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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-09-02 · 35 (2.9.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
35 (2.9.1927)
Date
1927-09-02
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 6 ÜEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE. LEIPZIG 3 Jahrgang Das jähr de* |üdisehen Frauenbundes. Kunstkalender äf»88 IMJ7 .'s'. Dem im vergangenen Jahnzum ersten Male herausgegebenen Kunstkalender des Jüdischen Frauenbundes reiht sich in würdigster Weise dieser weite Kunstkalender an. Wieder ist die Form des Wochen-Abreißkalenders gewählt, die den I nach (Zeittafel) in glück* Kchstei Weise mit Anregung für das jüdische Denken und Vermitthing \.>rt künstlerischen Werten verbindet. Seinen hohen Bestrcbungen, tur Vertiefung jüdischen Denkens und Erweckung jüdischen Fühlens einzutreten, will der Frauenbund auch auf dem Wege Verwirklichung schaffen, daß er durch diesen jüdischen Weggenossen Woche für W ik-he in das jüdische Haus jüdische Gedanken und Schöpfungen jüdischer Künstler trägt. Mit großem Qeschick sind für .!:•■■ VI ochentafeln aus dem unerschöpflichen Reichtum judischen Geisteslebens Merksätze alter und neuer Prägung ausgewählt; die Auswahl (von I ran I r e n k e I -1: h r e n t r e u , München, besorgt) zeugt von feinem Verständnis für die jeweilige Besonderheit jeder Woche. Bei der Zusammenstellung der Bildbeigaben (um die sieh Jacob Steinhardt verdient gemacht hat) war der Gesichtspunkt maßgebend, I inblick in das Sehalien lebender jüdischer Künstler ni geben, und vor allem für die jüngeren unter ihnen, die weniger bekannten, Interesse zu erwecken Darum begegnen wir neben den Namen » hon anerkannter Meister, wie Max Liebermann, Hermann Struck. I Piuchowsky, Abel Pann, Joseph Budko, Jacob Steinhardt auch Namen, von denen die breitere Öffentlichkeit noch wenig erifahren hat Unter ihnen verdient hier als Leipzigerin besondere Beachtung Bath Hillel mit ihrem fein gesehenen Bildnis der Frau Ernestine l schelbacher. Da die Süßere Aufmachung (von unserem hiesigen Verleger Rudolf Schick) nicht nur technisch einwandfrei, Sondern auch sehr geschmackvoll ist, darf erwartet werden, dalt die schönen Absichten, die bei der Ausgabe des Kalenders leitend waren, durch einen recht hohen Absatz des Kalenders, in weitem Umfange Verwirklicht werden. O.C. |fldisc Ii e A r b e i t su n d W a n d e r f u r s p r g c. Herausgegeben von: Hauptstelle für judische Wanderfürsorge in Gemeinschaft mit ihm Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschland-- und der Vereinigten Zentrale für judische Arbeitsnachweise. I. Jahrgang. Nr. 1 2 (Juü-AugUSt W21). I im neue Zeitschrift, die das Studium der fursorgerischen und Sozialpolitik hen Probleme unter judischem Qeaichtswinkel fördern soll Die eigenartigen Gegebenheiten der jüdjschcn Situation zwingen dazu, dali die Maßnahmen, die seitens der judischen Organisationen zu treihn sind, oftmals von den Formen der allgemeinen Fürsorge und Sozialpolitik abweichen müssen. Jenen Menschen, die sozialpflcgcrisch und Sozialpolitisch in der jüdischen Arbeit stehen, will ilie Zeitschrift ermöglichen, sich über die Erfordernisse und Voraussetzungen ihrer Arbeit zu unterrichten, das gesetzliche, stativtische und wissenschaftliche Material übermitteln und Fragen, die die praktische Arbeit täglich in lulle zur Diskussion stellt, erörtern. Das vorliegende erste Doppelheft bringt zum überwiegenden Teile Referate und Aussprachen über das .niiierst zeitgemäße Problem der Produkt! vierung der jüdischen Wanderung in Deutachland. Mit diesem Thema hat sich in sdir eingehender Beratung die Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge im Mai 1927 beschäftigt, um eine Klärung über die Schaffung einer eigenen Arbeiterkolonie herbeizuführen. Die vorgelegten Projekte der landwirtschaftlichen und gewerblichen Produktivicrung sollen nun weiter geprüft werden. Indem sei einer breiteren Oeffentüchkeit zugänglich gemacht worden sind, dürften weitere fruchtbringende Anregungen die Durchführung fordern. - Mit starkem Interesse durften auch die Besprechungen aller ande:en Fragen der Wandt rfürsorge aufgenommen werden. Das Erscheinen der neuen Zeitschrift gibt nach alledem ein Recht ZU hoffen, daß sie zur Vertiefung der jüdisch-sozialen Arbeit viel beitragen wird. —n. A : t I Versicherungen aller Arf Siegmund Cohn Elslersfmße 2.4 w Fernspr. 15QÖ6 ——— ——————■—«»—■ ------ ■________________.___! Aus dem Gemalndi imt Kalendarium 2. bis 10 September 1927. — 5. bis 13. FJlul 5687 1927 Sept. Ellul 5687 Freilaß 2. 5. Sonnabend 3. 6 Sabbath Schoftim Sonntag 4. 7. Montag 5. 8 Dienstag 6. 9. Mittwoch 7. 10. Donnerstag 8. 11. Freitag 9. 12. Sonnabend 10. 13. Sabbath Ki-seze Wochentags früh 6, e. V. Gottesdienste Gemeindesynagoge Sabattgottesdi enst: Freitag, 2. September, Abendgebet um 19 Uhr; Sonnabend, i. September, Morgengebet um U I hr, Nachmittagsgebet um 19,05 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Ootdmann); Abendgebet um lü,J7 Uhr. — 7 Uhr, abends IM Uhr. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Str. Freitag Abendgebet 19,30 Uhr. Sonnabend Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha 17 Ihr. Sabbathausgang 19,56 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 10,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge Keilstr. 4. |eden Tag früh und abends wird von unserem I.Vorsitzenden Herrn Sachs, ein Beteschiur vorgetragen. Morgengebet an Wochentagen um 7 Uhr morgens. Abendgebet (Mincha und Mariw) um 19'5 Uhr. Morgengebet an Sonnabend und Feiertagen um 830 Uhr. Minchagebet „ „ „ „ „17 Uhr. Mariwgebet „ „ „ „ je nach Ausgang des bezüglichen Tages. Synagoge „Ohe! Jacob", PfaffendorferstraBe 4 Gebetzeit wie bei Keilstraße 4. Hindenhurg-Wohlfahrtsbriefmarken Wie uns die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden mitteilt, beginnt am 26. September der Verkauf der Hinden- ,b ti r g w oh I f a h r t s b r i e f marken anläßlich des 80. Geburtstages des Herrn Reichspräsidenten. Der sußerpostaUsche Vertrieb wurde der Deutsehen Nothilfe übertragen, die ihre Organisation und Erfahrungen in den Dienst dieser Ehrengabe stellt. Der Oesamterlös sowie der einer II i n d e n b u r g l p e n d e wird Zwecken, die der Herr Reichspräsident selbst bestimmt hat. zugeführt. Der Frlös der Hindcnhurgspcnde soll den Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen zusätzlich ihrer Reichsunterstützung, der der Hindenburg-Wohlfahrtsbriefmarke den schwer notleidenden Mittelstandsangehörigen, Sozialrentnern usw. zugute kommen. Zur Ausgabe gelangen: 8, Ii, »i und in Pfennig-Briefmarken und eine künstlerisch ausgestattete l'ostkarte zum Preise von 15 Pfennig sowie Markenbeftchen, Die Zentrafwohifahrtssteik bittet, dieses Werk fordern zu wollen, zumal die Deutsche Nothilfe ni ihren Verteilungen für Wünsche von jüdischer Seite vollstes Verständnis bewiesen hat. PDRA Telephon Nr. 24333 13137 reinigt und färbt * schnell und preiswert-c^«* Teppiche, Portleren Herrenu. Damengard.* Nächste Filiale: BalsgAßchen Nr 6

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