Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 39 (23.9.1928)
- Date
- 1928-09-23
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Ja.Man$, Hr 39 113J US 3ÜW3iY.30eWOlOl.l3fl Hl 23. Sjprorn^er 1928 o c/er Israelitischen Amtliches N^chrkhieHbldtV^^^ ßclcr GeMieiMdeverw<Hrt$\/r A^f kzWgionSqzmzindz CckhakP,. %S \;■■ .an nfltfillW KMat WSchsntlich i n Freitag. im;tfl* * •'« Rehq. 1 isgaawUfcdt wird es un- ... : iiich die Host . gss'-llt. Bszig.prju " Ml t! «\:aaitgiieder mcnat .-h 60 Pfennig«. An?eigetiannal me: Nch*. il ockrnstraüe Ii, Tilephon 1M49. ..... .»irtüiu; y>mnd . -.-W.Co.n. Le.püq, >rstr. 0. Tk'opSob UM». Oni.k ,„„ Verlag: W. T ■: UMg, OlvkooftT II, To.oiVnon IM«? An anpreito; D.« 4 c—rl'aet Dm-ZWi 10 Na. Fa m.l:»iuno kloine Aurelian 10 Pfg. Un.schlagselten und loi u-:rale ns:>- »■•ni Tarif .-.i uou Inseratenteil: J. Kühne HauhAfs't 9 (Telephon 14<49) Die Schnltleitung ubernin..: : Ifli tflt unter dem Nameo des Verfassers erscheinet '^e.i Hl l-agc und d.e Vereinsnacnnchten n*. r aic preßr.ese;/ c.io Vrrantwortung. Nac.tdiuck nur mu Q'.ekna tgibo und Genehmigung d:-.s Verfassers .'stattet. Amtliche ßekanntmachur.gen der Israelitischen Religionsgen;-. ludc zu Leipzig Zweite Abschlagszahlung auf die Gemeindeanlage 1928 Nach unseren Bekannlmadiuneien in Nr. 25 und 26 des Gemeindeblattes ist der I. Oktober 1928 als zweiter Fälligkeitstag der Gemeindeanlagen für 1928 festgesetzt. Da wir von den Finun/.amtern die Unterlagen zur Frred.nunK des Steucr.--at7.es noch nicht erhalten haben, ist — wje jn den früheren Bekanntmadlungen angekündigt — am 1. Oktcber nochmals ein Drittel des Gesamtbetrags der Gemeindeanlage für das Vorjahr als /weite Abschlagszahlung auf die Oemeindeanlage 1928 und zwar spätestens bis zum 12. Oktober d. J. zu entrichten. Die endgültige Veranlagung wirJ nach Feststellung des Steuersatzes in den r.Ldisien Monaten erfolgen. In dem Veranlagungsbescheid wird der Gesamtbetrag der für 1928 zu entrichtenden Gemeindeanlage bekanntge* geben, die geleisteten Abschlagszahlungen werden in Anrechrurg gebrich; der Restbetrag ist dam am 2. Januar 1929 zu entrichten. Die Gemeindekasse, Löhrstraße 10 I, ist werktäglich f.eöflnet von 9—1 Uhr. Die Gemeinde hat Postscheckkonto 5U533 Leipzig. Den GemeindemitgliederD wird auf Wursdi Iber die Höhe der von ihnen zu leistenden Zahlungen Auskunft ei teilt in unserer Steuerabteilung, Löhrstraße 10, III. Oberg., die werktäglich von 8—5 Uhr ^eöflnet ist. Leipzig, den 17. September 1928 Philo über das Laubhüttenfesl Philo von Alexandrien, der etwa ein halbes Jahrhundert vor der Entstehung des Christentums lebte, bat in seiner Deutung der biblischen Schriften und der israelitischen religiösen Uebungcn eine -ranz eigene An jfrpflcgt: er aBegorisierte. Nicht nur bei Symbolen, die ja ihrem Wesen nach auf allegorische Erklärung hindrängen, sondern auch bei Begleitumständen, deren allegorischer Sinn keineswegs in ihnen idbst gegeben war. Das hier wiedergegebene Stück ans seinem W erke „Ueber die Gesetze" mag ab) ein Beispiel dieser Art der I rfclärung dienen. .) SchriftHg. Das letzte der Jahresfesle heilit llnttenfest und fällt in die Zeil der Herbstgleiche. Daraus lernen wir zweierlei: zunächst tlall wir die Uk-ichheit (liillitfkcit) ehren und die Ungleichheit (Unbilligkeit) hassen sollen — denn jene ist der Anfang und Urquell der Gerechtigkeit, diese der Ungerechtigkeit; jene ist dem schattenlosen Wchlc, diese der Finsternis verwandt —; sodann daß wir nach der Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Keile aller Fruchte Gott danken solicn, dir sie /ur Reife gebracht und der der QucH alks Outen i-.;. Denn der Herbst i-:. wie dies Ja schon allein der Name lehrt, die Zeit nach dem Einheimsen der reifen Frucht, wo die Oewächsc und Bäume ihre jährlichen Abgaben und notwendigen rribute entrichtet haben und die Erde alles reichlich gewährt hat. was sie zur Ernährung der ungezählten Arten zahmer und wikler Tiere hervorbringt, nicht blofi zum sofortigen und augenblicklichen, sondern auch /um späteren OcnuB, dank der Vorsorge der ihre Geschöpfe liebenden Natur, Und in Hütten soll die I »tascit zugebracht werden, vielleicht weil wir uns da nicht mehr, mit dem Ackerbau beschäftigt, imter freiem Himmel aufzuhalten brauchen, da draußen nichts mehr zurückgeblieben und die ganze Ernte in cietreidegrubea und ähnlichen Behältnissen untergebracht i-t mit Rücksicht auf Schädigungen, wie sie Sonnenbrand und Regengüsse nach sich ziehen; denn solange die Frucht auf dem Felde stellt, kannst du das dir Unentbehrliche nicht hüten und wahren, wenn du dich einschlieflest wie ein Weib in seine Kammer, sondern nur wenn du hinausgehst, wenn dich dann beim Aufenthalt unter freiem Hirn- 1