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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-06-29 · 26 (29.6.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
26 (29.6.1928)
Date
1928-06-29
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Seite 7 Pie erste Treffahrt des Jüdischen Jugendrings Leipzig Wir Leipziger jüdischen Jugendverbinde schlössen sich zu Beginn dieses Jahres in einem Jugendring zusammen) der in machtvoller i mdgebung am 29. Januar t*J2S zum ersten Male an die jüdische t Öffentlichkeit trat, um so muh außen hin sein Wesen zu dokumenti i n und der Oeffentlichkeit zu zeigen, daß die jüdische Jugend sowohl in ihren Bünden, als auch durch den Zusammenschluß im Jundringe iintl mit den Aufgaben, die sie sich im Jugendringe gesetzt hat, zielbewußt ihr junges Leben zu gestalten versucht, i >^alt nun, nachdem durch Führerbeschluß dieser Zusammens iluß erfolgl war, die jüdische Jugend in einen wirklichen Ju- I id-,,Ring" zusammenzuschließen, und hierzu landen wir als die gemäßeste Art und als natürlichstes .Wittel die Treffahrt. l'nd \ ir glauben, daß die Treffahrt, die den Mitgliedern des Jugendi igs, die außer einem Hunde vollständig teilnahmen, Odegenhert I Inn sollte, durch Wettkämpfe und zwangloses Sichauasprechen < nander kennen und schätzen zu lernen, wesentlich unterstützt durch die unermüdliche Arbeit von Philiipp und Max Hojda zur voll- - i\ Zufriedenheit aller, die sich an der Treffahrt beteiligen konnten, : lungen ist, Die Fahrt rührte uns in die Hohburger Berge. Nach etwa zweistüner Wanderung gelangte der e. ISO Menschen umfassende, durch Wimpelkolonne geführte Zug zu dem von Max auBerordent- I h glücklich gewählten Lagerplatz. Hier weihte Phillipp den Wim- I I des jüdischen Jugendrings, dessen Kreis symbolisch die Einig- I it der judischen Jugendbünde darstellen soll, der unter gemeinmein Cesaug dann am Mäste emporstieg. Nun begann man, sieh auf dem I agerplatz einzurichten, und bald konnte man außer dem inen Leitungszelt das bemalte Zelt der Kameraden und das des in ^-Jüdischen Wanderbundes erkennen. Bald danach vereinigten uns sportliche Wettkämpfe, die sich aber mgels Zeit nur auf das Spiel aller Jugendbünde: Völkerball be- hränkten. Ine Spiele wurden tinter nach Altersgruppen unterhiedenen Abteilungen ausgeführt. Die ältere Mannschaft kämpfte um das blaue Hand des jüdischen 'endringes, den wichtigsten Preis des Tages, der jedes Jahr als Wanderpreis ausgetragen werden soll. Erringet winde „der Jun;;- idische Wanderbund". Hei den Wettspielen der Milichen siegte dir „Deutsch-jüdische anderbund Kameraden" und gewann einen Handball, der vom entralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Qlaubens, Ortsgrupppe eipzig, gestiftet worden war. Das Wettspiel der mittleren Mannschaft gewann der Jung-Jüdische 'anderbund und damit zu gleicher Zeit ein Zelt, gestiftet von der Zionistischen Vereinigung Leipzig, und das der jüngeren Mannschaft „Kameraden", die als Preis einen Wimpelspeer, Schlagball mit chlaghölzern erhielten. Am Nachmittag gegen Hude der Fahrt gab es noch ein Wettsingen, lier gewann der Jung-Jüdische Wanderbund für ein mehrstimmiges ebriisches Lied als ersten Preis eine vom C.V. Leip/ig gestiftete Fahrtenklampfe und der „Deutsch-Jüdische Wanderbund Kameraden", ' ir ein dreistimmiges Lied (El blus ein Jäger wohl in sein I lorn) ils /weiten Preis einen von der Leitung des Jugendringes gestit- ■ ten Völkerball Die „Kameraden" warteten uns außerdem noch mit einem Stückchen ihres sehr feinen Fahrtenorchesters auf. Nach den Abschieds- orten von Phillipp und nach einen Horratan/. des J.J.W.B. brach der ganze Ring unter gemeinsamen Qesang den Nachhauseweg an. So hatte der Tag, der im besonderen Malle vom Wetterglück begünstigt war, gezeigt, daß für alle die Verbände, die gewillt sind, an allen gemeinsamen Aufgaben der jüdischen Jugend mitzuarbeiten, unser Jugendrnig uns die Möglichkeit gegeben hat, nicht nur uns gegenseitig kennen zu lernen, sondern in dem, der anderer Anschauung über das Judentum ist, nicht den Qegner zu sehen, sondern einen, der gleich ihm mit ganzem Herzen und ganzer Seele gewillt ist, an der l ösung der Oegenwarts- und Zukunftsfragen des Judentums mitarbeitet. Hoffen wir, noch recht viele derartige Veranstaltungen des Jüdischen Jugendringes zu erleben. E. F. Personalnachricht 8(1. Qeburtstag. Am f. Juli begehl Herr Leon Klein in vollster Rüstigkeit seinen so Qeburtstag. Herr Klein, in MutteretadH i. d. Pfalz geboren, leitete 34 Jahre lang in Straßburg (Elsaß) die von ihm begründete Fabrik und lebt seit 1912 in Leipzig, In der Firma Fein IL Co., deren Teilhaber der Jubilar ist, geht derselbe in vollster Rüstigkeit noch heute seiner Tätigkeit nach. \V Wir wünschen Herrn Klein auch au dieser Stelle, dali ihm der Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kralle noch auf lange Jahre Unvermindert erhalten bleibe. 4*is dam Oe.^?lndaamt .räum 28 Juni S wan 5Ö.H8 -'reit*« 29 H Sabbat!: Clmkkas-Bolok sonnahend 30 12. Sonntag 1. 13. 'rtonu,; 2 14. )!ensta.{ 3. 15. :tUtW'>ch *• t 16 Jonne:s;«R 5 17- -'reltag 6 18 >o;in«b2ti!l 7. 19 Sabbith l'inchos Gottesdienste G meiodesyugogc Sabbatgottesdienst: Freitag, 29. Juni, Abendgebet 19 Uhr, Sonnabend, 30. Juni, Morgengebet 9 I hr, Jugendgottesdientt 13,15 lihr mit Predigt (Rabbiner Cohn); Nachmittagsgebet 21 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Colin): Abendgebet 21,31 Uhr, Sabbatgottesdienst: Freitag, (). Juli, Abendgebet 10 Uhr mit Predigt (Rabbiner Cohn«, Sonnabend, 7. Juli Morgengebet 0 Uhr, Nachmittagsgebet 20,55 i hr. anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 21,27 Uhr. Frühgottesdienst: Sonntags 8 Uhr, wochentags 7 Uhr, Abendgottesdienst 10 Uhr. Synagoge- Fz-Chaim, Otto-Schill-Str 6, e. V. Freitag abend 10,30 lihr, Sonnabend morgen 8,30; Mincha 17 Ubr, Sabbatausgang 21,31 Uhr. Wochentags früli 7 l hr, abends 19,30 Uhr. Besuchen Sie mich in meinem Ausstellungslokal im HOTEL ASTORIA Ich zeige Ihnen dort gern unverbind ich die von mir vertretenen PACKABD-, PAICUE-, 1¥ A G ™ IP R iE ST Ö NA«-PBOTOI-« C1TR0JEN«IER^lEIJiGM ISSJE - ■) u-j Leipziger Rutomobilhaus Franz Kühn Blücherplatz 2 Rotel Rstoria Inn. Olio Hofmann

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