Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 24 (17.6.1927)
- Date
- 1927-06-17
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GKMKINOKBI. ATT OHR ISRAELITISCHEN REL1GIONSGKMF.INDE, LEIPZIG 3. Jahrgang Arbeit des Verbandes Es sollen in Zukunft öfter als bisher in der Presse die allgemeinen Cirundsätze des Verband« erörtert und dar- , . m werden, die mit dem Interesse der Allgemeinheit zusammenhangenden Standesfragen sollen häufiger behandelt werden, insbesondere die Forderung der Zugehörigkeit des Rabbiners zum Vorstand Ein Korrespondenzblatt des Verbandes soll in stärkerer Aufeinfolg, ,|S bislang herausgegeben werden, und die Kollegen von allen wichtigen Vorgängen unterrichten. Einer Anregung, den Rabn in Oesterreich und dei deutschen Schweiz die Teilnahme an J, Arbeit des Verbandes tu ermöglichen, soll nachgegangen werden, j. ,.jnem cor den Hohen Feiertagen /u veröffentlichenden Rundschreiben an die Üemcinden soll auf die Heiligung des Sabbats und der Festtage mit Nachdruck hingewiesen werden. Wilde-Magdeburg hielt ein Referat über „Die Stellung ,l vRabbiners zur I riedensbewegung".. Nach einer reichen Aussprache wurde (olgende von dem Referenten angeregte Entschließung gefaßt: „Dei Ausschuß des Rabbinerverbandes in Deutschland begrüßt, getragen \'ni dem tiedanken des Judentums, alle Bestrebungen dei Religionen, gemeinsam auf dem Hoden der Gerechtigkeit «.Uu I rieden unter den Völkern /u fördern. Her Rabbinerverband in Deutschland ist bereit, sieh an der geplanten Weltki nferenz aller Religionen für Frieden in der Well „zu beteiligen". I ine in der letzten Ausschußsitzung eingesetzte Kominission hatte einen Normalanstellungsvertrag ausgearbeitet. Jacob-Dortmund berichtet als Leiter der Kommission über ihn. Zu einer festen Entschlieng Kam es noch nicht, eme Anzahl von Anregungen wurde der Kommission zu erneuter Prüfung Überwiesen, Rabbiner Dr. Rosenthal-Köln berichtet über die geplante von dei Jüdischen Telegraphen-Agentur angeregte jüdische Abteilung bei der Internationalen Presse-Ausstellung in Köln; der Verband beschloß die wirksame Förderung der jüdischen Abteilung, die nicht i Presse, sondern auch das Buch darstellen \\ ird. Das Heim tles Jüdischen Frauenbundes in Wyk a. Führ \m Sonntag, den .'; Vtai i• J7 trat in Berlin das Kuratorium füi ilas „Heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk a. Föhr" (Heilstätte für tuberkulosegefährdete Kinder und weibliche Jugendliche) 7\ - ersten Sitzung zusammen. Die Beteiligung war aus allen Teilen des Reiches erfreulich zahlreich. Berichte wurden erstattet: I. lieber die (iründe, die zur I ntstehung des Heimes führten von Frau Bettina er (Leipzig), die in ihrei Eigenschaft als Vorsitzende des Jüdischen Frauenbundes« gleichzeitig Kuratoriumsvorsitzende für dieses neue Heim ist. 2. I ebei Ausbau und Einrichtung des Heims sowie über die geplante Führung von Frau Charlotte Landau (Lübeck), \ itzende des Arbeitsausschusses dir Wyk. Die Bundesschatzi Helen« Me) r-Stargard (Berlin) gab den Finanzbericht, 1 Vertrauensarzt des Heims Dr. Neumann (Berlin) erteilte über die medizinische S< ite der muen Heilstätte Auskunft. \n d< fru II ingenden Aussprache beteiligte sieh u. a. die las i ein ewonnene (Murin Sophie Mamelok, die dank ihrej langj hrigen rätigkeit als Kindergärtnerin, ScWWester, Oberschwester und Leiterin gemeinnütziger Anstalten über große Erfahrungen in Anstaltsführung verfügt. Um fü diej ni|i n l ille, die für keine Organisation herangezogen . werden kann, die Möglichkeit verbilligter Kuren zu schaffen (der lind. Arzt und allen Kurmitteln Mk. I. pro I bei sechswöchiger Kurperiode), wurde beschlossen: l. „Freunde für Wyk-- m gewinnen, die durch jährliche Mitgliedsbeiträge ihi Interesse an den Aufgaben des Heims beweisen, - I ebenslängliche Mitglieder durch einmalige Zahlung von Mk. 500.— zu werben. > Die dauernde Mitgliedschaft bei einmalige! Zahlung \<>n Mark "JtHKi.— zu verleihen. Anmeldungen zur Mitgliedschaft oder Spenden nimmt entgegen die zur Kassenführerin ernannte Frau Käthe Sternberg, Breslau 18, I indenallee <>, die gemeinsam mit der Bundesschatzmeisterin die Finanzen zu betreuen haben wird. Zu Kassenrevisoren wurden ernannt die Herren Otto 1 skeles und Dr. Riehard Wolfes. In den Händen von I ran Käthe Sternberg wird später auch die Bearbeitung der „Nachgehenden Fürsorge" der aus dem Heim entlassenen Pfleglinge liegen. Die Eröffnung des Heims, das unter Aufsieht des Herrn Oberrabbiner Carlebach in Altona stehen wird, ist für Lude Juni in Aussieht genommen. Es wird zuerst eine Kurperiode für Knaben eingerichtet, die zweite Kolonie ist für Mädchen bestimmt. Line kleine Station für weibliehe Jugendliche (von 14 IS Jahren) in einer besonderen Etage bleibt durchgehend geöffnet. Dankbar wurde der Frau gedacht, ilie im Jüdischen Frauenbund die erste /Anregung zur Bekämpfung der Tuberkulose und für die Lrrichtung dieses Heims gab. Auch mit diesem Heim des Bundes wird der Name der Bundesgründerin Bertha Pappenheim unlöslich verknüpft sein. Eine Sondergruppe innerhalb der „Pressa", Internationale Presse-Ausstellung Köln I92H Die im Mai IÜ2S in Köln zu eröffnende ,,Internationale Presse- Ausstellung", die eine Welt seh au der geistigen und wirtschaftlichen Bedeutuni; des Pressewesens in allen Erscheinungen bringen wird, wird eine Sondergruppe: „Die Presse der Juden" r** halten, die eine Schau des gesamten jüdischen Pressewesens in Vergangenheit und Qegenwart bieten wird. Die Solidergruppe ..Die Presse der Juden" wird zunächst eine historische (huppe aufweisen, die die Anfänge der jüdischen Nachrichtenübermittlung im Altertum und die Entwicklung des jüdischen Nachrichtenwesens bis auf unsere (ieneration darstellen wird. Bedeutsame historische Dokumente, die ältesten jüdischen Zeitungen, alle Zeitungen, die im jüdischen geistigen Leben eine Polle gespielt haben, ebenso bildliehe Darstellungen historischer l'reignisse, Bilder historischer jüdischer Persönlichkeiten, die Entwicklung des jüdischen drucktechnischen und Kunstdruckwesens in frühere! Zeit (die berühmten hebräischen Druckereien in Amsterdam, Venedig) Prag. Wilna usw.) werden zu sehen sein, ebenso Standard-Werke der hebräischen und Judaica-Literatur der Vergangenheit, Den Mittelpunkt der Ausstellung wird natürlich die jüdische Presse von heute, gegliedert a) nach Landern, b) nach Sprachen, c) nach Fächern bilden. Jede Zeitung wird durch eine Omppe vertreten sein, die das erste Exemplar, die Jubiläuins-Numinern, andere denkwürdige Nummern, sowie das letzte Exemplar zei^t. Bilddarstellungen der Häuser und Druckereien der großen jüdischen Zeitungen, wie das moderne jüdische Druckwesen überhaupt, werden zu sehen sein, ebenso das lllustrationswcsen der jüdischen Presse. Diese Abteilung wird eine Schau bedeutsamer jüdischer Dokumente der Gegenwart bieten. Die jüdische Kunst der Qegenwart und das jüdische Bueh sollen würdig vertreten sein. Das System der Arbeit und der Wirkungsbereich der Jüdischen Telegraphen-Agentur mit ihren sechs Abteilungen, ihren Tagesbulletins und Sonder-Ausgaben werden ebenfalls zur Darstellung gelangen. mm & »J.C. Hanifch, Leipzig W Grimmaische Str 29 und Hauptbahnhof Westhalle Gegründet 1836 Fernspr. Nr. 20016, 21173 Frische Blumen zu jeder Gelegenheit Unsere Gemeinde Ferienspiele des Jüdischen Frauenbundes für lim Kinder im Alter von <> 12 Jahren. Um Kindern, die wahrend der Sommerferien nicht verreisen krinnen, eine Ferienfreude, Erholung und Bewegung in frischer Luft zu schal- Schöne Geschenke in hochwertigem modernen Kristall von Fahle im Laubenjanj des alten Rathauses M«M:5«i<