Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 37 (16.9.1927)
- Date
- 1927-09-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seile 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Jatir«3ng der Deutschen Studentenschaft sein, 9a seine Urheber die Einheit dei deutschen Kulturgemeinschaft aus völkischen Gesichtspunkten beatreiten, aus politischen I rwägungen die Staatsautoritll verneinen und einen wahrhaft großdeutschen Zusammenschluß, wie er das Ziel dei Kriegsteilnehmer-Generation war, durch rassische Scheidung unmöglich machen". Getreu seiner Qrundtendcni erstrebt der K. C. die Vereinigung aller sich zur deutschen Kulturgemeinschaft bekennenden Studierenden in einer deutschen Studentenschaft als einer vom Staat mit öffentlichen Rechten versehenen Organisation Dei K ( macht es seinen Angehörigen zur Pflicht, nach wie vor in der studentischen Selbstverwaltung mit aller Kraft zu arbeiten und in dir I ronl dei Freiheitlichen den heutigen Staat bejahenden Studentengruppen den Kampf gegen den Geist des Würzburger Beschlusses tnr das hochschulpolitische Ziel des Verbandes zu fuhren" l wurde weiter ein Antrag angenommen, der die Be*sch8ftigung mit Staatspolitik ihn einzelnen K. (^.-Verbindungen nahelegt. Zur Frage der interkorporativen Schiedsgerichte wurde nach eingehender Debatte Folgender Antrag angenommen: ..nie Schaffung interkorporativer Schiedsgerichte mit allen nichtvölkischen Verbänden entsprechend den Grundsätzen de* Erlanger- Verbändeabkommens ist anzustreben". I)i r Beschluß" des Heidelberger K'. C -Ta.Lres low fder K C. bedauert ieden einzelnen Fall eines Ehrenhandels zwischen lüdlschen Studenten) is* nicht dahin zu verstehen, daß die Satisfaktion oregenflber den luden eingeschränkt oder abgelehnt werden soll, wohl aber erfordert seine Durchführung eine Förderung der unter l. genannten Bestrebungen. Der Freiberger K. O-Tau stand im Zeichen der Teilnahme der jungen aktiven K. C.'er, und es ist somit die berechtigte Hoffnung vorhanden, daß von den gefassten Beschlossen und dem Frtrebnis der Diskussion ein neuer Impuls zur Belebung der verschiedenen Arbeitsgebiete des K. C. aufgeht. Unsere Gemeinde Notstandshilfe Der Vorstand der Notstandshilfe (Herr S. Mode* und Kerr M. Tager) gibt bekannt, daß die Verteilung von Beihilfen zu den hohen Feiertagen .»m Donnerstag, den 11. September von 15-17 Uhr I ohrstr Dil stattfindet. Dr. Sdicmari t Lewin in Leipzig nis und Illusion". Schemarja' Lewin, einer der fühlenden (ieister der jüdischen Qegenwart, hat sich durch seine geiistvollen Reden auch in l eipzig sehr bekannt gemacht. Ein stattlicher Kreis von Freunden sieht seinem Vortrage mit hoher Spannung entgegen. (Heber Zeit usw. des Vortrages siehe das Inserat in der vorliegenden Nummer.) Gottesdienst des tlilt'svereins im Zoo. Wie alljährlich veranstaltet der „Hills verein israelitischer Gewerbetreibender" auch in diesem Jahre Gottesdienst an den hohen Feiertagen im Zoologischen Garten. Es verdient besondere Hervorhebung, daß als Vorbeter Herr Obetkantor Deutsch aus Preß bürg gewonnen worden ist. Mädchenhandel und Frauenschntz Der jüd. Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig, eröffnete am Mittwoch, den 7. Sept. abends im Feurichsaal sein diesjähriges Winterprogramm mit einem Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Goldmann dasThema: 'Mädchenhandelund Frauenschutz. Frau Else Cohn begrüßte die stark besuchte Versammlung, gab dann in warmen Worten ihrer Freude Ausdruck, über den \X'eidereintr|ritt von Frau Bettina Brenner in unsere Leipziger Ortsgruppe und leitete zu dem Vortrat» Di. d.'s über, dem die Londoner Konferenz zur Bekämpfung des Mädchenhandels, di i ei ,ils Delegierter beigewohnt, zu Orunde lag. Diese Konferenz, bei der Amerika fehlte und Frankreich sich kaum au der Diskussion beteiligte, bestand aus einem internationalen und einem jüdischen Kongreß. Während dir internationale Kongreß, mit dem wir uns hier weniger zu befassen haben, lediglich technische Fragen behandelte, stand der jüdische Kongreß auf einem anderen Niveau, und in wesentlichen Fragen platzten hier die Deister stark aufeinander. Das I rste, was die deutschen Delegierten verlangten, war, zu wissen, wasn nter Mädchenhandel, der fast ausschließlich die Länder des Ostens umfaßt, zu verstehen sei. Es -ei ein Untersdchied zu machen, ob ein Mädchen freiwillig den Weg zur Prostitution beschreitet, mm Am Donnerstag, den 22. September spricht Herr Dr. Schein .i i ja l e« in im Theatersaal des Krystatllpalastei über „Erkennt- J.C Hanifch, Leipzig l Grimm \iche Str 29 und Hauptbahnhof Westhalle Gegründet 1836 / Fernspr. Nr. 20016. 21173 Frische Blumen zu jeder Gelegenheit mmmmmmw thkMpfikr.*?* Dr. Schmarja Lewin über spricht am Donnerstag, 22. September im Theatersaal des Krystallpalastes Wintcrgartcnstr) Erkenntnis und Illusion Des zu erwartenden ^rotten Andrangs we«en beginnt der liinlaL'. 7' ,, Uhr. Die Saaltüren werden präzis H Uhr geschlossen Zionistische Vereinigung. Leipzig