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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-05-11 · 19 (11.5.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
19 (11.5.1928)
Date
1928-05-11
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Seite 5 ^ie bedauerte, daii die Arbeitsgemeinschaften für jüdische Literatur dieses Jahr fast ganz ausgefallen waren und gab der Hoffnung Ausdruck, dal! im nächsten Winter alles nachgeholt wurde. Sie empfahW le Muße der Sommerzeit mit dem Studium grundlegender jüdischer Werke auszufüllen, da eine solche Kenntnis ganz arideren Einblick in das Wesen iles Judentums gäbe. Hierher gehörten Werke über jüdische Geschichte wie das von Dubnow oder Grätz, vor allem aber die Bibel, von der eine neue interessante Uebersetvon Buber und Rosenzweig vorliegt, ferner die Literaturgeschichte von Karpeles. Arnold Zweig bringt in seinem „' allban" eine hochinteressante Studie über den Antisemitismus als Gruppenlei; denschaft. Derselbe Autor gibt aber auch denen, die suli im,- für gehöne Literatur inteie-.Nie.eii in den Werken, die ei in den letzten Jahren erscheinen UeB, viel Anziehendes. Da ist der kleine, hisl >riiche Kornau „der Spiegel des großen Kaisers ', die Novellen ,;Regen- Ik) en" und die „Geschichte des Soldaten Grischa". Kurt Münzers Roman „Jude ans Kreu/" schildert in spannendster Form die Auswirkunegn des Antisemitismus. Auch in Wassermanns^,|Fall Maurizius" sind jüdische Probleme mit verflochten. Aus der französischen Literatur ist in diesem Sinn l.dmond Flcgs Roman „Der kleine Prophet" eins der reizvollsten Bücher, das auch in hervorragender deutscher Uebersetzung vorliegt zu empfehlen, ebenso wie J. II Blochs „Simler u. Co." Auf ganz anderer Linie liegt dann Aimee Palliens ^Das unbekannte Heiligtum", die Bekenritnisschrift eines katholiichen (leistliehen, der in der jüdischen Religion >eine Seelenheimat gefunden hat. : Zu einem glänzenden Zusammenspiel vereinigten sieh Herr Dr. S. Rabinowitz und Gattin in den Vorträgen am Kiavier /.u vier M inden. Das Trio mit Herrn Dr . Kabinowitz am Klavier, Herrn Markute (Violine), Herrn Katzenelnbogen (Cello) gab ebenso wie die von Frl. A. Pomeranz mit starker Musikalität gesungenen Lieder einen Einblick in das Sehaffen des .unsterblichen Meisters. Die Ausführenden ernteten reichen Beifall. — Der Abend, den ein von Herrn Max Jaffe mit trefflichem Schwung verfaßter Prolog einleitete (vorgetragen von Frl. Bienor) fand mit einem netten Tänzchen seinen Abschluß. Hoffen, wir, daß der Jugendbund in Kürze recht viel Mitglieder zähle, die, getragen von dem Willen zur Arbeit und der Liebe zur wahren Jugend, stets auf dem Plan erscheinen, wenn die Pflicht sie ruftl Musja Gottlieb i'iis dam Gemeindeamt ^alendarium Jüdischer JuKeruIhurtd, Leipzig Der „Jüdische Jugendbuud, Lei p/ig" veranstaltete am 2*1. April in den Räumen der Loge, Ariidtstr., einen werbeabend, der wohl kaum vorzüglicher angelegt sein konnte! Weit über 1(10 Personen waren erschienen - und das bedeutet — nach den bekannten Erfahrungen und trotz, des herrlichen I rüh- Bngsabends — schon viel! — Dm jeden Jugendlichen, der diesen Abend mit dem Vortragt' des Herrn Dr. Wiener (Berlin) versäumte, •st es wirklich schalle! Dm jeden jungen Menschen jedciVai tei (') und jeder Anschauung! Denn das war es ja gerade: Der Redner Sprach von jener neutralen Einstellung /um Judentum, die dieser lugendbund auf sein Panier schreiben will, in einer so überaus Sympathischen, zwingenden, klaren Art, dall es eine Lust war, stundenlang den Ausführungen zu FolgenI — 1 Hin Vortrage folgte ein Konzert, das ausschließlich Werke um Franz Schubert brachte. In kurzen Worten wies Herr Max Jatle auf das Verhältnis Schuberts zu den Juden und umgekehrt hin. — M i , ljar 5688 -reit»»- D. 2,. sonnabe.d 12. 22. Sabbsth Bhar-B'chuko.^ai ionntsy U. 23. itontag 14. 24. Dienstag 15 25. vWtiwodi IG. 2«. Jonnerstau 17 27. '"reltat! 18 28. luiinioend Ii». 29. Sabbath Bamidbor Gottesdienste n«-ie«nde>yniiiioj{e Sabbatgottesdienst: Freitag, IL Mai, Abendgebet 10 Uhr mit bet <J Uhr, Nachmittagsgebet 2010 Uhr anschlieüend Lehrvortrag ST6(t)P€L ALBERTOTTO lEIPZIG.PiauenscheStr2 ZEnsm |yanjmma /pyccyDO dbhö "iparisnayn p« i:iumiIii uimiininmii 11"nir.......in"«............iiimiinii.i: iiimiiiiiii ' ■!.......■■' .1 IHM III IHM 1 m i I......II I1111 II IHM lilillll '"IIIMIMIIIIIIIIIIMIIIIII illllllllllllli i llllllllllllllll'IIIIMI«lilllllllllUIIIII"««lllll«lllilllllllllllll> IIIIIHIMIIHI| Feurichsaal, Schulstraße 1 Sonnabend, den 19 Mal 20.30 Uhr J^OJ^ZERT der Sdlüler dcs h;esi$en Pianisten tnd Klavierpädagogen 5 %w k 1S b!•; es in k at Zu n V irtrai; gelangen Werke klassisdicr im I moderner Mei-ler Karten an der Äbsndkasse. Anmeldungen von Sdiuleru taJich von 10—12 Unr vormittags. 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