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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-06-17 · 24 (17.6.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
24 (17.6.1927)
Date
1927-06-17
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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3.3abr(nng, Dr. 2* 17. 3unl 1927 JlÄÄi ii- 1. \ ^y^4§^ Amtliches lüxkriMw Ü# *ci€r deMiziHdeverwtlfuM^ kz l iqiongqi mzindz $u &tjtyig Du Gemeindablatt erscheint wöchentlich am Freitag. Dan Mltglitdarn der Religionsgemeinde wird es unentgeltlich durch die Post zugestellt. Bezugspreis für Nichtmitglieder monatlich 60 Pfennige. Anzeigen an nähme i W. Teich". GlockenstraBe 11, Telephon 14449. Leipzig, Schriftleitunq: Cemeinderabb. Gustav Cohn, _ LShrstr, 10, Telephon 29641. :: Druck und Verlag Teicher, Leipzig, Glockenstr. II, Telephon 14449. An zeio.cnpreise; Die 4 gespaltene mm-Zeile 20 Pfg. Fa milien- und kleine Anzeigen 10 Pfg. Umschlagseiten und Testinserate nach besond. Tarif. Für den Inseratenteil : J, Kühne. Ralchelstr. 7 (Telephon 14449). Die Schriftleitung übernimmt für die unter dem Namea des Verfassers erscheinenden Beitrage und die Veieinsnachrichten nur die preBgesetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe tnd Genehmigung des Verfassers gestattet. S>cc (öolem t>eö £od>~&abbt«£öb Anläßlich der im „Neuen Thealer" /lallfindenden Erstaufführung dtr Oper „Golem" veröffentlichen wir die wohl volkstümlichste Fassung der iiidisthen Golem-Legende, wie sie Ahr. M. Tendtan in seiner poetischen Sammlung „Das Roch der Sagen und Legenden jüdischer Vorzeil" veröffentlicht hat. jG* lebt« nach ber X>ater 6ag' M^Crin großer 'Rabbi einft 511 'Prag, Weitbin als Wunbermann begannt, 9er hohe Rabbi £ob genannt. Hiebt nur, baß er in (Sötte» Sehr' (Erfahren mar t»ie feiner mehr: (Rud) in ber heil'gen Wifjcnfd>aft War mächtig groß bc» Hlanne» Kraft, (Unb {einem ftug' lag offen ba, Was l>od> unb tief, roa» fern unb nah. ©ar manage» tat ber feltne mann. Wa» nicht ein jeber leiften t'ann. 9o<b ma» am größten er Dollbracbt, Was ihn fo febr berühmt gemacht, Wa» jebermann bemunbern mußte, 9a» toar, baß er }u bilben mußte 3n ftlenfcbenform ein 9ilb au» £cbm, 9a» ficr) 5U (einem 9ienft bequem, 9a» Wort, bae (Sötte» Wefen nennt, 9a» febrieb er auf ein Pergament Unb legte biefc«, gleich ©obirn, 9em ßilbe unter feine 6tirn 6ou>ie er nur hineingelegt 9en beil'gen Hamen, marb» bemegt, Warb mie ein tttenfchenlünb befeelt, 9em einjig nur bie Sprache fohlt. Warb gan3 bem Schöpfer Untertan, 9i» je ein 6abba< Barn heran 9enn nat>te fid) bie 6abbaf(tunb', Qtabm er ba» Wort ihm au» bem lilunb (Unb gab in einem iAugenblicP 9en firbenfobn ber <£rb' jurücB. (Sott mollte, baß am 6abbat fei (f in jegliaS Wefen franS unb frei. Unb felbft bem (Sötern, mie man » nennt, 6elbft biefem Kloß mar bann vergönnt, 9aß er nach Willtür fdjalt unb malt Unb freu fid> feiner Hngeftalt. ^a, alo man einft bereit» begann, 9en 6abbatgruß su ftimmen an, 9er (Solcm aber noch 3ur 6tunb' 9on Hüuien hatte in bem TJlunb, 9a trieb fein Wefcn er fo arg, 9aß alle» fid> t>or if>tn Derbarg Ilnb man in» ftetbau» unoericcilf 9em Rabbi ea ju melben eilt. 6ogleid> befahl ber Wunbermann, 3u halten m.t bem Siebe an. Hoch mar 311m (Slücf nid>t r-öllig 3lad)t. Hoch ftanb e» in bc* Rabbi ttlacbt, 3u bflnbigen ba» Ungetüm 3n feinem IMljerftbrungsgrimm. J>od) meil'» bein Rabbi mar gefdwbn. 9aß er bie Stunbc fo perfebn, 9aß alle« in (Sefabr gefebmebt. iyat nie ben Ion er mehr belebt. •2lnb fo berichtet uns bie Sag', 9aß auf ber 6nnagog" 311 Prag, Wo beil'go Stammet aller Jlrf 'Titan auf bem 6peid)er aufbewahrt, Hoch heute foll 311 jenen fein 9e» (Solem jdjoll'ge» longebein. S>on biefer 3eit an foll e» and) 3u präg gekommen fein hl brauch, 9aß man bafelbit fkfo jmeimal jiugt 9a* Sieb, ba* un» ben 6abbat bringt. Die Dresdner Tagung der Landesverbände zur Schaffung des Reichsverbandes A: : in 22. Mai d. J. fand in Dresden in dir Frage des : Reichsverbandes eine Tagung statt, zu der der Preu- Nische Landesverband gemeinsam mit dein Deutschfmiiiiiiif Israel. Oemeinde-Bund die Landesverbände eingeladen hat, um den Versuch zu machen, über die bestehenden Meinungsverschiedenheiten eine Einigung herbeizuführen und insbesondere mit den süddeutschen Verbänden zu einer Verständigung zu gelangen! Von den süddeutschen Verbanden hatte lediglich der Bayerische Landesverband Vertreter entsandt. Im übrigen waren vertreten der I). J.(i. B., der Preußische Landesverband, der Sächsische Landesverband, der Aiihaltische Landesverband, Hamburg, Bremen und Braunschweig. Die Verhandlungen wurden von dem Vorsitzenden des Sächsischen Landesverbandes, Herrn Rechtsanwalt Salingi r- Dresden, geleitet. Entsprechend einem Wunsche, der von der am vorangegangenen Sonntag in W'ürzhurg abgehaltenen Tagung der Konferenzgemeinschaft der QroBgemeinden ausgesprochen worden war, hatte der D.J.O.B, für die ragung bestimmte Vorschläge zur Regelung der Verhältnisse von Reichsverband und Landesverbänden im Rahmen der am 23. Januar l()'2l vom 15. Gemeindetag beschlossenen Verfassung vorgelegt, die den Teilnehmern der Tagung vorher zugesandt worden waren. Die Vorschläge des D.J.O.B, lauten wie folgt: I. Mitgliedschaft. Gemeinden, die einem Landesverband angehören, der Mitglied des Gemeindebundes ist, können dem Reichsverband nicht unmittelbar beitreten. Soweit I sie bisher Mitglieder des D.J.O.B, waren, scheiden sie ohne w eiteres als Mitglieder des 1). J.Q. B. aus, sobald der Landee- I verband, dem sie angehören, seinen Beitritt mm D.I.O.B« erklärt hat.

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