Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 9 (2.3.1928)
- Date
- 1928-03-02
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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4. Jahrgang, Nr. 9 2. mSrz 1928 mtindsMaft der J$r&z\\tt$chzn Amttlchzs NkchrichtehUöl '^itr GtHieiMdeverw&lfHrt Kz l iqiongqc mzindz V* &tV$ig V Dm Gsmeladeblett erscheint wöchentlich «m Freitag D*a Mitgliedern dar Religionsgemeinde wird aa unentgeltlich durch dia Post tugestellt. Bezugspreis fflr Nichtnltglieder monatlich 60 Pfannige. r Anzeigenannahme: W. Teller, GlockenstraSe 11. Talaphon 14449 Schriftleitung: Gemeinderabb. üustnv Cohn, Leipzig, Löhrslr, 10, Telephon »«41. :: Druck und Verlag: W. Teicher Leipzig, Glockenstr. II, Telephon 14449' An zeicenp.-e aa; Dia 4 geepalteae «nm-Zeile 20 Ptg. Familieni nd kleine Anzeigen 10 Ffg. UmscHagseiten und Tei'inserate nach baaond. Taril. - Für den Inseratenteil : J, Kühne, Bauhof:»:. 9 (Telephon 14449). Die Schriftle.turg übernimmt für die unter dem Namen dea Verlassers erscheinenden Beitrage und die Vereinsnachrichten nur die prefigesetzliche Vennrwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verlassera gestattet. Amiliche Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Wahlergebnis In der am 26. Februar 1028 vorgenommenen Wahl an Stelltder für ungültig erkürten Wahl vom 27. November 1927 sind tür die mit Ende vorigen Jahres ausscheidenden Mitglieder der Gemeindevertretung gewihlt worden: Frau Regina IM ef f erhlütli um! die Herren Direktor Dagobert Aronstein, Slmcha Beinum Ooldrei, Kfm., Sjegmund Göttlich, Kfm , Desider Qutmann, Kfm., Emil Joske, Privatmann; Elias Kestenbaum, Kfm.. RechttattwaH Justi/rat Dr. Herthold l.öwenstein, Dr. Arthur Pietrkowtki, Prokurist, Elias Sclinger, Kfm., Louis Tumpovvsky, Kfm. Leipzig, am 27. Februar 1028. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aufsicht über Speisehäuser Das von Herrn Abraham (iottlieb unterhaltene Speisehaus Nikolaistraße 10 (Schweizerhaitl) ist in andere Hantle übergegangen und wird nicht mehr rituell geführt. Die Aufsicht unseres Oemeinderabbinats ist erlösche*. Leipzig, den 13 Februar 1928. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeindc zu Leipzig Fernspredianschliisse des Gemeindeamtes Die Fürsorgeabteilung des Gemeindeamtes mit ihren Unterabteilungen (Berufsberatung, Stellenvermittlung und Darlehnskassei hat besonderen Anschluß erhalten und ist uon jetzt ab nur noch unter Nr. 21382 anzurufen. Die Hauptverwaltung behält den bisherigen Anschluß Nr. 23602. Leipzig, den 9. Februar 1928. Der Vorstand der israelitischen Religionsgcmcinde zu Leipzig. Barmizwah-VorhereiiiinK Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unentgeltHch besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit von» •. Oktober l')15 bis 31. Dezember 1>)I5 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am I April 1928. Nur wer daran teilgenommen hat. wird als Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen). Anmeldungen bis 31. Mirz 1928 im Gemeindeamt, Löhrttr. Jü, 1. Von der Teilnahme können auf Antrag der Litern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch dir»? Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. I eipzig, den 28. Februar 1928. 1 )er Vorstand der israt litisL hen Rt•li}^i()nsgem(•ind^• zu Leipzig. Aufsicht zu Peliach In der vorliegenden Nummer des QcmeindeblattCS werden ia dem allgemeinen Verzeichnis der unter Aufsicht des orthodokxen Oemeinderabbinats stehenden Betriebe auch diejenigen aufgeführt, die nur zu PeBach unter Aufsieht stehen. Leipzig, am 7. Februar 1028. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeindc au L Purim Von Heinrieh Loewe in Berlin. F •■-'s gibt kaum ein Volk, das es sich bat entgehen lassen, Siegcsu tt zu feiern. Die Tage, wo die Leinde Untergegangen sind, hafteten im Oedichtnisse der Nationen, und sie ei richteten ITireiulenkmäler ihren Siegen und befreienden Völkerschlaciiten. Aber ein eigentliches 1 reilieitsfest im vollen Sinne haben die wenigsten Völker in ihrem Kalender. Vielleicht sind es die Amerikaner, die ja den Befreiungstag ni ihrem nationalen Feiertage erhoben haben, am meisten eigentlich die Franzosen, wenn sie den Revolutionstag als solchen festlich begehen. Aber von den alten Völkern war kaum eines, das ei« Freiheitsfest im eigentlichen Sinne hatte. Um so beachtenswerter ist es, daB das jüdische Volk seit Jahrtausenden drei Freibeitsfeste kennt Das älteste ist Pell ach. das von der Qebuit tles Volkes er/ählt. das altbiblische Lest del Freiheit Israels, das dem Sklavenjoch entrissen — eine selbständige nationale und kulturelle Entwicklung beginnt PeBach ist das i est der I retheit des selbständigen Volkes Israel. j Line andere Art von Freiheitsfest ist Chanukah. Es erinnert an die Kampfe der Makkabacr. I >as Volk schüttelt in schweren Lrschürtenmgen das Joch der Syrer ah, die seine kulturelle und religiöse | Eigenart vernichten wollen. Daher ist Chanukah im höchsten Siran.*-