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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-07-13 · 28 (13.7.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
28 (13.7.1928)
Date
1928-07-13
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Die Vertretet von Sachsen und Hessen' haben -ieh der Abstimmung über diese Bestimmung enthalten, l'm dem sächsischen und hessischen Landesverband die Teilnahme an der Reil / zu ermöglichen, i;t eine l 'che rgangshest immun g folgen len Inhalts angenommen worden: Zu der ersten Reichslagung, die voraussichtlich in zwei bis drei Jahren einberufen wjf** entsendet der sächsische und hessische Landesverband von ihnen — den Landesverbänden — delegierte Vertreter. Nach Ablauf der ersten Wahlperlode wurde dann die Frage, ob für die Wahl der Ahgeordneten zur Reichstagung die l'rwahl einzuführen ist, wieder aufzunehmen sein. Nach ausführlichen, /um Teil lebhaften Auseinandersetzungen werden dem heute versammelten Aussehuli des Sächsischen Israelitischen Qemeindevcrhandea folgende Fragen zur Abstimmung vorgelegt. Die Abstimmung erfolgt namentlich. 1. Wird der Beitritt des Sächsischen Israelitischen (iemeinde- Vcrbandcs zur Arbeitsgemeinschaft der Landesverbände genehmigt? Einstimmig! 2. Erfolgt die Wahl der Abgeordneten zur Reichstagung in Sachsen dureh Urwahlen? Dafür stimmen Rabbiner Dr. Goldnann, Prediger Heimann, Katz, PionkowsM, Tump-wsky - 5 (Stimmen; dagegen stimmen Breslauer, Chanange, Hr. Qoldberg, Goldschmidt. |o>ke Kahn, Dr. Lappe. Mecklenburg, Salinger, Rie6; Schlesinger, Dr. Zimmermann -- 12 Stimmen. Die Urwahlen sind also abgelehnt (. Beschließl der Ausschufl des Sächsischen Israelitischen Gemeindeverbandet: a) den Beitritt des Sächsischen Israelitischen Qemeindeverbandei zum Reichsverband der deutschen Juden? ■ b) Zur ersten Reichstagung vom Vcrbandsausschufl delegierte Vortreter des sächsischen Verbandes zu entsenden? Sorte TTTT T f.i.C Tai! >lW'.:f nsr.;: < r.;-.. ••cy^rtie' Bcschhififassinig '•darüber, "'ob. Vor der zweiten Reichs-/ tagung die Wahl der f:Abf*e6Ydtteteh ' durch Urwahlen; zu erfolgen' hat oder ob -der sächsische Verband aus dorn Rcichsve'rbjlncl wfeder.' austritf, nach der ersten Reichstagung vorzunehmen-? ., .' ' Es wird mir über Punkt a und b abgestimmt, Punkt c wird-, vertagt; Dafür stimmen Breslauer, Chanange, Dr. (loldberg, Gold-, seftmidt,' lleiimiun, Joskc, PionipWßkjy, Rieß", Salinger; Schlcsin-, ger, Dr. Zimmermann s 11 Stimmen- ' Da gege u stimmen Katz und Dr. Lappe. Rabbiner Dr/ Goldmann und Tumpuwsky enU halten sich der Stimme. Der Beitritt zum Reichsverband und die Entsendung von Vertretern zur Reichsverbandstagung ist also bc-, schlössen. Als Mitglied des Rats werden durch Zuruf einstimmig die Herren Rechtsanwalt Paul Salinger, Dresden, Karl Goldsehmidt, Leipzig, und Siegfried Pionkowski, Dresden, gewählt. - Punkt 10, „Schächtschutz", wird vertagt. .11. Steuer fragen. Die über das Steuerrecht geltenden Bestimmungen sollen in einer Denkschrift zusammengefaßt werden, die sich .namentlich auch mit der Franc der Forensenbesteuerung zu beschäftigen bat. Diese Denkschrift soll den Verbands gemeindest 'zugestellt werden. IZ Besprechung von gemeinschaftlich interessierenden Fragen. Wegen der vorgerückten Zeit — es ist inzwischen 81/; Uhr geworden — werden die weiteren Fragen nur ganz kurz behandelt. Wichtig ist die Einführung eines Beamtenrechts für die Verbandsgemeinden. Die Frage muH aber bis zum Erlali des Gesetzes über die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften zurückgestellt werden. Das Gemeindeblatt der.' Israelitischen Religionsgemcinde ZU Dresden soll künftig gleichzeitig als Mitteilungsblatt des Sächsischen Israelitischen Gemeindcverbandea ausgestaltet werden und den Verbandsgemeinden in efer erforderlichen Anzahl von Exemplaren zugestellt werden. Es erhält den Titel: Gcmcindehlatt der Israelitischen Religionsgemeinde ZU Dresden. Amtliches Organ des Gemeindevorstandes und Mitteilungsblatt des Sächsischen Israelitischen (iemeindex erbandes. Mit Dankesworten des Herrn Joseph Kahn, Chemnitz, an den Vorsitzenden für die vorzügliche Leitung der Versammlung wurde diese kurz, nach 8Vi Übt geschlossen. Gegen 2 Uhr vereinigten sich die Teilnehmer an der Sitzung zu einem von der I ircsdner (iemeinde dargebotenen Mittagsmahl in der Frateruitasloge. Jüdische Verbände u. Gemeinden Ernestine Eschelbadier gestorben Die gesamte jüdische Frauenwelt nahm mit stolzer Freude daran Anteil, dali eine ihrer Führe, innen, Frau Ernestine F.schelbacber, Berlin, air1 S. 7. d. J. in bewundernswerter geistiger und körperlicher Frische ihren 70. Geburtstag feierte. Sie ist eine der populärsten Gesta t. ii der jüdischen Gegenwart. Es gibt fast keine jüdische GemcinOv. in Deutschland, in dir sie nicht durch ihre begeisternde Beredsamkeit und dureh die von ihr ausstrahlende Güte alle Herzen gewonnen hätte 5i i-t die Witwe des s. Z'. in Berlin hocliangesehenen Rabbiners I fr. Joseph Eschelbacher. Sie leitet als erste Vorsitzende den Schwesternverband der Bne Brithlogen, ist Vorstandsmitglied des Jüdischen Frauenbundes und gehört außerordentlich vielen charitatitiven Vereinen an Die Forderungen der jüdisdien Jugend an die (iemeinde In unserem Berichte über den 7. Delegiertentag des „Verbandes jüdischer Jugendvereine Deutschlands" (siehe Nr. 22) möchten wir noch die I ntschlieBung bekanntgeben, die zu dem Referat Dr. Herzfeld: Die Arbeil der Jugend in der Gemeinde zur Annahme gelangte: 1. Der Preußische 1 indesverband jüdischer Gemeinden wolle in dem Entwurf eine- Gesetzes, betreffend die Rechtsverhältnisse der <^iHiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiititiiiiiiiiiiiiii:i::;;iiiiiiiiHiiimiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Der Bub lliopf Dauerwellen Wasserbällen H a a. rfärben durch Spezialisten Richard Lorenz, BrliHl 4 «aiiwimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiw Juden in Preußen, unverzüglich folgende Entschließungen aufnehmen! a) Die Wahlfähigkeit beginnt mit dem vollendeten 20. Lebensjahre. b) Die Wahlfähigkeit und Wählbarkeit dürfen nicht von einer Karenzzeit abhängig gemacht werden. 2. Die Nichtprculisichen Landesverbände wollen dafür Sorge tragen, dali die Bestimmungen der Judengesetze in den einzelnen Ländern einem modernen Jugend Wahlrecht entsprechen, insbesondere die Wahlfähigkeit mit dem 20. Lebensjahre beginnen lassen, sowie Zensus und Karenzzeit abschaffen. 3. Falls die geforderten Acnderungen von den zuständigen Landesverbänden nicht durchgeführt werden, wird von den Synagogen- PUR» Telephon Nr. 55 WS 5:»067 reinigt und färbt schnell und preiswert Teppich«, Portleren Herrenu. Damrngard. Nidtste Filiale Salzzaßchen 6, Tel 14 424 J. C. Hanifch Das Blumengeschäft für Jedermann Grimmaisehe Straße 29 Hauptbahnhol West Fernsprech-Sammelnummer 70156

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