Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 28 (15.7.1927)
- Date
- 1927-07-15
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3 Jahrgang «eise nicht erreichbar sein, so übermittelt der Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gottscheds! r. 28 (Synagoge), Fernsprech-Nr. 11250, die Meldung. Sonnabends und an den israelitischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen. Liberales Rabbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Felix Goldmann, König-JohannStr. 17, Fernsprcch-Nr. 21 667. Sprechstunde 9.3«—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telcphomscher Verständigung auch zu anderer Zeit. Montag und Donnerstag nur in dringenden Fällen. Gemeinde-Rabbiner: Gustav Cohn, Löhrstr. 10. Fernsprech-Nr. 29 641. Sprechstunde 10—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telephonischcr Verständigung auch zu anderer Zeit. Orthodoxes Rabbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach,Nikischplatz 1, Fernsprech-Nr. 1(1225. Sprechstunden 9—10 Uhr vormittags, in der Höh. Isr. Schule, Gustav-Adolf-Str. 7, 4—5 Uhr nachm. in der Wohnung. Gemcinde-Dajan: Rabbiner Rogosnitzky, Pfaffendorfer Str. 4 III. Fernsprech-Nr. 28 276. Sprechzeit: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Sonntags 9.30—1 Uhr vormittags und 3—6 Uhr nachmittags, Dienstag 8—10 Uhr vormittags und 3—6 Uhr nachmittags, Freitags 8—1 Uhr vormittags; in dringenden Fällen auch außerhalb der Sprechzeit. Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinates stehen: a) Fleischereien: Moses Bild, Gerberstraße 48/50. Moses Frischer, I Nordstralie 11. Osias Kohn, Hofmeisterstr. 6. Sally Löb, Ranstadter Steinweg 7. Schußheim eV Schumer, Plauensche Str. 3-5. Adolf Zellner, Gerberstr. 5. Wilhelm Zellner, Nordstr. 13. Das Fleisch soll an demselben Tage, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleisch durch nichtjüdisches Personal bringen lallt, muß fordern, daß das Paket durch den Schomer gesiegelt wird. b) Geflügel verkauf: Die vorgenannten Fleischereien. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Yorkstr. 9, S. Ringelblum, Gcrberstr. 43. Fil. Lohmühlgasse, Ecke Eberhardstraße. (Wohnung Nordstr. 24 pt. r., Fernspr. 23 410). Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren. d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Str. 13. Leopold Schmeidlcr. Ranstädter Steinweg 28-32. Filialen: Ranstädter Steinweg 45. Nordstr. 26. Selig Scheinowitz, Humboldtstr. 25. Wohn. Blüchcrstr. 19. Für Schokolade besteht keine Aufsicht! e) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reichsstr. 22. Gottlieb, Packhofstraße 5. Cafe und Restaurant Manelis, Katharinenstr. 20. f) Gemüse- und Ohstkonserven, Marke „Säkofa", hergestellt von der Sachs. Konservenfabrik A.-G.., vorm. Paul Augustin. Funzelverkauf durch die Kolonialwarengeschäfte. Das Rabbinat trägt die Verantwortung nur dann für das Kaschrus, wenn auf dem Dosendeckel das Wort nOD eingestanzt ist, und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck trägt: .."ISO Hergestellt unter Rabbinatsaufsicht der israelitischen Reliiiionsfjemeinde zu Leipzig "tW. Auf Dosen, welche Speisen enthalten, die am Pcssachfest nicht gegessen werden, wie Erbsen u. dgl., steht das Wort nOD nicht. g) K o lonial Warengeschäfte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher sind; dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakcs. Vereinsnachrichten (Redaktionsschluß Dienstag vormittag 10 Uhr) Jüd Turnand Sportverein „Bar Kochba", Leipzig Geschäitssteüe Ktilstr. 0, Postscheckkonto 67975. Schwimm-Abteilungl Jüdische Jungen und Mädels! Die Ferien beginnen. Kommt schwimmen! \Xir bieten euch: kostenlosen Schwimmunterricht, Sportsc hwimmcn-\X asserball, Rettungsst hwimmen, Reigenschwimmen, Ausflüge. Obungszciten: Montag 10.15 I hr im Stadtbad, Mittwoch 19 Uhr im Schreberbad. W ir haben eine Männer- und Frauenabteilung gegründet und es bitten Anmeldung zu unseren Uebungsabenden. Schwimmen wird unentgeltlich gelehrt. Unser großer Schwimmausflug nach Bad Wermsdorf findet bestimmt am Sonntag, den 24. Juli 1927 „tatt. Das Bad hat große Restaurationen und Umkleideräiunlichkeiten. Frauen A bte i I u ng. Anschließend an unserem so schnell beliebt gewordenen Oymnastik- Unterricht, wollen wir bei reger Beteiligung eine Schwimm-Abtei« lung unter bewährter moderner wie hygienischer Leitung bald einrichten. Auch Damen, die noch nicht schwimmen können, wollen sich umgehend bei uns anmelden. Ebenso werden noch Anmeldungen zu dem Frauenturnen auch von jungen Mädchen gern entgegengenommen. Eine Pause entsteht während der Ferien nicht. Turnen, sowie Schwimmen sind ein guter Ersatz für solche, die nicht verreisen können und wegen des großen gesundheitlichen Wertes sehr zu empfehlen. Anmeldung und Auskunft .erteilt gern Frau Paula Rath, Tel. 22602, Frau Mira Zülzer, Tel. 35123. Monatlicher Beitrag incl. Musikbegleitung M. 2,50 ist bei Anmeldung im voraus zu bezahlen, Schwimmen pro mal 25 Pfg. extra. Sonntag, den 17. Juli Ausflug nach dem Horstsee bei Wermsdorf. Alle müssen sich an diesem Ausflug beteiligen. Treffen früh 6,30 Uhr in der Osthalle am Zeitungshäuschen. Zugabfahrt Punkt 7 Uhr. Badezeug mitbringen. Gaste sind herzlich willkommen. Jüd. Arbeiter-Jugend- Im Jugendheim, Töpterstr. 2, Zi. 6, Montag, den 18. 7. 19,30 findet ein sehr wichtiger Vortrag über das Thema: „Ungarische Revolutionen" statt. Sonntag, den 17. 7. machen wir früh 7 Uhr eine Fahrt; wir treffen uns Hauptbahnhof, Westseite, Blumenhalle. Es bleibt bei den alten Regeln. Badesachen, 50 Pfg. und schönes Wetter mitbringen! Leipziger Jüdisches Abendbetm (Abendheim im Zoo.) Nächster Heimabend Dienstag, den 19. Juli im Grünen Saal des Z-oo. Beginn 8 Uhr. Sport-Klub Bar Koohba e V-, Geschäftsstelle Hainstraße 25 II, Fernsprecher 21518. Geschäftszeit 10—12 Uhr. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß alle tmtlldien Verlautbarungen nurimGemaindeblatt, an dieser Stelle, veröffentlicht werden. Der Vorstand Reiter, der vorzügliche Jugendboxer des Bar Kochba, wurde vom Mitteldeutschen Amateur-Boxverband als Repräsentant im Bantamgewicht für den in Görlitz stattfindenden Pokalkampf Mitteldeutschland gegen Siidostdcutschland nominiert. Trotz einer noch nicht gänzlich verheilten Handverletzung nahm R. diesen ehrenvollen Ruf an, war die» doch das eiste Mal, dal» eimßar Kochbaiici repräsentativ für Mitteldeutschland aufgestellt wurde. Reiter bewies in der glänzendsten Weise die Berechtigung seiner Aufstellung, indem er seinen Gegner, den stidostdeutschen Meister im Bantamgewicht Fey (Breslau) überlegen und einstimmig nach Punkten schlug. In der ersten Runde schickte Reiter den Breslauer sogar zu Boden. Der Sieg des Bar Kochbaners wurde begeistert aufgenommen. Am I. August starten mehrere Bar Kochba-Boxer erstmalig in Dresden, wo sie einer Einladung des Dresdner Athletik-Club 1914 Folge leisten. Man hat den Bar Kochbanern, die in Dresden einen sehr guten Ruf haben, die besten Kämpfer Dresdens als Gegner ausersehen, so daß man das Abschneiden der Bar Kochbaner mit Interesse erwarten darf. Jüdischer Studentenverein, Leipzig, Moritzstraße 23. Warnung vor einem Schwindler! Ein angeblicher Musikstudierendcr, Herr M. R. aus Leipzig hat bei verschiedenen Firmen und Persönlichkeiten in unserem Namen und auch im Namen eines angeblichen jüdischen Musikstudierendenvereins Gelder für not bedürftige jüdische Studenten gesammelt. Der Betreffende hat gar keine Berechtigung, für solche Zwecke zu sammeln. Wir bitten von nun ab, die der jüdischen Studentenschaft zugedachten Spendeii entweder auf die Adresse des Herrn Rabbiner Dr. Goldmann (König-Jobann-Str. 17) oder auf die Adresse des Jüd. Studentenvereins (Morit/str. 23 pt, Tel. 22925) direkt zuschicken zu wollen, oder nur an solche Personen auszuhändigen, die mit entsprechenden Ausweisen versehen sind. i Zu jedweder Auskunft sind wir gerne bereit. Rabbiner Dr. Goldmann — Jüdischer Studenteuverein i Versicherungen aller Art Siegmund Colin Elsfersfraße 2.4 Fernspr. 15QÖÖ J