Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 6 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4. Jalwncj, nr 6 10 Tfbruar 1928 tnty^M Jeh J$r&eliti$cken AmJ-lichzs Hdxhrichitn />/< ^Jer CeMeiMcleyerwälturt kz l iqiontqz mzindz &n^tg &KI4HJL 1$ K 3M Lie.i. . lc ,rt : erscheint wöchentlich am Freitag ca Mitgliedern der Religionsgemeinde wird rs un- «■:g£ltlich du-sh die Post zugestellt. Bezug .j.ieis für Nichtnutnlieder monatlich 60 Pfennige.. Anzeigenannahme; W. Teicher, Glockenstraße U, iclephon 14449 Schnftleit'ipq: Gemeinst a b. Gutttv Co1 leip.v. Löhrstr. 10. Telephon 2964.. .; Diuck und Verlag: W Teiche;, Leip.'ig. Glockenstr 11, Telephon 144 ttiompreiie; Die 4 qespaltene mm Zeile 20 Pfp,. Fa miiien und kleine Anzeigen 10 Hq UmtchUgMiUn und Te*Mnscrate npch besond Tarif. - Fi'r den Inseratenteil: J, Kühne. Bauhofs*!. 9 (Telephon 144491. D.e Schr ltleitung übernimmt tur die unter dem Namen lies Verfassers erscV drenden Beitrage und d'.t Vertlnsnachrichten nur die preßgesetzliche Verantwortung Nachdruck nur mit Quellenangabe Lid Genehmigung de-i Verfassers gestattet Amiliche Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde za Leipzig Fernsprechanschlüsse des Gemeindeamtes Die Fürsorgeabteilung des Gemeindeamtes mit ihren Unterabteilungen (Berufsberatung, Stellenvermittlung und Darlehnskasse) hat besonderen Anschluß erhalten und ist von jetzt ab nur noch unter INr. 21382 anzurufen. Die Hauptverwaltung behält den bisherigen Anschluß Nr. 23602. Leipzig, den 9. Februar 1928. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aufsicht über Speisehäuser Das von Herrn Abraham Gottlieb unterhaltene Speisehaus Nikolaistraße 10 (Schiveizerhaus) hat seinen Betrieb eingestellt. Die Aufsicht unseres Gemeinderabbinais ist erloschen. Leipzig, den 8. Februar 1928. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aufsicht zu Peßach In der vorliegenden Nummer des Ciemeindeblattes werden in dem allgemeinen Verzeichnis der unter Aufsicht des orthodokxen Getneinderabbinats stehenden Betriebe auch diejenigen aufgeführt, die ■ur zu Peßach unter Aufsicht stehen. Leipzig, am 7. Februar 1928. [' Oer Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Keligionsschule I Vor eitrigen Jahren ist auf das Drängen vieler Eltern, welche im Südviertel der Stadt wohnen, die Zweiganstalt Sml unserer Religionsschule gegründet worden. Ursprünglich von etwa vierzig Schülern besucht, ist sie jetzt auf einen liest iml von nur zwölf Schülern und Schülerinnen angelangt, m> daß ihre Weiterführung vom I. April 1<)2S au in Fragt gestellt ist, wenn die Zahl der Schüler sich nicht erheblich vermeint. Wir bitten alle im Süden wohnenden jüdischen Familien, welche ihre Kinder der Religionsschule I zuführen wollen, um sofortige Anmeldungen,damit über den! nrtbestand der Zweiganstatl Sud ein Ueberbück gewonnen werden kann. Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete schriftlich odei mündlich in seiner Wohnung, König-Johann-Str. IT, (Tel. 21667, Sprechstunde täglich aulier Montag und Donnerstag von Iii -11 Uhr) entgegen. Der Direktor der Rcligionsschule I Gemeinderabbiner Dr. Goldmann Öffentliche Vortrage Die >ou uns angekündigten öffentlichen fünf Vorträge des Herrn Oemeinderabbiner Dr. Qoldmann über Der jüdische Prophetismus sind verschoben worden und finden am 2*). Februar, 7., 14.. 21. und 28. Mar/ statt. Die Themen der Linzelvorträge sind: , 1. Die Anfänge des Prophetismus. Arnos und Hosea. 2. Jesaia. 3. Jeremia. 4. Die exilischen und nachexilischen Propheten. 5. Propheten und Priester. Der Prophetismus und die religiöse Entwicklung. Die Vorträge finden im Konferenzzimmer der Höheren israelitischen Schule. Gustav-Adolf-Stralte 7, statt. Heginn pünktlich 8 Uhr abends. I eip/ig. den 7. Februar 102S. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Nahida Remy-Lazarus _> Eine Kämpferin Von Doris Wittner Vor kurzem ging die bedauerliche Kunde durch die europäische Presse, daß in dem sonnigen Südtirol, dem ehemals deutschen Merin, wo sie seit Jahrzehnten eine zweite Heimat gefunden hatte, tars vor Vollendung ihres 79. Lebensjahres eine Frau dahingeschieden sei, deren Name, der heutigen Generation vielleicht unvertraut, in längst vergangenen, aber nicht vergessenen Zeitläuften das hohe Ansehen kulturellen Adels und dichterischen Ruhmes genossen hatte Eine Frau, die als Ruferin im Streit wider Ungerechtigkeit und Unduldsamkeit berechtigtes Aufsehen erregt und sich insbesondere um das dazumal heiU befehdete Judentum verdient gemacht hat Nahida Remy-Lazarus: es wird, gestehen wir offen, unter der heranwachsenden jüdischen Jugend wohl nur wenige geben, denen