Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-09-23 · 38 (23.9.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
38 (23.9.1927)
Date
1927-09-23
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4876568-5968785-5968986--1358-4879030
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 6 3. Jahrgang jüdische Presse und durch aufklärende Vortrage einzutreten. Die weiteren Beratungen galten im wesentlichen der Aufstellung ♦iner Wanderordnung, das ist eine Qeschäftsanweisung für die der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge angeschlossenen Kassen über die Abfertigung der bei ihnen vorsprechenden Gcsuchsteller. Sodann wurden noch der Haushaltplan und einige Fragen geschäftlichtechnischer Art erledigt. In Nr. Sb des Genieindehlattes war schon die von der Hauptstelle für judische Vi'anderfürsorge herausgegebene Zeitschrift „Jüdische Arbeits- und Vi'anderfürsorge" angezeigt. Es wird erneut auf diese Zeitschrift hingewiesen, in deren Heft I '2 vom Juli August d. J. die Frage der landwirtschaftlichen Siedlung besonders ausführlich behandelt und die Dyk'sche Ausarbeitung abgedruckt ist. Ueberhaupt kann die Zeitschrift allen, denen die Frage der judischen Wanderfürsorge und der Arbeitsbeschaffung am Herzen liegt, nicht dringend genug empfohlen werden. Die Zeitschrift kostet im Sammelbezug für das Halbjahr nur 1.80 Mark. Die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig bezieht die Zeitschrift bereits in einer größeren Zahl von Stücken und vermittelt gern die Zusendung an alle, die diesen geringfügigen Retrag aufwenden wollen. Entsprechende Wünsche sind an das israelitische Gemeindeamt, Löhrstraße 10, zu richten. Unsere Gemeinde Aus dem (iottesdienste an den hohen Feiertagen in der Gemeindesynagoge Einer freundschaftlichen Anregung zufolge möchten diese Zeilen etwas über zwei charakteristische Stucke sagen, wie sie am Rausch haschonoh und Jaun Kippurin der üemeindesynagoge erklingen. I Has „Olenu" — wohl im Mittelpunkte des Mußafgebetes stehend — wurde früher nach der Aufzeichnung von Lewandowski gesungen. Die Tonart (c dur) ist aber sehr matt, und das Thema, vom Cantor solo vorgetragen, ist zu knapp gefaßt, und zu schwach, liegt tu unbequem und ist zu wenig dramatisch. Aus diesen Gründen ist seit einigen Jahren bei un die Bearbesitung des weiland Oberkantors Naumbourg — Paris eingeführt. Im strahlenden A dur setzt die Orgel mit dem tranponierten Lewandowski-Vorspiel ein, welches sie mit vollem Werk intoniert, worauf der Chor mit Unterstützung der hellen Register der Orgel (Flöte 4 Fuß, Oktave, Rattschquinte und Mixtur) das prächtige (alte) Thema unisono zu Gehör bringt. Unter /arten piano-Klängen sinkt die Gemeinde dann beim Waanachnu kaur'im nieder, um bei der forte-Stelle lifne melech sich wieder /u erheben. 2. Das W'haklcauhannim am Jaun kippur.— wohl den Höhepunkt de- Mußafgebetes bildend — wurde früher gleichfalls nach Lewandowski gesungen. Lewandowski, der diese Komposition aufgezeichnet hat, wie sie ihm russisch-polnische Vorbeter vorgesungen haben, merkte, dall die Koloraturen — von den Chasonim mit aha — aha intoniert - für Westeuropa unmöglich seien und — legte sie in die Orgel. Dabei ist der ursprüngliche Charakter des Stuckes leider verloren gegangen und die Figuren wirken auf dem Instrumente völlig deplaziert. Seit einigen Jahren ist es daher bei uns so: Der Chor singt (mit Anlehnung an das alte Thema) das W'hakkauhannim, und der Kantor wiederholt das Stück unter Berücksichtigung dreier alter W'hakkauhannim-Theinata. Nachdem er sich (nach dem Kaur'- im-Fallen) erhoben hat. hört man im forte ein viertes altes Thema (Boruch schem ....), und die Orgelbegleitung läßt das Grund,,'- ma (diesmal in moll) leise verklingen. Soviel über die Struktur der beiden Stücke. Mögen die npueren. strafferen Fassungen zu den alten sich neue Freunde werben und die Andacht der Synagogenbesucher vertiefen. Hauptkantor S. Lampel. Feiertagsruhe Es wird von allen maßgebenden Seiten besonderer Wert darauf gelegt, daß an den hohen Feiertagen alle Ansammlungen vor den Gotteshäusern unterbleiben, damit nicht radaulustige Personen in Versu- 7rrtTYi'*TT'"T,r*tf iiTTf«** rrn i tinrrrrw rrrj rm rrr. BBJL a *■** urrrrrrrrrrrrrTrrrr^.vm^m.^wrr9 rTrrTTT'jY""" Pffi [ Statt «arten! TCarofa Sonjo ®ofj 3?• £euy tVrfofcfe Leipzig. UottschedstraBe 19 (z Zt. Wiesbaden), September 1927 jCiitt irvirrrmntm i rntiri' : yrrrr ^m^ytTT^T^"" ""r a Schöne Geschenke in hochwertigem modernen Kristall von Fahle im Laubenjans 4*s alten Rathauses Scliuli ~ Herbst - Modelle für den vornehmen Geschmack Die Dame trägt feinfarbig und Lack in allen Kombinationen Der Lack-Halbschuh für den gut gekleideten Herrn Sie finden schöne Modelle zu niedrigen Preisen im EN SCHUHHAUS Reichsstr.42-44 (Eck* Brühl)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.