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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-08-31 · 35 (31.8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
35 (31.8.1928)
Date
1928-08-31
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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GEMEIN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN REUQIONSOEMEINDE ZU LEIPZIQ I imil Masse" in eingehender Weise. Er unterschied drei Erschcinungsformen des Problems: die historische, soziologische und psychou ic, An Hand von Belegen aus der (ieschichte wies Dr. Kahn i dall in aller Macht- und Rechtsgeschi,chte wie ganz offenbar in Kunst und Wissenschaft stets das grolie Individuum Oder die beschränkte Gruppe entscheidet. In soziologischer Beziehung /'-igt •ich die Pracvalcn des Einzelnen schon klar in der Wur/el aller in llschaft, der f'amilie. Jede Oesellschaft, sei es die Familie, die Sip ■ (Hier der Staat, erfordert eine gewisse Ordnung. Der pater fu ic mit seiner unumschränkten Autorität zeigt in kleiner Per« ive das Bild der Macht, die da- Ordnung der Gesellschaft gründet lufrechterhält, jedes Mitglied an den richtigen Platz stellt. Diese it ist bis heute nur von Einzelnen ausgeübt worden. Ob eine ichaft der Masse möglich ist, lehrt die Betrachtung der psycho* chen Seite des Problems. Die Massenpsychologie zeigt zahlt atavistische Züge, sie ähnelt der von Kindern und wilden Völ- W'ie diese ist die Masse von Instinkten und Gefühlen beseht. Kultur aber ist eine steigende Hemmung des Qefühllebens erfordert Voranstellung der Vernunft. Der Kulturmensch ist notwendig von der Masse geschieden. Daraus ergibt sich Aufgabe: sich selbst zur Persönlichkeit heranbilden und so I Ü bung der Masse beizutragen. — Dir nächste Vortragsabend findet am Montag, '3. 0. 28 pünktlich 211,111 Uhr im Clubheira, Universitätsstr. 22-24, statt. Herr Fsriel Carlibach spricht über das Thema: „Der Orientjude", (iästc willkom- Daten der englischen und hebräischen Konversationsabende liegen im I leim aus. — na* i aiii' spe« und Mac H< logi rcui ken heri zur Eine Es 5. K louie Oktc Md semn Monto ffinfte Kolonie im Kindcrcrh<>lungstuim Dürrcnberj,' ist wider Erwarten gelungen, noch in diesem I lerbst eine ilonie nach dem Solbad Dürrenberg zu schicken. Die Kobeginnt am 18. September und dauert bis einschließlich 16. »er l')28, erstreckt sich also über die Michaelisfeiern. Idungen von schulpflichtigen Kindern und einigen schulentlas- Mädchen, können bis spätestens 4. Sept. 1928, am ig oder Dienstag im Gemeindeamt, Löhrstr. 10 ptr. in der Zeit 1(1—13 und K> 17 Uhr, entgegengenommen werden. Das Dürrenberg-Kt mitec Herren-Hüte Das Beste in allen Preislagen Reise-, Sport-, Yacht-, Schüler- und Kinder- Mützen JullUS Müller, Leipzig, Petersstr.30 und Gohlis. Halliwhe Strafte 87 89 In Gohlis auch Wäsche, Cravatlen und Herrenartike! Z I O A R Neue Bücher D r Jub; Mumsk ilendcr des Jüdisdnu. Frauenbundes Der Jüdische Frauenbund bückt im Juni des kommenden Jahres auf ein 25-jähriges Bestehen zurück. Er kann auf sein Werden im stolzen Bewußtsein eines steten Fortschrittes sehen, im Zeichen <iet Juhiläumsstimmung steht auch bereits der diesjährige Kalender, der in des Wortes wahrster Bedeutung ein „Erauciibundskalcndcr' ist. (iedanken, Empfindungen, Wünsche und Zukunftshoffnungen der in der I ranenhundsarbeit stillenden Frauen geben ihm sein Gepräge. Die ganze Vielgestaltigkeit der durch die verschiedensten I >kalen Verhältnisse gebotenen Arbeit, die Verschiedenheit der Einstellung der in ihm tätigen Kräfte kommt in ihm zum Ausdruck. So bewest er von neuem, dall der Frauenbund die frische, lebendige Beweglichkeit seiner Arbeit sich dadurch erhält, dall er der Subjektivität freiesten Raum lallt. Von großem Interesse sind auch die Aussprüche von führend n, jüdischen Persönlichkeiten außerhalb des Frauenbundes, Der Kalender gibt somit ein getreues Spiegelbild der inneren Stimmung in der gegenwärtigen jüdischen Frauenarbeit, so wie auch ihre B »vertung von außen und wird dadurch für alle Zukunft ein wertvolles Kulturdokument sein. Von starker kultureller Bedeutung ist auch die Wiedergabe der künstlerisch wertvoll ausgeführten Reproduktionen, die einen Uoberblick über das Schaffen gegenwärtiger, jüdischer Künstler geben. Dr. Karl Schwarz, Kustos der Kunstsammlung der Jüdische i Gemeinde Berlin, weist in seiner Besprechung des Jüdischen I rauenbundskalenders in den Blättern des Jüdischen Frauenbundes darauf hin, dall an diesem Kalender stark zu erkennen sei, wie seil, sich Themengebung der jüngeren, jüdischen Künstler immer sichtbar r um jüdische Stoffe gruppiert und wie sich die Zahl der jüdisch. .! Pla- .stiker immer starker mehrt. Um eine Sammlung der ein/einen Kunstblätter zu ermöglichen, hat der Kalender des J F.B. auch in seiner äußeren Gestalt ein - Verbesserung vorgenommen. Er ist aui vielfachen Wunsch in ein n Umschlagkalender umgestaltet worden und dadurch sehr hanJlicii geworden. Es sei zum Schluß noch darauf hingewiesen, d:: i! r Raus der fiiite 6 m. 1>. Ii Datnettbtite Hinderbttte Grosstcs Speziai'Unttrnthmen Deutschlands Zentrale: Ceipzh, Brühl 5 1 FILIALEN: Ccipzia. BrüM 6 „ G'immaischtr Stctnwea 15 lUindmiihi;ncfr' 24 eil-nba^ns mssc ji ätr£!orf«riifa?sc is Dresden, Stettin, Magdeburg, Stargard t.P. €rfurt, 3ena

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