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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-07-06 · 27 (6.7.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
27 (6.7.1928)
Date
1928-07-06
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN HELIOIONSOEMEINDE, LEIPZIO S«*€ 5 V irnunjt die Oemdndemitglieder werden ilarauf aufmerksam gemacht, ».laß i Inziehung der Beiträge tu r die Studentenhill« i .liglich Herr Max Meyer, Leipzig-Lindenau, Lütznerstr. 27 cchtigl ist, der sich durch einen von Herrn Oemeinderabbiner Dr. Iniann ausgestellten Ausweis legitimiert, ia leid« r Mißbrauch mit dem Namen der „Studentenhilfe" getrieben den i-t. bittet diese Organisation, sobald andere Personen als Obige, Beträge anfordern, sofort Herrn Oemeinderabbiner Dr. Imann (Fernsprecher 21667) in Kenntnis zu setzen." Heus £3äSGüter Die Ehe, ihre Physiologie, Psychologie, Hygiene und Eugenik. Hin lologisches Ehebuch. Herausgegeben von Dr. Max Marcuse, Berlin und Köln 1927 (A. Marcus u. E. Webers Verlag). Dr. med. R. F et sc her, Orundzfige der ErbRchkeitdehre. Dresden (Deutscher Verlag für Volkswohlfahrt). H med R. Fetschor, QrundzÜge der Rassenhygiene. Dresden ratschet Verlag für Votkswoblfahrt). Die Krisis, die gegenwärtig die Ehe durchlebt, geht uns als Julen besndeors nach der bevölkerungspolitischen Seite an. Audi der jüngsten Tagung des „Allgem. Deutschen Rabbiner-Verban* . die sich mit den „Forderungen des Judentums für die Gestaltung des Lebens" befaßte, galt ein beachtlicher Teil der Verhandhindiesem Problein. Im Judentum war die Ehe bis in die Gegenwart hinein die Lebensform des jüdischen Menschen. Eine Lebensform von zartesetr Reinheit im Verhältnis der Gatten ZU einander. Aber doch — ganz im Gegensat/ zu dem, was heute meist im Vordergrunde aller Erörterungen über das moderne Eheproblem steht — e Lebensform nicht um dieser Bindung der Geschlechter willen: IC wurde erst vollkommen, wenn sie zur Familie wurde. Ehe und Familie, Mann und Weib als Vater und Mutter, gesegnet durch Kinder, das erst die vollendetste Lebensform des jüdischen Menschen. Auch der jüdischen Ehe prägte die Innigkeit der Oattenllebc ihren zeichnenden Stempel auf; aber ihr Wesen kann nur vom Kinde . verstanden werden. Gerade darum berührt es die um Gegen- 111 und Zukunft des Judentums besorgten Führer ganz besonders luner/lich, wenn das judische Lheproblem mehr als alle anderen; en die lies Nachwuchses betrifft. Mag sein, daß die Gesamtheit r Bedingungen, die diese Erscheinung zwangsläufig hervorgerufen laben, stärker ist als aller Wille, ihr zu begegnen. Darl auch trotzdem . ir dies seitens der Rabbiner geschehen ist und immer wieder geillicht, die Bemühung nicht nachlassen, das alte jüdische Ehe-Famiaiilllllllllllllllllltllllllllllllllllllllllllüllllll.....illllllll.lllli-lHIlVIlHllillillllllllllllllliiiiiiülllllX- Der Bubikopf Dauerweller, Wasserw Her. Haarfärben durch Spezialisten Richard Lorenz, Brühl 4 £3EM>tiniiiiMfrntHWUi«imiti tri n intiiiMiiiiiHni MMiiMtitMitirnitriMtiHi i u i iiiimiii 11 iimiliihi n i nir^s^ 1 '/ ft;.j^Jg^ggw- VijlaJ I IOA ft TTE lie-ldeal so muH auf der anderen Seite mit um so größerem Nachdruck die Aufmerksamkeit auf die Vorsorge für einen gesunden Nachwuchs gelenkt werden. Mehr als anderwärts muß in unseren, Kreisen Aufklärung Uber alle eugenischen Bestrebungen verbreitet werden. Diesem Gedanken entspringt der au dieser Stelle gegebene Hinweis aul die vorliegenden Werke. Das von Marcuse herausgegebene 1 hebuch, dessen einzelne Beiträge von namhaften Medizinern alle I ragen dis gesamten Problems behandeln, ist hervorragend geeignet, das Verantwortungsbewußtsein jüdischer Eltern zu steigern und zu wecken. Nicht Qefühlc und Gleichnis**. Sondern Erkenntnisse und Tatsachen bilden die Grundlagen dieses Buches. Das Wirk ist streng wissenschaftlich, und /war naturwissenschaftlich, orientiert; es wendet sich jedoch nicht nur an die Aerzte, sondern darüber hinaus au die Gebilde,en aller Berufe. Es setzt zu seinem Verständnis zwar ernsten Willen, aber nicht etwa fachliches Wissen voraus. Um wenigstens eine Andeutung von der reichen Fülle des (621 Seilen starken) Landes zu geben, seien einige der behandelten Fragen herausgehoben: Die Ehegatten als Vermittler des Erbgutes unter besondei r Berücksichtigung der väterlichen und mütterlichen Vererbungsvalenz und der erbbiologischen Elternschaftsdiagnose, Eugenische Qattenwahl, Psychische Eignung und Nichteignung zur Ehe, Ehe und Oesellschaftsktossen, Mesalliancen. I Liratsalter und Altersverhältnis in der Ehe, Verwandtenehe und Mischehe, über die psychischen Bestimmungen der Qattenwahl, Vererbung des des elterlichen Eheschicksals u. v. a. — Noch weiter ist der Kreis, den die beiden Hefte der vom Deutschen 1 lygicne-MuseUfli herausgegebenen Schriftenreihe: Leben und Gesundheit mit großem Nutzen lesen sollten. In einlacher, klar geschriebener und mit zahlreichen Bildern erläuterter Darstellung belehrt ein Sachkenner über das so wichtige Gebiet der Vererbung. Fetscher, Privatdozent der Hygiene au der Technischen Hochschule in Dresden, lcuuchtet in die schwieligen und vielfach noch dunklen Halmen hinein, auf denen Vererbung sich vollzieht. Neben einer Betrachtung der allgemeinen Betrachtung über die Qrundtatsachen der Erbliclikeitsfor- SChung behandelt er die Ergebnisse der Forschungen über die Vererbung krankhafter Anlagen, die Keimschädigung durch Gifte und die Vererbung normaler Eigenschaften beim Menschen. Diese Erkenntnisse müssen aus rassehygienischen Erwägungen volle Beachtung finden. Rassenhygiene — nicht zu verwechseln mit Rassenkunde, die nach ih r Unterscheidung der Rassen fragt — hat ja die Gesunderhaltung des Nachwuchses zum Ziele und macht sich die Er¬ Ergebnisse der Erblichkeitsforschung zunuutze. — Ueber die hier angeschnittene grundsätzliche I rage hinaus bieten die drei Schriften auch sonst manches uns ah) Juden Interessierende So etwa Fetschers Ablehnung der von den Völkischen mit solchem Nachdruck vertretenen Lehre von der I löherewrtigkeil geiwsser Kassen. Besonders in Marcuses Ehebuch finden sich verstreut recht bedeuutsame Hinweise; z. B. zur jüdisch-christlichen Mischehe (in dem angeführten Aufsatz: Verwandtenehe und Mischehe). Oder (in dem Auis.it/: Die Herren-Hüte Das Beste in allen Preislagen | Reise-, Sport-,rYadhl-, Schüler- und. 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