zr/rtZ.&tr. N. Schulwrl & sorge Otto Sdiill-Str. I (am Rathausring) * s>BriBKMMM«B> CNMM * Ältestes Fachgeschäft lür Beieicmungsltorper iiiiiiiiiiiiiiiiiiHniiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiniiiiiii — jeder Art — I Os>flfra>«fr<»aX»» fm Unübertroffene Auswahl Bestbewährte solide Fabrikate Billige Preiset ./