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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-10-05 · 40 (5.10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
40 (5.10.1928)
Date
1928-10-05
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMLTNDE ZU LEIPZIG 3 Uns Cemelndi des Deutschen I lygiem- Hin paar ErnährutiRSgrundsätze Zur Ausstellung „Richtige Ernährung" Museums. Zum ersten Mal seit der Ausstellung „Die Ernährung" in Berlin behandelt das Deutsche Hygiene-Museum in ein r Wanderaua t 1 ng diese besonders für unsere Tage aktuelle Frage. Iii r eriahen w'r grundsätzlich, daß nur gemischte K<>si auf die Dauer gesund erhält Oenüscht wird in diesem Falle e'ne K. st genannt, di alle Nahrungsstofte in ausreichender Menge in zweckmäßiger Mischung und in genügender Abwechslung enthalt. Man erkennt nach dem st il um dieser Ausstellung, dalt eine einseitige Ernährung, /. B. mit Fleisch, tiern, Fett unbedingt ni vermeiden ist. Man braucht n cht jed n Tag Fleisch und liier. Süssigkeiten, Kuchen, I leckerb ssen sind überhaupt entbehrlich. Ein Uebermaß in der Nahrung wirkt s hädüch. i Dagegen sind Gemüse, Kartoffeln und < >bst wegen ihres Mineralstoff-, Fruchtsäuret und Vitamingehaltes möglichst täglich zu gcnießen. Jeden Tag sollte ein Teil der Nahrung roh, d. h. ung kocht genossen werden. (Grüner Salat, Kopf- und Feldsalat, Brunnenkresse usw., Schnittlauch, Petersilie und andere KüchenkriLter, Tomaten, frisches Obst, getrocknete I eigen). Besonders langg k chte Nahrung bedarf dringend dieser I rgänzung. Auch Margarinee, ein sonst vollwertiges Fett, bedarf der Ergi izung des Vitamingchaltcs durch Gemüse, Obst usw. Frische B itter und Eigelb sind wegen ihres Vitamingehaltes bei Kindern wertvoll. Auf der Ausstellung „Richtige Ernährung'' des Deutschen Hygiene- Museums, die im Leipziger Ringmeßhaus vom 29. September bis 28. Oktober stattfindet, erfahrt man fernerhin, daß wichtige Nährstoffe nicht durch falsche Behandlung /ir>iört werden dürfen. (Als Beispiel etwa die Vitamine durch /u langes Kochen). So snd Kartoffel- und Oemüsewasser nicht wegzugießen, sondern zu Suppen und Tunken wieder zu verwenden. Starkes Salzen und Würzen nicht zuträglich. Wer dauernd gegen die Grundsätze einer vernünftigen Ernährung verstößt, also gegen die Naturgesetze handelt, der wird früher oder später in seiner Gesundheit Schaden nehmen. Wer aber mit rechtem Maß und in aller Fröhlichkeit die Freuden des Tisches genießt, der wird bis an sein Alter gesund und genußfähig bleiben. Frauengruppe „Ruth" Der Frauenvercin Ruth beabsichtigt, seinen alljährlichveranstaltetrn TcerNachmittag in diesem Jahre bereits am 15. November stattfinden zu lassen. Bei der großen Beliebtheit dieser Veranstaltung und in Anbetracht des außerordentlich guten Zweckes, dem ihr Ertrag bestimmt ist, spricht der Vorstand die Bitte aus, daß dieser Tag von den anderen Organisationen nicht hes/etzt wird Neue Bücher Notizblatt der Gesells :haft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler. Nr. 20 (1928). Die Gesellschaft zur Erforschung jüdische» Kunstdenkmäler (Sitz Frankfurt a. M.) veranstaltete anläßlich ihres 30-jährigen Besteeher.% eine Ausstellung, die hier erstmalig einen IJebcrblick über das reic' Material, das die Gesellschaft im Laufe dieser Jahre in allen Ländern gesammelt hat, gab: Um Mich den alten Familienbesitz. zu zeigen, hatte die GeseUschaft ihre Mitglieder gebeten, die Ausstellung durch Leihgaben zu erweitern. Es bot sich somit ein Einblick in ein bisher der weiteren Ocffetlichkeit noch völlig unbekanntes Gebiet. Die Publizierung der sehr reich beschickten Ausstellung ist in den Notizblättern 19 und 20 der Gesellschaft bereits begonnen worden, und zwar so, dail damit für die in Betracht kommenden Gebiete eine Ergänzung der bisher von der (leesteUschaft veröffentlichten I orschungsresultate erzielt worden ist. Die reich illustrierten Veröffentlichungen weerden in den nächsten Notizblattern, die dsn Mitgliedern dieses Jahr viermal gratis zugehen, Fortgesetzt werden; dieselben werden für jeden Kunst freund eine Quelle der Belehrung bilden. Die Mitgliedschaft wird durch Einsendung von mindestens M 10 — Jahresbeitrag auf das Konto Julius Kaufmann, Vereinskonto, Frankfurt a. M. I7()2lt erworben. Mitglieder erhalten sämtliche Publikationen der Oesellschaft zu wesentlich ermäßigten Bezugsbedingungen; die Ermäßigungen machen allein schon einige Jahresbeiträge aus. L Das Jahr der Fünfzigjährigen. So könnte man das Jahr 1928 vom Standpunkt der jüdischen Literatur nennen, jedenfalls vom Staudpunkt der judischen Schriftstellei. Buber, Sternheim, Dublin, kürzlich Arno Nadel, wurden heuer gefeiert. Alexander Eliasberg, der gleichfalls an der Reihe gewesen wäre, war es nicht vergönnt, auch nur dieses vorbiblische Alter zu erreichen. Ihm widmet jetzt Ahron Fliasbcrg in der zweiten Nummer der „Blätter" lies von ihm geleiteten „Heine-Bundes" einige Seiten der Erinnerung .und Würdigung. — Weiter möchten wir noch folgende Beiträge erwähnen: Qorelik „Ein praktischer Mensch" eine Charakteristik Nombergs; Karl Schwarz (der bekannte Kunsthistoriker), Der Maler Moritz Openheim; eine Lebensskizze des zur deutsch-jüdischen I iteratur wieder zurückgekehrten Marcus Ehrenpreis; Selichoth, ein Gedicht von Arno Nadel. Das reich illustrierte Heft enthalt zum erstenmal auch einen „Briefkasten", worin verschiedene Fragen, die zum Teil über den engeren Interessenkreis der Mitglieder hinausgehen, diskutiert werden. Endlich gibt das Heft Aufschluß über Ziele, Aufbau und l.eist.in '<si dieser jüdischen Buchgemeinde. (Interessenten verlangen das Lieft kosteidos von dem „Heine-Bund, Berlin W 57, Pallasstr. 10-11.) tue dem Gemeindeamt Kalondarium 1928 Okiober , Tisdiri 5689 Freitag 5. 21. Sonnabend 6. 22. Sabbath Schmini Azeras Sonntag 7. 23. Montag 8. 24. Dienstag 9. 25. Mittwoch 10. 26. Donnerstag 11. 27. Freitag 12. 28. Sonnabend 13. 29. Sabbath B'rtaonia Gott ste Gemeindesynagoge Gottesdienst am bchlußfest Sch'mini Azercs: Freitag, 5. Oktober, Abendgebet 17,45 Uhr. Sonnabend, 6. Oktober, Morgengebet 9 Uhr, Predigt (Kabbinar Cohn) 10,15 Uhr, anschließend Seelenfeier. Simchas Thora: Sonnabend, 6. Oktober, Abendgebet 17,45 Uhr. Sonntag, 7. Oktober, Morgengebet 0 Uhr, Thoravorlesung 9,45 Bestellungen für feine KonditoPBiujaren unter Tel. 20214 oder im Laden Augustusplatz erbeten. Inn.: Ernst Fischer früher langjähriger Pächter der Konditorei „FQrst HsJoffSkaazIsr"

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