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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-06-10 · 23 (10.6.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
23 (10.6.1927)
Date
1927-06-10
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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3. 3abr<nnfl, Hr. 23 10 3iini 1927 tnty«W# dehJzr&eUtiscken Amtliches Nachrichtenbh hier GenteiiicleverwbliHH kz l iqiongqz me inde $u ^t^tg ClKtAKlL V \ Du Gemeind iblatt e<scheint wöchentlich am Freitag. Dm Mitglied un er Religionsgemeinde wird es unntgeltlich d ,rch die Host zugestellt. Bezugspreis für Nlci'-nit.n=dei monatlich 60 Pfennige. Anzeig' r. annähme; W. Texhn Ol i tenstraBe 11, Telephon 14449 S.hnftleitunq: Gemeindetabb. Gustav Cohn, Le'pzig, Lfthrstr. 10. Telephon 29641. :: Druck ind Verlag: W. Teioet. Leiprig, Olockenstr. II. Telepl on 14449. Ar- «iae-preise: Öle 4 nespaltene mm-Zeile 20 Pfg. Ft. miler- und kleine Anzeigen 10 Pfg Umschlagseiten und Tf«»jr»-*-»- rac^ Hesond Tarif - Pür d*n 'nseratenteil' J. Kühne, Reichelstr. 7 (Telephon 14449). Die Schrittleitung übernimm: für die unter dem Namea des Verfassers erscheinenden Beitrace und die Vereinsnajhnchien nur die preBgeaetzlichf Verantwortung Nachdruck nur mit Quellenangabe i nd Genehmigung des Verfassers gestaltet. Bericht Uber die Tätigkeit der «lild. Tuberkulosefürsorge für das Jahr 1926 D er erste Bericht über die im Januar 1925 begründete Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Tuberkulosenfürsorge" wurde gelegentlich der Tagung der Zentralwuhlfahrtsstelle der deutschen Juden im Mai 1926 in Düsseldorf durch Frl. Frieda Weinreich erstattet und wurde im Heft der Zedakah vom August 1926 /um Abdruck gebracht. Ueber die stetig wachsende Tätigkeit dieser Einrichtung im Jahre 1926 sei folgendes berichtet: Die Arbeit erstreckte sich in der Hauptsache darauf, Tuberkulosekranken durch Bereitstellung der erforderlichen Mittel den notwendigen Aufenthalt in einer Heilstätte oder einer Krankenanstalt zu ermöglichen. Der sogenannte „Offene Fonds", der von der Arbeitsgemeinschaft 1923 zu diesem Zweck geschaffen worden ist, erwies sieh auch weiterhin als eine überaus segensreiche Einrichtung. 1926 wurden der Jüdischen Tuberkulosefürsorge 187 Fälle gemeldet, von denen in III Fällen Beihilfen zur Heilstätten- KUren gewährt wurden. Für diese 111 Patienten wurden Mk. 20296,50 ausgegeben, so daß durchschnittlich auf einen Patienten eine Beihilfe von Mk. 183. - entfiel. Da die Kurdauer durchschnittlich auf 3 Monate vorgesehen ist, und die Kosten für einen Monat ungefähr Mk. 200, betragen, so hat die Tuberkulosenfürsorge, so wie sie es auch in ihren Richtlinien vorgesehen hat, ca. ein Drittel der entstehenden Kurkosten gedeckt. An dieser Stelle muH bemerkt werden, dal! die Durchführung der Gesuche durch die Jüdische Tuberkulosefürsorge zu Folge hatte, dall die lokalen Quellen, vor allen Dingen die Möglichkeiten, durch Versicherungsträger, durch die städtischen Wohlfahrts- und Gesundheitsämter Kurheihilfen zu erlangen, viel stärker ausgenutzt wurden, als es früher der Fall war. Wir hatten in sehr vielen Fällen die kleineren Gemeinden und Organisationen erst darüber aufgeklärt, daß sie Versicherungsträger und öffentliche Fiirsorge in Anspruch nehmen können. Bei den außerordentlich langwierigen und kostenspieligen Tuberkulosekuren ist dies von größter Bedeutung. Aus folgender kleiner Zusammenstellung ist zu ersehen, in wieviclcn der 111 Fälle bei In- und Ausländern Beihilfen von Versicherungsträgern sowie von Stadt- oder Kreisbehörden gewährt worden sind: •a) von Versicherungsträgern: bei Inländern 10 bei Ausländern 5 bei Staatenlosen 1 b) von Stadtu. Kreisbehörden: bei Inländern 1(> bei Ausländem 11 bei Staatenlosen 1 Bemerkenswert ist, daß 11 von 4« Ausländern Kurbeihilfen von städtischen Wohlfahrtsämtern oder Kreisbehörden erhalten haben. Die Zahl der versicherten In- und Ausländer ist jedoch recht gering. Unter III Patienten waren nur 16 versichert. Von den 111 durch die Jüdische Tuberkulosefürsorge unterstützten Patienten waren 4o Männer, 52 Frauen und 13 Kinder (bis 1b Jahre). Ihrer Staatsangehörigkeit nach verteilen sich diese III Patienten wie folgt: 57 Inländer, 49 Ausländer, 5 Staatenlose. Das Durchschnittsalter der durch Hilfe der Tuberkulosenfürsorge in Heilstätten Verschickten ist aus folgender T belle ersichtlich: F r a u e n: Männer: von 16—20 Jahren 7 von IG—20 Jahren 2 „ 21—30 ., 24 ., 21—?0 23 , 31-40 „ 11 .. 31-40 „ 12 4t—J0 „ 6 .. 41-50 ., 4 über 50 ,. 4 über 50 „ 5 Von den III Patienten suchten 82 jüdische Anstalten: Nordrath, Soden, Meran, Ftania-Davos auf. und 29 nichtjüdische Heilstätten. Aus der nachstehenden Aufstellung ist zu ersehen welchen Ländern bzw. preußischen Provinzen die 111 Patien teil ihren Wohnsitz hatten, und welche Beträge Fonds auf die einzelnen Länder entfielen. in aus unseren 1. Preu ße n: Berlin Mk. 5985. Landesverband Hessen und Hessen-Nassa u ., 2294.81 Pro*'inzialverband Rheinprovinz ,. 1900.- „ Hannovcr-Braunsfhweiu OliK iibury ,. 1 155. „ Brandenburg' ., 1 387.50 Provinz Sachsen 700. „ Niederschlesien .. 561.- „ Oberschlesien .. 270. „ Pommern 200. Westfalen 100. „ Schleswig-Holstein 150. „ Ostpreußen 300.— „ Grenzmark 120. zusammen; Mk. 16 123.31 IL Baden Mk. 770. III. Bayern ., 300.— IV. Freistaat Sachsen .. 1 078.50 V. Th ü ringen .. 1 275. VI. Württemberg ., 150. VII. Im Ausland Wohnhafte 300. insgesamt Ausgaben: Mk. 20296.81

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