Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 38 (21.9.1928)
- Date
- 1928-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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5 Oetufinde nicht außer Betracht lassen. Er befürwortet deshalb die Zunahme des Vorstandsantrages. Ein Antrag des Herrn Kaufmann auf Schluß der Debatte wird angenommen. Die Bewilligung von Klüt).— M wird abgelehnt, die Bewilligung von 500 M angenommen. Illrr Rosenfelder verwahrt sich in einer persönlichen Bemerkung «eg<;i eine Aeußerung des Herrn Selinger. Dieser erklärt, daß er nie lers< nlich rede und es ihm auch in diesem Falle fern gelegen habe, Herl Kosenfelder zu treffen. Er habe sich auch keineswegs gegen die Persönlichkeit des verehrten Herrn Kosenfelder gewandt, sondern mir gegen seine Idee. Er werde immer so reden, wie er denkt und wic /seine Partei verlangt. 4. Der Keren Kajemeth Lejisrael hat um einen Beitrag gebet*» und beantragt, die Gemeinde Leipzig mögesich durch die Bewilligung von M 400.— in das goldene Buch eintragen lassen. Der Vorstand empfiehlt, diesem Antrag stattzugeben. Herr Du bin er legt dar, daß die Organisation den Erwerb von Boden in Palästina für die jüdische Gesamtheit verfolgt. Er glaubt, daß die Bedeutung dieses Werkes so bekannt ist, daß es sich erübrigt, darüber weitere Erklärungen abzugeben. Alsdann wird die Bewilligung von M 400 — für den Kcrcn Kajemeth Lejisrael ausgesprochen und danach die öffentliche Sitzung geschlossen. Es folgt eine nichtöffentlich« Sitzung. Aus der «Jugendbewegung Führcrsitzung des Jüdischen Jugendringes Leipzig am 5. September 1928 Vertreten waren die Bünde Kameraden, Deutsch-jüdische |ugendgemelnschtft, Hechaluz, Esra, Misrachi ] uiul |U ng-Jüdischer Wanderhund. Die Leitung des Ju- | Igendringes wurde in Hans Oester reich er und Hermann Lattt bestätigt und dem ersten Leiter Philipp Hojda. der inzwischen Leipzig verlassen hat,!üi seine Arbeit nochmals herzlich < dankt. |v wurde berichtet, daß die finanzielle läge: des Jugendringes sich als eine sehr schlechte erwies. Als Gemeindezuschuli für das ja 1928-29 wurden dem Jugendritig M 300.-- bewilligt, die in Anbetracht der im Winterhalbjahr bevorstehenden Tätigkeit des Jugendringes leider nicht zureichen werden. Letztere wird für die U i iti Zeit darin gipfeln, daß das bisherige Montag-Spielen des Jugendringes auf den städt. Sportplätzen auf dem Meßplatz in eine der st idt. Turnhallen verlegt und dort von einem Gymnastik-Lehrer geleitet wird. — Weiterhin findet im Oktober ein Führer-Camp mit sozial-pädagogischen Vorträgen von Dr. I.ubinski und Dr. Meyer, Berlin statt. Ein (iitarre-Kursus ist inzwischen bereits eingerichtet worden. Er findet ab 10. Oktober jeden Mittwoch ab 20 Uhr im Jüdischen Jugendheim, Universititsstraöc 22, statt und wird von Max I lojda geleitet. |)a der Gemeindezuschuß bis jetzt die einzige finanzielle Unterstützung des Jugendringes von außen her bedeutet, werden »icli vermutlich Extra-Beiträge vonseiten der dem Jugendriug angeschlossenen Bünde notwendig machen, deren Einbringung wegen l.der I nappen Mittel aller Bunde außerordentlich schwierig sein wird. Der Jugendring wird daher gezwungen sein, sich in der nächsten J 7iit nr Deckung seiner minimalsten Ausgaben noch an weitere PJKrei-i zu wenden. Max I lojda schilderte die geldlichen Verhältnisse des Berliner 1 :inges als wesentlich günstiger. Die Gemeinde Berlin gewährte im Jahre 1*127 dem Ortsausschuß der jüdischen jugendverbände Berlin einen jährlichen Zuschuß von M 'J2000. -, während in: 3 llltMM) Mark im Budget der (lemeinde angesetzt worden sind. Der Ortsausschuß konnte auf diese Weise allen mittellosen Mitn der verschiedenen Bunde ganz wesentliche Zuschüsse für ahrten gewähren, konnte fernerhin die Stadt- und I andheime erschiedenen Bünde finanziell unterstützen, wahrend ein eigenes der jüdischen Jugend in Berlin selbst eingerichtet wurde. Der Jugendring I einzig hofft, im nächsten Jahre für seine unliebe Arbeit für die jüdische Jugend von der Qemeindc reich- Danksagung & PfJr die uns beim Ableben unseres unvcueßlichen Vaters Herrn Hirsch Fogel e;w e<ene Teilnahme, sa gen wir hierdurch A'len u s:ren h :r/lichsten Dank. Ganz besonders Herrn Rabb. Dr Goldma; n f r seine wunderbaren Worte. Liipdg, 18. Sept 1928 Die trauernden flinferbliebtnen licher bedacht zu werden, als in diesem ersten Jahre seines Bestehens. < Der Fuhrerrat legte die Satzungen des jüdischen Jugendringes Leipzig fest, die folgenden Wortlaut haben: Satzungen des Jüdischen jugendringes, Leipzig: 1) Der Jüdische Jugendring Leipzig bezweckt den Zusammenschluß der jüdischen Jugendbünde Leipzigs. Er gehört dem Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände an. Der Jüdische Jugendring Leipzig ist zur Mitwirkung an den Ai beiten des Reichsausschusses der jüdischen Jugcndverbände verpflichtet. 2) Der Jüdische Jugendring Leipzig bezweckt die Zusammenarbeit der jüdischen Jugendbünde an allen Aufgaben, die der jüdische« Jugend gemein sind, unter voller Wahrung der Selbständigkeit der ■einzelnen Bünde. 3) Die Organe des Jüdischen Jugendringes Leipzig sind: 1. Die Leitung; 2. Der Fiihrerrat. 4) Die Leitung des Jüdischen Jugendringes wird vom Führerrat bestimmt. Der Führerrat besteht aus je einem Vertreter der dem Jüdischen Jugendring angeschlossenen Bünde. Der Jüdische Jugendring lehnt es ab, über die von ihm zu fassenden Beschlüsse abzustimmen, da er glaubt, daß in den der jüdischen Jugend gemeinsamen Aufgaben eine Einigung auf gutlichem Wege immer zu erzielen ist. 5) Der Führerrat ist arbeitsfähig, wenn mehr als die Hälfte der in ihm vertretenen Mitglieder anwesend ist. 6) Die Leitung hat den Fiihrerrat mindestens einmal im Monat zusammenzurufen. 7) Als Mitglieder werden aufgenommen al'e jüdischen Jugendbünde, die in überwiegender Zahl aus Mensehen unter 2'J Jahren bestehen, sowie Jugendabteilungen von Bünden Erwachsener. Die Aufnahme erfolgt durch den Führerrat. 8) Die Mitgliedschaft erlischt nur durch schriftliche Austrdtserklirung und mündliche Begründung vor dem Führerrat. Q) lieber den Ausschluß eines Bundes aus dem Jüdischen Jugendring Leipzig entscheidet der Führerrat. 10) Das Werben von Jüngeren aus einem Bunde in den anderen ist innerhalb des Jüdischen Jugendringes untersagt. Bei freiwilligem Uebertritt haben sich die Führer der jeweiligen Bünde unbedingt vorher zu verständigen. Die i eitung des Judischen Jugendrings Hans Oesterreicher o.jfreeeiOsygeeaiee eeieeee^Ki» ans 'i^ss-'ssa-fr J Stett Karten! Zu der am S >nnahenJ IlWI 'a den 29. Sept. 1928 •} 9 „ =» ü in der Synagoge Mi Oa'm. O. o Schill S r. slat findenden ,\ I mSM H Feier | unseres jüngsten Sohnes Rudi erlauben wir uns hierdurch il unsere lie'ien Freunde und werte Bekannte höflichst ü i' einzuladen. 0 ■ •J Empfang 11 -3 Uhr Familie L Hönigsberg i Zöllnerstraße 4 I *)