Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 41 (14.10.1927)
- Date
- 1927-10-14
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Seile 3 Organisationen voll Ernst an die Bearbeitung dieser Aufgaben. Er ist sich bewußt, daß ihre Lösung noch viel Zeit und Arbeit erfordern winl. Unlösbar aber müssen sie bleiben, wenn die Juden Deutschlands ihnen nicht das nötige Verständnis entgegenbringen. I laruni, Glaubensgenossen, achtet auf alle Fragen der jüdischen Bevölkerungspolitik, arbeitet in euren Gemeinden au ihnen mit und benutzt im Kreise eurer Familien und eurer Bekanntschaft jede Gelegenheit, um QldchgÜlfigC und Unuuteirichtete mit Hilfe des von uns /.ur Verfügung gestellten Materials darüber aufzuklären, dal! es aii^cn'1 cl-Ii Ii keine wichtigere Frage für^ns geben kann, als einen ausreichenden Nachwuchs in körperlicher Kratt und geistiger Frische heranzuzfehenj An die Rabbiner und Lehrer ergeht der Ruf. in gottesdienstlichen Veranstaltungen uiul öffentlichen Versammlungen im Sinne unsere» Aufrufes iu wirken, den Qemeindevorständen erwichst die Pflicht, ihre Kraft einzusetzen für ilie Erneuerung eines gesunden Familienlebens. I )cr Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Qemeinden. Unsere Gemeinde Winterkurse am Soziulpädagogischen Fraucnseminar Das Sozialpädagogische Frauenseminar veranstaltet im kommenden Winter eine ke lle von Abendkursen, die für weitere Kreise bestimmt sind, auf die deshalb auch an dieser Steile hingewiesen sei. In Gruppe II werden Themen „Aus Theorie und Praxis der sozialpädagogischen Arbeit der Gegenwart" behandelt, u. zw. in Reihe i „Aus der praktischen Arbeit" a) des Jugendamtes. (Redner: Herr Dir. Pursche), b) der Zentrale für Jtiyc idfürsoiige (Rcdncrin: Frau Scheuffler), c) des Pflegeamtes füi Frauen und Mädchen (Rcdncrin: Frl. May), d) der Berufsberatungsstelle (Rednerin: Frl. Qeorgi], e| der Oefangenenfürsorge (Redner: Herr Dr. Heck). Gruppe III: Kurse für Mutter. Einführender Vortrag: Ueber Müttererziehung (Rednerin: Frl. Oberkindergärtnerin Zabel), a) Das Seelenleben des Kleinkindes und die häusliche Erziehung (Rednerin: Frl. Dr. Dyck), b) Spiel und Beschäftigung mit Kleinkindern (mit Auleitung) (Rednerin: Frl. Oberkindergärtnerin Zabel). c| Krankheiten des Kleinkindes (Redner: Herr Dr. med. Ranft), d) Mutter und Kind im bürgerlichen Rechl (Redr.e.in: : I. Wohlfahrtspflcgerin Walpurga Scharfe). Die Teilnahme an den Kursei koste! für die ganze Reihe 2 der Gruppe II M. 6. . die ganze Gruppe III M. 5. . Einzelne Themen (je vier h/w. drei oder iwei Doppelstunden) M. 2. bzw. M. 1. . Da Organisationen bei l ntnabme von T> Karten ene Ermäßigung von 20 «/o gewähr! wird, haben sich die jüdischen Frauenvereine (Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig, Israelitischer Frauenverein, Frauenverein „Rutil", sowie der Vorstand des IsraeHtischen Kindergarten-;) bereit erklärt, Anmeldungen entgegenzunehmen. Mi! Rücksicht darauf, daß der erste Vortrag am 24. Oktober stattfindet, müssen Anmeldungen bis nun '-!<• d. Mtv erfolgen. Kellerbrand in der Gemeindesynagogc Im Killer der < lemeindesjrnagoge (< iottsciiedstraß*! brach I Menstag gegen 13 Uhr infolge Hitzeübertragung von einem Heizkörper ein Brand aus, dem einige Matten und anderes leicht brennbares Materia! zum Opfer fiele-!. Da die Feuerwehr schnell zur Stelltwar, konnte weiterer Schaden verhütet werden. Unsere Fesfgebete Aus der Erkenntnis, daß der Wumch nach einem tieferen Verstehen der Fettgebete und Festgebräuche in einem größeren Kreis vorhanden ist, hatte der Jüdische Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig, zwei Vortragsabende veranstaltet, au denen Frau Anna Neu mann über „Unsere Fcstirehctc" referierte. Sie sprach von der Eigenart des jüdischen Qebets, von der historischen Entwicklung unserer Qebet- Ordnung, von der Zusammensetzung des täglichen Morgengcbctea und von den besonderen Gebetstückeu des MuBafgebctca am Rausch haschono. Sie erläuterte de i Qedankeninhalt des Jaum Kippur, sehilderte die Gebräuche, die dein Jaum Kippur vorangehen (Zusammensetzung der Spelten, Kapporahschlagen usw.) und gab eine Darstellung vom Verlaufe des Versöhnungstages in Anknüpfung au seine (lebete. Infolge ihrer Belesenheil im jüdischen Schrifttum konnte sie ihre Auaführungen mit vielen, soiist wenig bekannten Erklärungen Zu Simdtas Thora möchte der Keren Kajeineth (Juil. Nationalfonds) den Kleinen eine Freud« bereiten und vci a :i a! I e K i i! d e r blauv« ei Be F » h n - eben, die im Sekretariat, Keilstraße 4, II. II, Sonntag vormittag von 9 bis l Uhr und Montau von 0 bis l Uhr vorm. und Ibis 5 Uhr nachm. abgeholt werden können. Goldene Hochzeit Das seltene Fest der goldenen Hochzeil können am 17. Oktober Herr Emil Joske und seine Ehefrau Mathilde, geb. Löwenheim beuchen. Vor etwa in Jahren zog das Ehepaar Joske aus Weißenfels hierher. Bei dem ers! jüngst in Weißenfels gefeierten 50jährigen Jubiläum des von Herrn Joske begründeten und unter treuer Mitarbeit seiner Gattin tu hoher Hinte gebrachten Unternehmen-- zeigte sieh, welch hohes Ansehen sich die Jubilare dort erworben hatten. Sehr schnell gewannen sie auch hier große Achtung und Wertschätzung. Seil lahren gehör! F'e r Joske unserer demeindevertretung au, in der er ungewöhnlich regen Oemeinslnn, klaren Klick für die jeweiligen Aufgaben und stele Bereitschaft, sich mit seiner ganzen Person für die übernommenen Arbeiten einzusetzen, beweist Alliier anderen Ausschüssen widmet er auch dem Ausschuß für das Qemeindeblatt sein reges Interesse. Wie in der Gemeinde hat sich Herr Joske auch in der Leipzig-Loge, deren Beamtenrai er wiederholt, auch als Präsiden! der I oge, angehörte, verdienstlich bewahr'. Das Jubelpaar erfreut sieh besonderer Rüstigkeit. Ein groller Kreis von Freunden nimmt aufrichtigen und freudigen Auteil au der Familienfeier, mit ihren Wünschen vereinigen sich die ihr Gemeindekörperschaften. \tich an dieser Stelle dem Danke für die Im Interesse des Gemeinwohls geleisteten Dienste durch den herzlichen •TAGLICH ÜBER 100000 AUFLAGE« CD J> O fte tteJkiPSiger Jeitung BP.ZUGSl'R-iS .'.50 MONATLICH IM POSTBEZUG J.** BiNSCHL btSTLLLGELD C3 m TO —* o CD CO CD CD durchsetzen. I »täglich Ober iooooo aufläge«