Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 50 (16.12.1927)
- Date
- 1927-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4876568-5968785-5968998--1495-4879156- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ir. 50 Seile llullwefi durchwetzte, ralmudschuleti wieder errichtete. Ple Nachkr'c<j«« jähre, Aberall die Zerttörei jüdiacher taatalten, stellten «ein unerschütterliche* Vertrauen aul »l;>^ Gelingen il»-i jüdischen Sache aul eine harte Probe Ihm war »In erste Augenblick der Besserung der allgemeinen I age AnlaH genug zu neuen Schöpfungen wie l ehrerinnenkurse und Kultutbeamtenlehrgänge mil angegliederten Anstalten, s» hat »ich »Ii»' Menge dei \mi ihm geistig unmittelbar abhängigen Schüler von lag ni rag vergrößert, w i-t seine Person mr immer mehr Qemeindemitglieder unentbehrlich geworden. \X .is Wunder, daB, al> alle die Vielen nun Abschied nehmen musaten, sich unzählige Körperschaften, Vertretei der Behörden, jüngere K»>llegen, Schüler und Schülers-Schüler, Ra'ihinen und Oelehrte zusammenfanden. Ein jeder dieser Kreise hatte von einem Teil der Leistungssumme her, »Ii»' mit der Person identisch war, um seinen NX'eit gewuHt, glaubte ihn allein zu besitzen, und ».ih sieh nun mit der großen Gemeinschaft der deutschen Juden vereint in der Trauer um einen ihrer Beaten. Das Rcidissdtulgcsctz Der letzte Ehernabend der Religionsschule I am 7. Dezember \\;ir der Erörterung des Reichsschulge*eU-Entwurfes gewidmet. Herr Rechtsanwalt l>i <• Ooldschmidt untersuchte in seinem fesselnden Referat, welche Stellung \»u als Juden zu den in »lern Entwurl vorgesehenen verschiedenen Schulgattungen einnehmen müßten, 1^ könnte naheliegen, in »In konfessionellen Schule das erstrebenswerteste System zu erblicken. Redner weist aber auf mehrfache Bedenken hin: l>» \nnahme, daß da» jüdische Bewußtsein durch eine jüdische Schule mehr gefestigt würde als durch jede andere Schulart, s»-i durch entgegengesei/te Erfahrungen widerlegt: ausschlaggebend bleibe dei jüdische (ieisl des Mausts. Di»- konfessionelle Schule verhindere notwendige AbSchleifungen, die auch iüi das wirtschaftliche Fortkommen nicht zu umgehen seien. Auch der Befürwortung der jüdischen Schule könne man nicht zustimmen, daß den Kindern der Antisemitismus ferngehalten werden müsse: es sei im Qegenteil wesentlich, sie frühzeitig dahin zu erziehen, daß sie sich wehren können. Auch die weltliche Schule werde aller Voraussicht nach nicht dir unsere Kinder m Betracht kommen. Sie wäre wohl an sich die Schulgattung, inr die wir uns am meisten erwärmen könnten; nur sei /u erwarten, daß ~i» m mannigfacher Beziehung abweichen werde »im dem, was sie eigentlich sein solle; vor allem würde sie wohl eine ausgesprochene Klassenschule werden, während wir unsere Kinder in Schulen schicken müssen, in denen sie mit allen Schichten tsmxiss&iimxassvsBq Schöne Geschenke in hochwertigem modernen Kristall von Fahle im Laubengang des allen Rathauses der Bevölkerung zusammenkommen. Unter diesen Umständen müßten wir als Juden um allen nn^ zu Gebote stehenden Mitteln die Gemeinschaftsschule fördern. Gewill wind»' auch das Ideal nicht verwirklicht, das von ihr gezeichnet wird. M»ei wenn Uif Lehrerschaft ihre Absichten durchsetzen kann, wird die Gemeinschaftsschule erträglich »»in. in dei an das Referat anschließenden Auasprache gelangte Hen Rahbinei Dr. Goldmann, wenn auch von einem abweichenden grundsätzlichen Standpunkt aus, zu dem gleichen I rvebnis, daß wir uns im wesentlichen aul die Gemeinschaftsschuh werden stützen müssen. ,Habimah"-Mitglicder in Leipzig Dem „Komitee für das arbeitende Palästina" ist es gelungen, einige Mitglieder des hebräischen Dteaters „Habimah" zur Mitwirkung an seinem Ball zu gewinnen Diese werden Vorträge in hebräisch, jüdisch und russisch darbieten Dei Ball findet am II. Dezembe* statt. Alks Nähere wird an den Plakaten ersichtlich sein. Neue Bücher Für unsere kleinen tu Chanukkah ßibliche Puppenspiele von Albert Baer. Figurinen von Baer-Freycr. Verlag Aufbau. Drei kleine Spiele: Joseph und -»ine Brüder, David und Goliath, Salomo und »Ii»- Königin von Saba. In diesen schlichten Versen, die kindliche Freude erwecken müssen, werden »Ii»' biblischen Gestehen dem Kinde nahegebracht. Wahres Ergötzen müssen die mit feinem Humor gezeichneten Nebenpersonen hervorrufen, die als Einziges Kacte tl ^:'>yW>^^L (frlcicbtcrtc p|"x""'>^ •Sahlungc* ftsj^ ßcWngutxgcn^J«!«*.,^^ Cfrfrtts teile 'jfF&U*^ KafcrIn Ort «am { Vp?$f*gk ^vCparaiurcn /;'V}V 1 »V^ singiu. udin Ml Hl OBERAU JEr^ ... i m »^»/) v"it3;' Petersstra&e 14 (Singerhaus) Markgrafenstraße 8 (gegenüber dem Ratskeller) PL, Zschoehersche Str. 24 Neusen., Eisenbahnstr. 48 (io., Ilallische Str. 97 Höhere Israelitische Schule zu Leipzig /um diesjährigen Chanuka-Schulfelt am Mittwoch, den 21. Dezember 1927, abends 8 Uhr in den Concordia-Fesisälen Gohliser Strasse 42 (Straßenbahn 9, 12, 20) laden wir die geehrte Elternschaft sowie die Freunde und Gönner unserer Schule herzlich ein. Großes Festprogramm Verschiedene Zelte Große Tombola DER PCSTAUSSCHUSS