Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 26 (1.7.1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 6 Unter wird folgender An trau Kahn Dr. Fuchs einstimmig ■■genommen. Die Gemeinden werden aufgefordert, Vertreter zur Landeswohlfahrtutelle zu benennen; dann wird eine Besprechung dieser Vertreter einberufen. Punkt 15: Besprechung von gemeinschaftlich interessierenden Fragen. U weiden verschiedene, iur alle Vor« Standsgemeinden richtige Fragen aufgeworfen und behandelt, auf die in ein/einen einzugehen liier nicht der Raum ist. Mit Dankesworten des Herrn Joseph Kahn-Chemnitz an den Vorsitzenden füi die vorzügliche Leitung der Versammlung wurde diese kurz vor 7 Uhr geschlossen. Uegen 2 l'hr vereinigten sich die Teilnehmer an der Sitzung zu einem von der Gemeinde Chemnitz dargebotenen Mittagsmahl in der Saxonia-I oge. Sekretär Ploemacher. Generalversammlung der (ii-sellschaft für jüdische Familienforschung lue Gesellschaft füi jüdische Familienforschung hielt am 15. Juni d. J. in Berlin ihre dritte ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem rätigkeitsbericht des Sekretariats ist zu erwähnen, dall das abgelaufene Ocschäftsjahi dem inneren Aufbau gedient hat. Das Archiv hat sich ansehnlich vermehrt und wurde in zahlreichen Fällen erfolgreich von Familienforschern benutzt. Auch die Bibliothek der Oeseil- Schaft konnte erweitert werden. Die Vierteljahrszeitschrift, die die Gesellschaft herausgibt, ist pünktlich und regelmäßig erschienen und brat lue mit insgesamt -i Originalabhandlungen Beiträge zur theoretischen und praktischen Familienforschung. Die biologische Familienforschung, die I amilienlegende und das nicht nur interessante, sondern auch in besonderem Maße praktisch verwertbare Kapitel übet I amiltennamen w urden ausführlich behandelt. Vielen Interessen ist somit gedient worden. Bei der praktischen Arbeit des einzelnen Forschers hat die Oesellschaft nützliche Dienste geleistet In großer Anzahl wurden mündliche und schriftlich« Auskünfte, sowie eingehende Beratungen erben n und erteilt. Von besonderem Nutzen hat sich das Suchblatt, das ui Verbindung mit der Zeitschrift jedem Mitglied kostenlos zur Verfügun| teht, erwiesen. Es wurden viele Fragen gestellt, und von den zahlreich eingegangenen Antworten wurden die meisten bereits veröffentlicht Vortragsabend« und Besichtigungen führten die Mitglieder und Freunde zu regem Gedankenaustausch zusammen. Der gesamte Vorstand wurde per Akklamation wiedergewählt; die Geschäfte führen wi« seither: Dr. Czellitzer als Vorsitzender; Dipl. Kaufmann Im-* Wölfl als Schriftführer; Key. Beamter Adolf Stern als Kassenwart Im Anschluß in den geschäftlichen Teil hielt Herr Dr. Czellitzer einen Vortrag über: .1 amilienglück und Statistik", dem eine angeregte Diskussion folgte, und die Zeugnis von dem regen Interesse der Zuhörer ablegte. Dei Vortrag selbst wird in der Vierteljahrszeitschritt demnächst veröffentlicht Im neuen Geschäftsjahr beabsichtigt die Oesellschaft, auch die Propagandaarbeit mehr m pflegen, um die Gesellschaft auf die materielle Basis zu sti die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig i-i Sie erhol dem überall feststellbaren regen Interesse tui jüdische Art und jüdisches Wesen dessen reinen und unstcrh- Rchen Kern zu bewahren und zu pflegen. Das letzte und deshalb nicht besonders betonti Ziel der Gesellschaft ist, daß Einxelper- Korporationen, Gemeinden ihr Streben durch werktätige Hilfe und sachliche Förderung in weitestem Maße unterstutzt werden. (ITA.) Unsere Gemeinde Personalnachricht AmlsjiibiUium des Gemeinde-Syndikus, dos Herrn Jiis'izrat Lehrecht Am 1. Juli -ind vierzig Jahre verflossen, seitdem der allgemein geschätzt« Mm: i R. Lebrecht in den Di« im unserer ReUgionsgemeinde brat. Gelegentlich m im, , 70. Geburtstages, den Herr J. R I ebrecht vor •kurz, m begehen könnt,-, haben wir an dieser Stell.- die Wunsche der Gemeinde zum Ausdruck gebracht Sie seien anläßlich des Dicnstiobiläums aufs herzlichste wiederholt 100 Geburtstag des Dr. Emanuel Samostz Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde ließ am 24. Juni am Grabe des Dr. Emanuel Samostz anlaßlich seines HKt. Geburtstag einen Kranz niederlegen. Dr. Samostz, der als Lehrer am „modernen Gesamtgymnasium in Leipzig" sowie an der Dr. Smittichen Höheren Töchterschule gewirkt hat, war auch viele Jahre hindurch Sekretär der Israelitischen Religionsgemeinde. Er war eine nicht nur in jüdischen Kreisen sondern in der Leipziger Bürgerschaft hochgeachtete Persönlichkeit, und verdient es wohl, daß sein Andenken in unserer Gemeinde in Ehren gehalten wird. Kindergottesdienst an den hohen Festtagen An den diesjährigen hohen Festtagen, soll zum ersten Male ein besonderer Kinderuottesdienst stattfinden. Es ist wohl eine der dringlichsten Aufgaben unserer Gemeinde, in ur.seren Kindern Liehe und Verständnis für unseren Gottesdienst zu erwecken, damit ihnen der Besuch der Synagoge zu einer vertrauten lieben (iewohnheit werde. Besondere Anziehungskraft übt der Gottesdienst au den hohen Festtagen aus. Darum hat die Gemeinde schon seit Jahren den Schülern und Schülerinnen unentgeltlichen Zutritt zum Zweiggottesdienst im Stadt. Kaufhause gegeben. Die Erfahrungen früherer Jahre haben aber gezeigt, dall die Kinder an diesem Gottesdienste nicht mit genügender Aufmerksamkeit teilgenommen haben. Die Ursache hierfür erblicken wir darin, daß 1. dieser Gottesdienst für die Kinder zu lange dauert; 2. die Kinder dem Gebete nicht folgen können, weil es ihnen nicht hinreichend geläufig ist, und 3. die Predigten dem kindlichen Verständnis nicht angepaßt sein können. Für den neu eingerichteten Kindcruottesdienst sind deshalb folgend« (irundlagen maßgebend: 1. Er soll nur etwa l1 ._, Stunde dauern; es wird ihm ein gekürztes Gebetbuch zugrunde gelegt welches von der Breslauer Gemeinde herausgegeben worden ist und dort seit Jahren unter großen Beifall eingeführt ist; jedem Kind, das an dem Gottesdienst teilnimmt, wird das Gebetbuch für die Gottesdienste unentgeltlich überlassen. 2. Die Kinder sollen dem Gebete folgen k ö n n e n; schon jetzt sollen im Religionsunterricht insbesondere die Gebete für die hohen Festtage gelesen und erklärt werden. J. Die I' r ed i g t en n e h tu e n ausschlief)!! eh auf das l. i M t| - liehe Verständnis R u c k S! c h t Der Kindergottesdienst wird im Feurichsaal am ersten Vorabend Rosch haschonoh, au den beiden Tagen Rosen haschonoh vormittags, am Co) nidre-Abend, Jörn kippur Vormittag und Jom kippur- Neila unter Harmoniumbegleitung und mit Chor abgehalten. Die Eintrittskarten werden unentgeltlich für Kinder von 7 II (15) Jahren ausgegeben, Hm den Kindern auch Gelegenheit zu geben, noch eine gewisse Zeit gemeinsam mit den Litern am Gottesdienst teilzunehmen und mit ihnen gemeinsam nach I Luise zu gehen, sollen die Kindergottesdienste dementsprechend rechtzeitig beendet sein. Schuler und Schülerinnen der Religionsschule I erhalten die Karten durch die ReHgionslehrer. Karten können auch durch das (icmeindc- ■mt (Löhrstr. 10) bestellt werden; baldige Anmeldung ist sehr erwünscht. Fericnspiele des Jüdischen Frauenhundes Hm Kindern, die während der Ferien nicht verreisen, eine kleine Erholungsmöglichkeit und Ferienfreude zu bieten, hat die (»rtsgruppe des Frauenbundes in den letzten Jahren Spielvormittage eingerichtet, die bei den Kindern stets viel Freude gefunden haben. In diesem Jahre Jahre steht uns dank des gütigen Entgegenkommens der Besitzer des Lunaparks ein schöner Spielplatz im Lunapark zur Verfügung, so daß die Vorbedingungen für ein Rittes QeUugcn noch schönere wie in den vergangenen Jahren sind. Durch frdl. Entgegenkommen der Mitglieder des Frauenbundes war es uns im vergangeneu Jahre möglieh, täglich den Kindern eine Extrafreudc durch Kuchen, Schokolade oder ()bst zu machen. Wir richten daher au alle Gönner des Frauenbundes die Bitte, auch in diesem Jahre zur Kräftigung und Freude der Kinder beizutragen. Gütige Spenden an Geld (Hier Spielzeug bitten wir an E rau Rosi Krause, La [igest r. 32 b zu richten. Ebenso werden alle, die bereit sind, Kuchen, Obst, Schokolade, Eier zu spenden, gebeteu, baldigst Mitteilung darüber schriftlich an Frau Krause gelangen zu lassen. Pill Telephon Nr. 24333 12137 reinigt und färbt schnell und preiswert Teppiche, Portleren Horrorsu. Damengard. Nächste Filiale: SalsgäfSchen Nr. 6