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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-01-06 · 1 (6.1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
1 (6.1.1928)
Date
1928-01-06
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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StitC 4 Echt weiblich« Beruf« sind alle \rten von Lehr- und Erzielt ung Iber ufen; sie liegen wie jeder Frau im allgemeinen auch der jüdischen Frau Im besonderen »enr nahe. Mit dem Reifezeugnis irs Lyzeums kann in zweijährigem Kursus das Berechtigungszeugnis Jer Kindergärtnerin erster Klasse erlangt werden. Aehnliche Ausbildung gilt füi Jic Hortnerin. Es gibt heut« nur'sehr ^'eiig Jüdinnen, die sich diesem Berufe widmen. In der f a: haben die Jüdinnen auch so gut wie gar keine Aussicht aul eine vier zahlreichen Stellungen au öffentlichen Kindel garten. Dagegen muß aber erwähn) werden, dal! nicht einmal d. r Bedarf für die Stellen in jiid. Kindergarten oder Kinderheimen mit jüdischen Kräften gedeckt werden leann. Auch in Privatstellungen Konnte noch ein« ganze Anzahl jüdischer Kindergärtnerinnen untergebracht «erden. Achnlich steht es mit den Hernien der wissenschaftlichen und akademisch gebildeten I ehrerinnen. Auch liier hat die Unmöglichkeit, als Jüdin an öffentlichen Anstalten dei Stadt oder des Staates beschäftigt ZU werden, einen ausgesprochenen Mangel an judischen Kräften gezeitigt. Die wenigen jüdischen Schulen können nicht annähernd ihren Bedarf mit indischen I i hrkr.ttten decken.. 1 rot/dem darf auf den geringen Bedarf der paar jüdischen Schulen hin, noch nicht allgemein die Ausbildung /um Lehrberuf empfohlen werden. Allerdings ist es nicht unmöglich, dal) das neue Schulgesetz hier neue Aussichten auf Anstellung eröffnet. Line andere interessante (iruppe von Berufen, die auch für viele ludinnen Anziehungskraft besitzen, liegl auf dem Gebiete der so/ia- M!H3a4R#it Wfl^^KMMÜI J.C Hanifch, Leipzig Grimrn iiche Str 29 und Hauptbahnhof Westhalle Gegründet 183b Pernspr. Nr. 20016, 21173 Frische Blumen zu jeder Gelegenheit Herren-Hüte Das Beste in allen Preislagen Reise-, Sport-, Yacht-, Schüler- und Kinder- Mützen JuliUS Müller, Leipzig, Peterssir. 30 und Gohlis Hallisdte Straße 87-89 In Gohlis auch Wäsche, Crav-Jtten und Herrenartikel leu Wohlfahrtspflege. Diese Hernie stellen hohe Anforderui «eii an die Persönlichkeit der Ausübenden. Sio können aber am eine grolle innere Befriedigung vermitteln. Ls ist zu erwarten, dm auf diesem debiete in den nächsten Jahren noch eine Keilte von neuen Stellen eingerichtet w ird. Augenblicklich ist der bedarf schon reichlich gedeckt, und das Angebot dei fertig ausgebildeten Kräfte übersteigt bereits die Nachfrage. Auch in diesem Berufe ist die Jüdin ifür eine Anstellung hauptsächlich auf die konfessionell judischen Organisationen und Anstalten angewiesen. Die landwirtschaftlichen Berufe haben lür die Jüdinneu in Deutschland eigentlich kaum nennenswerte Bedeutung. In Palästina herrscht eine gewisse Nachfrage nach landwirtschaftlich vorgebildeten Kräften. — Wohl aber muilte es zur Berufsvorbildung jeder Frau gehören, dali sie sich mindestens ein Jahr lang der Aneignung von hauswirtschaf 11 i c hen Kennt u is s e n Widmet. Jede Trau würde durch ein hauswirtschaftliches Lehrjahr in geistiger und körperlicher Btriehung gefördert werden. Denn trotz der heute für unsere jungsn Mädchen so schlechten Heiratsaussichten ist doch vorauszusehen, dal diese in nächster Zeit sich wieder bessern werden. Und kein Beruf darf die Frau ihrem naturgemäßen Bern» al« Oattia und Mutter entfremden. Max Singer /,« Uhrmacher u. Juweller / Plauenfdie Str. 2 Fernsprecher 12732 7 — Gegr. L J. 1006 & - Sy/ ff Uhren Juwelen Eigen« Werkstatt Schmuck >y jrV/Jr V«r!obunäs- Jvf Rinä« JPSilberne Becher, Schalen H5rbe, Leuchter u. s. w. besonders preiswert! Central -The W^>W)VW»i»W» r (Großer Festsaal) m&mm^0i0*9t600m&0t0G$li i Sonntag, den 18. «Januar 1928 Großes Jüdisches Winter-Fest mit eineB> «us«e-"idineten DK*iü«7 fona krischen Programm. U. a. gelang! zur Aufliihrung das bekannte Drama von Schalom Asch na iTMii ii ^trom n&*)w i'ü'ü ZurUck ahelm dargestellt von ersten Kräften Zurück ahelm Die Barmizwahrolle .Jecheskele* wird von einem 51/2 jährigen Leipziger Künstlerkind ausgeiührt. Anschließend Großer Festball unter Leitung einer erstklassigen ]azz-Kapelle Tanzprämiierung — Einlaß 19 Uhr (Siehe Notiz) Beginn präzis 20 Uhr Um nützen ZuspruJi bittet der Verein selbständiger jüdischer Handwerker zu Leipzig Karten zu 1.-. I.SO, a. xu haben bei: Verkehrsbüro : MeBamt Markt^Budihdlg. M. W Kaulmann Brühl 8 Zisarrengesehäft Felber. Brühl, Kcke Nikolaistr, P. Jsdlitzki, Reichs3tr.30 sowie in sämtlichen jüd. Restaurants u.a.d. Abendkasse 1 :i sa i($ y m m ■ f £Z-, Izsi

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