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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-08-03 · 31 (3.8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
31 (3.8.1928)
Date
1928-08-03
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Säte 2 GFMEINDEBLATT OER ISRAELITISCHEN REUOIONSOEMEINDE, LEIPZIO bacl sei weniger eingestellt, als im vorigen Jahr, r.r Drage, ob das Bedürfnis genügend geprüft worden sii. Das Interesse an Qetrreinde- Einrichtungen sei nicht genügend. (Jleiche Pflichten, gleiche Rechte. Die Verknüpfung mil dem Judentum s«. i mir durch die Thora möglich. Uebrigens empfehle er auch friedliches Uebcrdnkommen. Oer Vorsitzende bemerkt, dafl die von Herrn Stein erwärmten 7000 Mark zu den Gehaltserhöhungen gehören, für die bereits iai vorigen Jahr ein Betrag von 23000 Mark eingestellt gewesen sei und feiwar nichl bei den einzelnen Kapiteln, sondern unter den außerordentlichen Ausgaben. Hen Rosenfeider. Die Angriffe des Herrn Seiinger gegen die Höhere israelitische Schule seien unbegründet Die Lehrfächer stau behördlich vorgeschrieben; die Schule wirke segensreich, die Schüler sind begeisterte Juden, sie haben siel» in den Prüfungen (ehr bewahrt. Ob die QebefreudigkeM bei dem allgemeinen Wahlrecht wachse! avürde, sei fraglich. i, wird hierauf in die Einzeiberatung eingetreten. I. Allgemeine Verwaltung: Herr 1 unipowsky schlägt vor, eine besondere Kommission aus 5 Mitgliedern zai bilden, die für Ersparnisse sorgen und binnen; ♦ Monaten Bericht erstatten soll. Herr Breslauer erklart, daB der Vorstand gegen Einsetzung einer solchen Kommission nichts einzuwenden habe. Herr Seiinger wünscht Besprechung in der nichtöffentlichen Sit- ■ung, er will dort Fragen stellen und erklärt jetzt gegen die Position zu stimmen. Kap. I wird darauf gegen eine Stimme angenommen. Desgleichen wird Kap. II ..Gemeindehaus angenommen. Bei III Kultus und Unterricht tragt Herr Seiinger an, woher die Steigerung komme, worauf Herr Breslauer erwidert, dali sie daherrühre, dal! die Gehaltserhöhungen, die im vorigen Haushaltplan nur für einen Teil des Jahres eingestellt waren, nun für das ganze Jahr wirken. Herr Seiinger. Es muli ein Lehrer für jüdische Literatur angestellt Weiden. Herr Ii od es. Die Anstellung einer weiteren halben Hilfskraft hat Herr Dr. Carlebach für notwendig erkannt. Der llnterrichtsausschulS hat es mit 8 gegen 1 Stimmen empfohlen, er beantragt 1800 M dafür einzusetzen. Der Vorsitzende empfiehlt, den Betrag als Berechnungsgeld an den Schulvereiu zu gewähren, jedoch nicht die Hilfskraft selbst anzustellen. Herr Kaufmann erklärt sieh mit diesem Vorschlag einverstanden; desgleichen befürwortet Frau Felsenstein die Bewilligung. Herr Stein. Der Religionsunterricht sei noch nicht voll geregelt, es seien noch jetzt viele Kinder unversorgt und es fehlen die zwei Lehrer Im die Ahawas Thora. Fr bittet, zunächst diesen Punkt SU verhandeln. Herr II od es erwädert, daB der Posten lur die Hilfskraft in keinem Zusammenhang mit der Ahawas Thora steht. Herr Seiinger. In der Abstimmung wird der Antrag auf Gewährung des Berechnungsgeldes von 1800 M an den Schulverein angenommen. Z« b 7 .spriebt Herr Hodes. Der Schulvereiu musse außerordentlich große Aufwendungen für das Haus machen, die er im einzelnen darlegt. Die Heizung, Beleuchtung, Verwaltung usw. erfordere grolle Mittel, er beantragt die Erhöhung von 7000 M auf 0000 M. Herr Tumpowsky erklärt, im Finanzausschuß sei ein Uebercinkommen zustandegekommen, das liier nicht umgestoßen werden mochte. ilerr Hodes erwidert, dali die Beschlüsse des Finanzausschüsse Für die Gemeindesitzung nicht bindend seien. Er ziehe jetzt Seinen Antrag auf Erhöhung Zurück, werde aber später zum Beitrag für die Schule sprechen. Herren-Hüte Das Beste in allen Preislagen Reise-, Sport-,F Yacht-, Schüler- und Kinder- Mützen Julius Müller, Leipzig, Petersstr.30 und Gohlis, Hallisehe Straße 87-89 In Gohlis auch Wäsche, Cravatten und Herrenartikel Herr Stein erklärt, der Posten 3 a (b Lehrer) müsse auf 8 erhöht werden. Fr wünscht eine Erhöhung auf 72011 M als Beitrag zur Ahawas Thora. Herr Dr. Wohrizek. Die liberalen Steuerzahler hätten den Wunsch, dali ihre Gelder in ihrem Sinne verwendet werden, also so, dali allen Meinungen Rechnung getragen wird. Der Ausgleich wird dadurch erschwert, dali die Forderungen für die Höhere israelitische Schule immer höher würden. Die Ahawas Thora müsse abei auch berücksichtigt werden. Fr bittet die Position 7000 M für die Höhere Schule stehenzulassen. Herr Rosen f eider beantragt, mit Rücksicht auf die angewachsenen Lasten, den Posten für Miete usw. von 7(KK) M auf KKK10 M zu erhöhen. Herr Tumpowskv befürwortet die Bewilligung von 720(1 M als Beitrag für die Ahawas Thora. Herr Hodes. Die Höhere israelitische Schule leistet für die Judenhdt sehr viel; die neue jüdische Geschichte wird freilich nicht gelehrt. Die Ausgaben haben sich seit 2 Jahren verdoppelt, eine Erhöhung des Beitrages von 8000 M auf 12000 M sei nur den Verhältnissen entsprechend, Die Schule sei in den Mädchenklassen schon jetzt Volksschule, allerdings mit Schulgeld. Line besondere Volksschule würde viel mehr kosten. Er macht den Vorschlag, 12001) M als Stipendium an 50 Schüler der Höheren Schule zu bewilligen und bemerkt, dali es sich meistens um Kinder von orthodoxen Gc- Iteindeangestellten handle. Herr Dubiner tritt für Bewilligung an die Ahawas Thora ein, betont aber, dali eine Verschmelzung mit dem orthodoxen Gemeindeunterricht eintreten soll. Der Beitrag soll als Berechnungsgeld be- ■iwilligt werden. Flerr Seiinger bemängelt, daß zuviel Mittel für Religionsunterricht, dagegen nichts für neuen hebräischen und Geschichtsunterricht eingesetzt seien. Ilerr Goldrei. Eine Verschmelzung habe sich bis jetzt als unmöglich erwiesen. Fs handle sich nicht um einen Beitrag, sondern um Aufwand für den Religionsunterricht. Der Unterricht von Ahawas Thora sei vom ortluxloxen Rabbiner anerkannt und gebilligt. Flerr Dr. Wohrizek beantragt zu X Nr. 31 (Ahawas Thora) 3500 M zu bewilligen, wozu Ilerr Tumpowsky den Zusatzantrag stellt, der Ahawas Thora aufzugeben, sich zu bestreben, in den allgemeinen Religionsunterricht eingeordnet zu werden. Der Antrag Stein auf Gewährung von 7200 wird mit 10 gegen 15 Stimmen abgelehnt. ( ( Nach Beschluß der Versammlung wird der Antrag Wohrizek sofort (verhandelt. Ilerr Stein bittet um Erhöhung auf mindestens 6000 M. 3500 M habe man ja durch die Ablehnung vom vorigen Jahr übrig behalten. Der Antrag Stein wird abgelehnt.; Der Antrag Wohrizek mit Zusatzantrag Tumpowsky wird gegen 2 Stimmen angenommen. Nach einer Pause wird das Protokoll der vorigen Gemeindesitzung iverlesen, genehmigt und vollzogen. Der Antrag Rosenfelder auf Erhöhung des Postens 1> 7 auf 10000 M wird gegen 2 Stimmen abgelehnt. Mit demselben Stimmenverhältnis wird der Posten von 7000 M angenommen. Der Antrag Tumpowsky auf Einsetzung einer Kommission, betreffend Ersparnis, wird angenommen. Zu Mitgliedern der Kommission werden einstimmig gewählt die Herren Aronstein, Gutmann, Dr. Pietrkowski, Tumpowsky und Stein. Die übrigen Posten von Kap. III werden angenommen. (Schluß des Berichtes in nächster Nr.) Bestellungen für feine jgjjfgjjirg unter Tel. 20214 oder im Laden Augustusplatz erbeten. Inn.: Ernst Fischer früher langjähriger Pächter der Konditorei , Fü. st Reichskanzlsr"

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