Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 30 (27.7.1928)
- Date
- 1928-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Saite 2 GFMEINDEBLATT DCR ISRALLIT1SCHEN REUOIONSQEMEINDE, LEIPZIG alles andere als konsequenter Rationalist - schon in clor Aesthetik ist er es nicht. Der „Jerusalem" ist nur zur Hälfte ein rationalistisches Buch. Sein /weiter Teil erklärt unumwunden das Faktum der Offenbarung und das „Gesetz" als ihren Inhalt als etwas, das außerhalb rationaler Begründung steht. Minen Versuch, wie Lessing ihn unternommen hat, der die Offenbarung als pädagogisches Mittel, Sozusagen, anerkennt, in Wirklichkeit sie damit aber weginterpretiert, hat Mendelssohn nicht nur nicht mitgemacht, sondern als ihm unverständlich bezeichnet In diesem wesentlichsten Punkte bleibt letzten i ndes Philosophie und Judentum unverbunden nebeneinander' stehen; es philosophisch lassen »der ^ar begründen zu wollen, dazu wird nicht einmal ein Ansatz genommen. Die geistige destalt Mendelssohns ist nicht einheitlich; er ist „Stockjude und Philosoph" geblieben, wie das ein Zeitgenosse richtig gefühlt hat. Und selbst die Philosophie für sich ist nicht cinin. aus einem OllB, Das Urteil über Mendelssohn, das die Geschichte g< bildet hat, wird dadurch nur begründeter. In der Philosophie ist er dt i bedeutende Anreger für die folgende Klassik und für das Judentut ist er der Beginn einer neuen Zeit, weniger allerdings durch sein gedankliche Leistuung als durch seine Person. Bleiben auch die b< grifflichen Teile getrennt, so ist doch der Sinn seines Lebens eine durch die Einheitlichkeit der Gesinnung, die dieses Leben beherrsch Der Reinheit dieser Gesinnung hat sich niemand entziehen könnei Hinweis auf sie ist das stärkste Argument gewesen, das Mendelssoli! der Emanzipationsbewegung gegeben hat. Die Mendelssohnschc Rel gionsauffassung aber, wie sie in den theologischen Diskussione I zitiert wurde, ist ein Mißverständnis gewesen. Jüdische Verbände u. Gemeinden l.andcstagunjj des hessischen Landesverbandes Israelitischer Religionsgemeinden Die diesjährige Landestagung des Hessischen Landesverbandes Israelitischer Religionsgemeinden fand in Main/ statt. Aus dem Geschäftsbericht, den Kommerzlenrat A. Meyer erstattete, geht hervor, dall sieh die Zahl der Verbandsgemeinden von 85 auf 121 erhobt hat. Durch den Beitritt 12 weiterer Gemeinden mit 577 Mitgliedern zählt der Verband neuerdings li'i Gemeinden (die Gemeinde Kirchbrombach hat sich aufgelöst) mit mehr als 15000 Mitgliedern. Nicht angeschlossen sind noch 9 .Gemeinden in Rhein-Hessen (21<i Personen). 2 im Rabbinat Offenbach (252 Personen) und 18 in Oberhessen (566 Personen). 16 Gemeinden im Rabbinat Darmstadt II (2t(,5 Personen). Von Beiträgen in Hohe von 22781 Mark wurden 10625 Mark für Besoldungen usw. verausgabt. Der Verband beschäftigI etwa 42 Lehrer. lieber eine vom hessisehen Staat erbetene Subvention in Hohe von 16000 Mark Hegt noch keic Entscheidung vor, Unsere» Gemeinde Zuschriften an dicSchrlftleitung Es wird gebe:en, alle 1 ir die SchriitVitun« des (ic^ciir/eblattes bestimmt« n Zuschriften in der Zeit vom 15. Juli bis 9. Au»ust an Herrn (jerreinderabbim r Dr. fif ldmann, Könii;- Joha-.; sirfcßj 17 zu richten. PcSachanterstützungen durch dLisraelische Relifionsgemeiade zu Leipzig Der Moaus-£hitim-AusschuB hat kürzlich an dieser Sülle über sein' Leistungen hum verflossenen Peßachfest berichtet. Unter den annahmen des Ausschusses war ein Beitrag der Gemeinde von M 820,— aufgeführt. Damit hatte sieh aber die Hilfstätigkeit der (lemeinde zu Peßach keineswegs erschöpft. Sie hat vielmehr außerdem von sich aus zu Peliach an Barunterstützungen M 6060,30 gewährt und annähernd 6t) Ztr. Mazzos zum Ankaufspreis von M 2355,75 verteilt. In dem Betrag von M 6080,30 ist eine Beihilfe von M 25t). — an den Jüdischen Studentenverein ringeschio—en, feiner M 250.— für Verköstigung von Strafgefangenen. Amtfiche Bekanntmachungen der IsratlltlsolMa Tl9li.»ioa3j'»ai3lad9 zw Leipzig Auscabe der SynafOfenktrtea Die Erneuerung dir Synagogenkarten findet vom 23. Juli bis 10. August d. J. im Gemeindeamt, Lohrstraße 10, I, statt. Ueber diese Zeit hinaus ist rim- Aufbewahrung der Karten ausgeschlossen. Karten, die bis dahin nicht abgeholt sind, werden ohne weiteres anderweit vergeben. Wegen Zuteilung verfügbarer Plätze erfolgt später persönliche Benachrichtigung. Leipzig, den 12. Juli 1028. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeuide zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Kalandarlum 1*28 Juli Aw 5688 Freitag 27. 10 Sabbath Woeschanan Sonnabend 28. 11. Sonntag 29. 12. Montag 30 13. Dienstag 31. 14. Mittwoch 1 > 15. Donnerstag a i 16. Freitag a C O Cft 17. Sonnabend 4. 18 Sabbsth Kkew Gottesdienste (iemeindoynagoge Sabbatgottesdienst: Freitag, 27. Juli Abendgebet IQ Uhr mit Pre digt (Rabbiner Dr. üoldmann); Sonnabend, 28. Juli Morgengebei o Uhr, Nacbmittagsgebet 20;25 Uhr anschließend Lehrvortrag (Rabb Dr. Goldmann) Abendgebet 20,5«) Uhr. Sabbatgottesdienst: Freitag, 3. August, Abendgebet 10 Uhr, Sonn abend, 4. August, Morgengebet <) Uhr, Naclunittagsgcbct <) Uhr Naehmittagsgebet 20,15 l hr, anschlielicnd I ehrvortrag (Rabbiner Dr Goldmann); Abendgebet 20,46 Uhr. I riUigottcsdienst: Sonntags 8 Uhr, wochentags 7 Uhr, Abendgottesditnst l'i Uhr. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Str. 6, e. V. Freitag abend 19,'JO Uhr, Sonnabend morgen 8,30, Mineha 17 Uhr, Sabbatausgang 20,59 Uhr. Wochentags fruli 7 Uhr, abends i0,30 Uhr. ii s s ä t - C U u h e ii für die hohen fielen an^emes'er s Honorar gesucht. 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