Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 39 (23.9.1928)
- Date
- 1928-09-23
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGlIMElNDn ZU l Ell'Zlü jnsar» Gemeinde Warnung Die Leipziger Studientenhilf« bittet al.c Mitglieder der (lemeinde, darauf ächten mi wollen, dafl Herr Max Rubin, Leipzig, Yorkstralle 8, nicht berechtig) i»t, für dir Studentenhilfe Qelder zu samiTieln. Wir bitten in allen Zwdfelstöllen um telefonischen Anruf beim Vorsitzenden der Studentenhilfe, Herrn Rabbiner Dr. Qoldmanu (Fernsprecher 216o7). Wie wird in Palästina gebaut? Utbtr dieses so interessante rtiema wird am kommenden Dienstag, den 2. Oktober im Kaufmännischen Vereinshaus, Schuls'.r. i, Regierungsbaumeister Baerwald in seinem Lichtbilder-Vortrag „Bau und Architektur in Palistina" sprechen. baerwald ist die für das palästinensische Bauwesen bedeutsamste Persönlichkeit und sein Vortrag daher von uanz besonderem Intermsc rtmut Büchar ist eng verknüpft künstlerisches und historisches Geschehen. So spricht jede Blume eine tausendfältige Sprache. Und Liebermanns Wort: „Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern reichen Inhalt bietet" bestätigt sieh von neuem, wenn man lernt, sie mit den Augen eines Theodor l essim, zu betrachten. I.e. Amtliche Bekanntmaeliuiig^n der lö.iclitlsohc;; Rcligicusgcmcindo zw Lei- Verwechslung eines Überziehers in der GemeindeS) nagoge Am Vorabend des Versöhnungstages isi in der zum l ingang G unserer Qemeindesynagoge zugehörigen Garderobeablage ein Mantel vertauscht wordin. l.s wird gebeten, diesen im Gemeindeamt abmgeben und den vertauschten Man:«.! dafür in l mpfan , ZU nehm ii Leipzig, den 2h. September 1928. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde , Thaodor Lessing, Blumen. Berlin (Verlag Ocsterheldu.Co.) Blumen, Bäume, Steine sind stumme Kreaturen. Aber ihr Schweigst wandelt sich in beredte Sprache, wenn ein Kundiger d.'S Weges xooimt. Theodor Lessing, feinster und liebevollster Beobachter all des V/aclisens und Blühens um ihn herum, sieht die Natur mit den Augeu des Dichters, mit den Oedanken des Philosophen, mit der Kenntnis des Naturwissenschaftlers. Ihm erschließt sie ihr geheimste» Wesen, für ihn hat sie tausendfältige Sprache. Er ist so naturverbunden, dali jedes innere Erlebnis in einer Blume sein Symbol findet. Der Schmerz um den 1 od der Tochter lost sich in einer ergreifenden Schilderung der Passiflora, der Blume des Schmerzes, auf. He Verbitterung über das Leid, das menschliche Grausamkeit verursachen kann, kommt in dem Essay von den . blutenden Blumen" juri Ausdruck. Unter Unmittelbarem Eindruck seiner Amtsenthebung ist das Kapitel „vom fleißigen I ii sehen" geschrieben, von jenen zwei Blumenstöcken, die wie zwei treue Freundinnen auf seinem Fensterbrett Wacht halten und an deren Schlichtheit sieh sein verlebter Stolz wieder aufrichtet, jede Blume trägt für ihn ein menschliches Antlitz, ist Sinnbild menschlichen Lebens, vom einfachen Kuchenkräutehen an, das der nüchternen Hausfrau gleicht, bis zu den prachtigen Orchideen, die mit schönem Haupt und morschem Stamm frsgwürdigen Verführerinnen zu vergleichen wären. Jede einzelne Blume ist zugleich Verkörperung tiefer Gedanken, das schnell dahinsterbende Schneeglöckchen gleicht unseren ersten I ebenstr innen, die Rose ist zugleich Blume des Lebens wie des Todes, sinnfällig, beweisend wie eng verwoben beides miteinander ist. Der Mohn, das Rauschgift enthaltend, erinnert au verlorene Träume und die Asteriskus, die Kose von Jericho, die von der Wurzel gerissen verdursten und verkümmern kann und dennoch blüht und lebt, ist dit Blume des Juden. Blumenkunde wird menschliche Seelenkunde, Blumenkunde gibt Aufschluß über kosmische Gesetze, Blumen sind Begleiter des Menschen durch die Jahrhunderte, mit ihrer Symbolik iipzig Barmizwa-Vorbereitung Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Gcmeind euneritgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom i. April l'JHi bis 30. Juni 1916 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1. Oktober 1928. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als Bartnizwa in der Qemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 30. September 1928 im Gemeindeamt, Löhrstralle 10, I. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat du .!• einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhallen. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leip7ie Im Anschluß an den Unterricht in unserer Religionsschule II ist ein Barmizwa-Vorbereitungsunterricht eingerichtet worden In diesem Unterricht sollen vor allem das Erlernen der Tonzeichen (Neginoth) für die Thora- und Prophetenvorlesung geübt und die prak- ■■OB I I.aillll!llllll!llllllll!ll!lilll|!|||||lllllllllllllllll|||||| - Moderne Tänze nach neuesten^ Stil, lerren 5ie bei Ballettmeister Willy Markise dem Tanzlehrer d ersten jüd. Kreise Leipzigs Privatunterricht Hauszirkel Anfängerkui sc Refl. Anmeldungen erbeten: Humboldtstraß: 26 Telefon 262 72 lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilHUIIIIIIIl y^vym DltnstaJ, den 2. Oktober, spricht im Kaufmännischen Vtreinshtus, Schuistraüe 5 Regierungsbaumeister B a e r w a I d, Jerusalem über Bau umd Architektur in Palästina gay- Ein Vortrag mit Lichtbildern Einlaß : 8 ihr abends Beginn : 8.30 abends ZIONISTISCHE VEREINIGUNG LEIPZIG