Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 50 (16.12.1927)
- Date
- 1927-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 7 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3 Jahrgang dem biblischen Texte hinzugefügt sind; bei Joseph der Haushofmeister Ti, bei Salomo ein Leibarzt und ein Palast Vorsteher. Die Spiele sind mit einfachen Mitteln für Kinder-I tanvoraNMuagea auszuführen; auch künifen Ori^inal-Hol/puppcn belogen werden. Im gleichen Verlage sind drei Modellier-Bogen erschienen, aus denen die jüdische Farm M er c h a w iah auf Boden des Keren kajemeth lejisnacl nachgebildet .werden kann. Diese Beschäftigungsarbeit kann warm empfohlen werden; sie ist leicht in der Ausführung und gewahrt ein hübsches Bild von dem Leben auf einer Farm in Palastina. Für Häuser, in denen die Liehe EU Palästina lebendig ist, ist auch das jüdische Dominospiel desselben Verlages recht reizvoll Die einzelnen Domino-Karten zeigen, zusammengelegt, wie die kleinen Beträge, die in eine Nationalfondsbüchse wandern, nach Palästina gelangen und dort, in Boden angelegt, schöne Früchte aus dem Boden aufwachsen lassen. Der Mutter Traum. Chauukkahmärchcn in einem Autzug von Dr. Siegfried Kelller. Verlag B. Heller, München. (Preis Hm ,80) In liebenswürdiger und ansprechender Weise hat es der Verfasser verstanden, in einem Chanukkah-Spiel darzustellen, wie durch die frische und ganz erfüllte Findrucksktaft eines Kindes, dem das Judentum durch die Schule zum F.rlebiüs geworden ist. auch in seiner utter, die sich seit langem schon von jüdischer Sitte und jüdischem Qefflhl abgewandt hat, verschüttete Quellen wieder springen, — wie das alte und fast schon erstorben geglaubte Zugehörigkeitsgefühl /um Judentum wieder aufbricht und wie so sich in einer Mutter im Gedanken an ihr Kind die Wiedergeburt des Judentums vollzieht. Das Spiel, das für Kinder- und Schulauffuhrungen gedacht ist, führt, geleitet vom Propheten Flia, die 22 Buchstaben des jüdischen Alphabets der träumenden Mutter vor und gewinnt dadurch sogar eine im besten Sinne des Wortes lehrhafte Note. Die Verse übersteigen die Fassungskraft von Kindern nicht und sind leicht einprägsam. Mit diesem Spiel ist nicht nur eine wertvolle Frgänzung des recht begrenzten Repertoires an Kinderstücken jüdischen Inhalts gewonnen; sondern es ist auch zur Lektüre für alle jüdischen Frauen und Mütter geeignet, die es mit ihren Pflichten ernst meinen. Man wünscht dem Büchlein deshalb gerne viele Freunde und zahlreiche Aufführungen. Clara Schott: Im Zaubcrstübchcii. Märchen. Bilder von Curl lange Berlin (Verlag Hugo Wille) Clara Schott: Die Schmiede am See. Märchen. Bilder von Curt Fange Berlin (Verlag Hugo Wille) Kinderphantasie verlangt nach Märchen. Das Frzähltalent von Clara Schott, der beliebten Märchenerzählern, schafft immer «cur Ckstaltcn von Zwergen und Kiesen, Könijjskindern und giUen Fem Sie hat die schöne (iabe, nicht nur die Kinder durch die mannigfachen Frlrhnissc ihrer Märchcngestaltcu in Spannung zu versitzen, nein, auch der Erwachsene folgt mit Interesse der spannenden Handlung, freut sich an den klugen (iedankrn und dem starken Ethos das durch die Märchen zieht und das an die betonte Fthik altjudischeu Märchenstoffes erinnert. Der böse Mensch, und mag er auf noch so hohem Platze stehen, mag er sein Tun noch so klug beginnen, geht unter, das Gute siegt. Um dieser Fthik willen und um der so lebendig erzählten spannenden Handlung willen, seien diese beiden Bücher unserer allbekannten Leipziger Glaubensgenossen, deren Feder scltoa so manches unterhaltsame Büchlein entstammt, wärmstens empfohlen. e. <:. Im Verlag Horodisch und Marx in Berlin ist soeben ein neues Buch des bekannten jüdischen Schriftstellers Max Jungmann erschienen: Jochanan von tiiskala. Das Buch behandelt eine bedeutsame Episode der jüdischen Geschichte aus der Zeit der Zerstörung des ■zweiten Tempels; in die grollen welthistorischen Geschehnisse ist die liebliche Geschichte JOChananS, des letzten galiläischen Befehlshabers, und seiner Braut Thamar hineinverflochten. I Infolge eigener Fabrikation offeriere ich zu außergewöhnlichen Preisen als willkommenes und schönstes Festgeschenk Juwelen i. Gestait von Ringen,Colliers, Broschen,Ohrbehäncen, Armbändern etc. in geschmackvoll neuen Formen J. FL Beck, J-welier am llallischen Tor 12 Fernsprecher 27206 schrägüber v. Hanptbahnhof cecenüber Meßhaus Union I Zionistische Vereinigung, Leipzig IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIU Das diesjährige Winterfest findet statt Montag, den 9. Januar 1928 33 unter Mitwirkung des weltbekannten Theaters Der blaue Vogel" und persönlicher Leitung des Herrn pirekfor Jusbny mit neuem Amerika-Programm In samtlichen Sälen des Kristall=Palasi;es Karten von 2.— bis 8.— Mk. Votverkauf beginnt am 19. Dezember in den bekennten Verkaufsstellen.