Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 4 (27.1.1928)
- Date
- 1928-01-27
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Dahraanfi, Hr. k 27. laniur 1923 tnti»Ml«if der Ur&zXiXiSchzn Amtliches N&chrichieHhldi ^dtr G*HieindeV€rwbl+uH ftz l iqiongqz mzindz $u &t1tytg (t.KiA 9 K p"» QfJMladabUtt «ischeint wccl.entlich am Freitag Den M"gl «dem der Rcigionsjemeinde wild es un- i'a.«':Ik!i d .,ch die I zupestellt. Be-/ugleis für N!c tattfllitdM monatlich 60 Plennigr. Anzeigenannahme: W. Te .h '. Glockeristraße 11, Telephon IK45. Schriftlciturq: Gemeindetabb. OuattV Cohn, Leipzig, Lohrstr, 10, Telephon 29641. :: Druck und Verlag: W Teicher. Leip/iq. Clockenstr. II, Telephon 11449. An I ei;:enpreise; Die 4 qcspalter.s mm-7e;'c 20 Pfg. Familien -it'd kleine Anzeigen 10 Ffg. UrrS'jlila^j.c.'.rn und Teitinsera'e nach besond Taiir. - Kür den in-elaten'eil: J. Kühne. Bauhof;«.-. 9 (Telephon 14449). Die Schriftltttung übernimmt für die unter dem Namen des Verfassers erscheinenden Beitrage und die Vereinsnachrichten nur die pießgesetzliche Verantwortung. Nachdr'jrk nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verfassers «stattet. * v ~ Zum Zusammcrkschluß der jüdischen Jugend Leipzigs Morgenfeier dei jüdischen Jugend am 29. Januar, II Uhr vorm. im Central-Theater Die jüdischen Jugendverbände Leipzigs halten zum erst \< .Wale einen Zusammenschluß für die gemeinsame Darstellung innerhalb der Ausstellung „Das junge Deutschland'' gefunden. Hieraul folg) nunmehr die Gründung des jüdischen Jugendringes in Leipzig, dei alle jüdischen Jugendbünde einschließt und deren Zutammenarbeil zur Erreichung praktischer, gemeinsamer Ziele und gegenseitigen geistigen Austausch bezweckt. Zuerst spricht Sonnabend, den 28, Januar I928 pünktlich 17,45 Ulir Ludwig Haidt im Feurich-Saal jüdische I)i< hter. Am Sonntag früh finde! die Morgenfeier statt, zu deren Ausschmükkung die Bünde durch gemeinsame Chöre und instrumentale Darbietungen beitragen. Der Vertreter des Reichsausschusses «I i irdischen Jugeudverbändc Merlin. Dr. I ubinski, sowie ein Vertreter des < >rtsausschusses Leipzig im Reichausschuß der deutschen Jugendverbände werden den jugendring begrüßen. Wir fordern die jüdische Oeffentlichkeil auf, durch ihr Erscheinen dem Auftakt gemeinsamer jüdischer Jugendarbeit beizuwohnen und hoffen auf iln zahlreiches I rscheinen. Die jüdischen Jugendbünde. Der CentraIverein deutscher Staatsbürg er j i d i ieh e n Olaubens, Ortsgruppe Leipzig, begrünt den anläßlich der Ausstellung „Das junge Deutschland" erfolgten Zusammenschluß der Leipziger jüdischen Jugendverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft aufs wärmste. Dadurch ist ein« Form gefunde.i worden, gleichgerichtete Arbeitszielc mi< gemeinsamer Krafi zu /ertreten und doch der besonderen Eigenart jeder jüdischen Richtung ihren Spielraum zu lassen. Iis kann .dadurch auch in Leipzig gelingen, innerhalb der für das ganze deutsche Volk so wichtigen Jugendbewegung d.is Judentum durch eine auch zahlenmäßig starke Orga'isati i zur ti Itung zu bringen, wie es bereits mit großem Erfolge in Berlin, Frankfurt und 'Breslau geschehen is.. Ihre volle Wirkung kann die neue Organisation aber nur entfalte.:, «ein -:e iiV.it nur di Vueiln dune aller iiirei ■'Mitglieder, sondern auch den stärksten Rückhalt in der jüdischen Oeffentlidt* keit findet. Wir bitten daher auch an dieser Stelle unsere Mitglieder und darüber hinaus alle jüdischen Kreise, ihrem Interesse an den Bestrebungen der jüdischen Jugend durch rege Bei ligung an der grollen Jugendkundgebung am 29, Januar, 11 Uhr, im j »Ben Saale des C.-T. durch zahlreiche Beteiligung auch äußerlich Ausdruck zu geben Centraiverein deutschet Staatsb irger jüdischen Olaubens Ortsgruppe Leipzig, Julius Krause Zionistische Vereinigung Leipzig entbietet der jüdischen Jugend Leipzigs, deren Verbinde sich erstmalig zu einer gemeinsamen Organisation zusammenfinden, ihre herzlichsten Wünsche zu diesem bedeutungsvollen Sehritt. Die Zionistische Vereinigung Leipzig hofft, daß dieses Zusammen* wirken jüdischer Jugendverbä d< aller Richtungen dazu beitragen wird, das Bewußtsein der jüdischen Schicksalgemeinschaft in Leipzigs gesamter jüdischer Jugend ZU stärken und der gemeinsamen Arbeil den Weg ZU höheren jüdischen Zielen /u weisen. Zionistische Vereinigung, Leipzig Oer Vorstand Ein Leipziger Judenpsß aus dem Jahre 1810 Von Arno Kapp, Leipzig. Der Leipziger Paßexpedient Johann August Friedrich Meyerheim war soeben in das Zimmer seines Vorgesetzten beordert winden, wo ihm von diesem, dem Actuar jur. Johann Daniel Marbach nachstehendes Schreiben des Königs bekannt gemacht und ihm gl ichzeitig Verantwortung abgefordert wurde. Das an den Rat gerichtete Schreiben hatte folgenden Wortlaut: „Liebe Getreue! In Unserm Mandate vom 16. Aug. 174(1 ist g 1 verordnet, daß in Unseren Landen keine Juden, als die, (welche) von uns selbst eigenhändig unterschriebene Couaessioneu oder aus Unserm Kammer-Collegio erthettte Pässe zu ihrer Legitimation vorlegen können, nach welchen Sie sich an den ihnen angewiesenen Orten auf die in der Conzession oder den Pässen bestimmte Ziit und (tri aufhalten dürfen, geduldet, noch einiger Handel ihnen erlaubt seyu soll. Desgleichen ist in dem angezogenen Mandate in vorgeschrieben dati auswärtigen Juden lediglieh der Besuch der Jahrmärkte in Unserer Residenzstadt Dresden und in den grollen und mittleren Städten Unserer I ande unter gewissen 1 inschrinkungen nach* geladen sevu soll. Nicht minder ist in dem Mandate vom <). Jimv 1 >•) > -in l| VI a unter anderem anbefohlen, daß in den den Reisenden /u erthei-