Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 22 (3.6.1927)
- Date
- 1927-06-03
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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tiefte 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Jahrgang: stark in den Hintergrund gedrängt hat, sondern nur durch einen großen, umfassenden Bund. — Dies ist die Arhcitsgrundlage unseres Bundes (Resolution des Bundesrates in Brieselang): Kadimah ist ein Erziehungsbund; Feind allen Zersplitterung*- und Verfallstendenzen im Judentum will er die rüdische Jugend zur verantwortlichen Mitarbeit an den gemeinsamen Aufgaben der Wcltjudenheit erziehen. — Intensives Hebräischlernen, Eindringen in die religiösen und kulturellen jüdischen Probleme, Kenntnisse dei jüdischen tieschichte, sowie das Wissen um die Gegenwartsfragen des jüdischen Volkes sind die unerläßlichen Vorbedingungen, um die Angehörigen unseres Bundes dazu zu befähigen, sich selbst innerhalb der judischen Probleme zu orientieren und nach ihrer Erziehung im Kadimah zur eigenen Entscheidung zu gelangen über ihren zukünftigen judischen Weg. — Her Kadimah erstrebt die Einheitsfront aller jüdischen Jugendgruppen Deutschlands, die Gleiches In ganz Deutschland ergeht der Werberuf des Kadimah an die Jugend. Wir brauchen junge Menschen für unsere Gruppen, wir rauchen noch mehr Jugcndf uhrer um unserer Aufgabe gerecht zu werden, wir brauchen die Unterstützung der Eltern. Wir sind überzeugt. daO all« die, denen an einer einigen jüdischen Jugend liegt, uns zur Seite stehen werden. Leipzig, im Mai ld'27. Die Führerschaft des Kadimah Leipzig. Meldungen und Nachrichten an: Leo Goldhaber, Leipzig-Go., Weinligstraße Iii. Agudas Jisroel Für das Schulwerk der Agudas-Jisroel in Erez-Jisroel. Das PaJistllM-Komittec der hiesigen Agudas-Isroei teilt uns folgendes mit: Der Generalsekretär der Palästina-Zentrale der Agudas-Isrocl aus hrankturt a. M.. Herr A. Leopold, über dessen organisatorische Tätigkeit in Leipzig wir an anderer Stelle berichten, weilt zur Zeit hier mit Oer besonderen Autgabe, monatliche Beiträge tür das Schuiwerk der Agudas-Jisroel in Lrez-Jisroel zu erlangen. Dieses Schulwerk umtallt etwa l'iiH) Kinder mit etwa 47 Lehrkräften und ist durch die Wirtschaltbche Krise in Erez-Jisroel in grolle Not geraten. In allen Städten befinden sich bereits Komittees, die seit langein und mit grobem Erfolg durch monatliche Beiträge das monatliche Budget sichern hellen. Angesehene Balichattim unserer Stadt haben sich dieser groben saclu zur Verfügung gestellt und sich mit ansehnlichen Monatsbeitrigen an die Spitze der hiesigen Aktion gestellt. An alle Kreise, denen es ernst ist mit der Erhaltung und Stärkung von IMY1 mw im heiligen Lande, richten wir den eindringlichen Apeli, dem Beispiel der anucrcii Städte folgend, sich im weitesten Malte zu monatlichen Beitragen zu verpflichten. Beitrittserklärunger nimmt entgegen der Vorsitzende unseres Palä- ■tmas-Koinittees, Her i)r med. o. Dzudowski, Leipzig, Promenade n- ■trabe l>. Postscheckkonto Nr. 5f>7 s i. Im entsprechender Aulrul wird demnächst an die Ocmcindcmitghedei versandt werden. J1c o b Po>- e n h e i in k o in in t na c h Leipzi g. Her bedeutende Führer uer Welt-Orthodoxie, Herr Jacob Roscnheim aus Frankfurt a. M.. Gründer der Agudas-Jisroei w clt-Organisation wird S.Q.W. sm 12, Juni d. J abends in einer grollen Massenversammlung uber „Aufgaben und Ziel der Ägudas-Jisroel" sprechen. Die Uhr von Steekner- Patsaee HERMRMN HORRMRNN 2, H rr rn fl Ü/l> JULIUS MÜLLER fit**tl r-it /Ulr,^ mmmk mmmt ttr. V-09 Ilrrmiliiiic - Mützen Julius Müller Leipzig, Petersstr. 30 L-Gohlis, Manische Str. 87-89 * In Gul Iis auch Wäsche, Cravatten und andere Herrenartikel Bei der außergewöhnlichen Beliebtheit, deren sich dieser hervorragende Kedner und als führende Persönlichkeit von den Inn ^VWanerkannte Politiker, in allen Kreisen des gesetzestreuen Judentums in Ost und West, ertreut, ist zu erwarten, daß diese Kundgebung zu einem Ereignis tür die Leipziger Orthodoxie werden wird. Jeder der aus berufenem Munde über die Vorgänge innerhalb der Wcltjuuenheit hören will, wird zu dieser Versammlung erscheinen. Näheres über Ort und Zeit der Veranstaltung wird noch bekannt ähercsüberrtundeigegeben. Im Zusammenhang hiermit wird uns folgendes mitgeteilt, feit mehreren Wochen weilt der Generalsekretär der Palästina-Zentrale der Agudas-Jisroel aus Frankfurt a. M. in unserer Mitte, um die Gruppenarbeit der Orts- und Jugendgruppe zu reorganisieren und tür das Schuiwerk der Agudas-Jisroel in Erez-Jisroel, monatliche Beiträge zu erlangen. Es ist Herrn Leopold gelungen, in der kurzen Zeit seines hiesigen Autenthaltes, engeren Konnex mit der Leipziger Jugend zu bekommen. So haben bereits mehrere Zusammenkünfte stattgeiunden, in der ei Gelegenheit hatte, sich über die Wünsche der Jugenu zu informieren und die Mittel zu ihrer Verwirklichung mit ihr zu beraten. So fand am Mittwoch Abend, den 14. Mai, ein Diskussionsabcna im Hause des Herrn Hirsch Merkin statt, zu welchem etwa 2b junge Leute erschienen waren. Die sehr anregende Aussprache ergab, dal* im Interesse der brstarkung der jüdischen Jugend in Leipzig im Sinne des Thora-Ideals von der Agudas-Jisroei-Jugcndgruppc sehr viei zu leisten wäre. Einen breiten Kaum in der Diskussion nahm die Erörterung der Frage, der in den letzten Jahren immer mehr hervortretenden Gleichgültigkeit der Leipziger jüdischen Jugend gegenüber den Forderungen des thoratreuen Judentums und seinen Interessen ein. Insbesondere wurde von mehreren Seiten darauf aufmerksam gemacht, daß die Söhne aus frommen Häusern vielfach in ihrer I reue zum jüdischen Oesetz in zunehmendem Maße nachlassen. Als besonders wichtig wurde daher neben der zu intensivierenden geistigen Arbeit, wie die Veranstaltung von Schiurim, Vortrags- und Aussprachenabenden, die praktische Fürsorge für die heranwachsende kaufmännische Jugend erkannt. Ein von Herrn Leopold nach dieser Richtung hin gemachter Vorschlag, zur Schaffung eines Angestellten- Ausschusses der Leipziger Agudas-Jisroel, in der Art wie es andere Gruppen bereits eingerichtet haben, zwecks Vermittlung geeigneter Stellen für die auf Arbeitsbefreiung am Samstag reflektierende jüdische Jugend, fand starke Beachtung. Von Seiten des Vorstandes wurde erklärt, daß die gemachten Vorschläge in den kommenden Sitzungen des Vorstandes ernster Beratung unterzogen werden, um recht bald zu praktischen Resultaten zu gelangen. Am Donnerstag Abend, den 13. Mai d. J. fanden sich in der Wohnung des Herrn I). Krauß, etwa Jtl junge Leute zu einer gemütlichen Lag-Boaumer Feier zusammen. Reichliche Bewirtung, gefolgt von heiteren Gesängen, und eine Ansprache des Herrn Hirsen Merkin füllten den Abend aus, und hinterließen bei allen Teilnehmern den Findruck, daß der Vorstand der Jugendgruppe alles zu tun gewillt ist, was im Interesse des Zusammenschlusses der frommen jüdischen Jugend erforderlich ist. Am Mittwoch, den 25. Mai d. J. fand nach langer Zeit wieder ein Heimabend im Lokal der Jugendgruppe, Firbcrstr. -i. statt. In welchem uns der Generalsekretär der Palästina-Zentrale der Agudas- Jisroci, Herr Leopold mit einem Vortrag über „Samson Raphael Hirsch und seine Zeit" erfreute. Ausführlicher Bericht toigt in nächster Nummer. *4NMnNM«MNMMMNMfNft^ •1 C» Ii f> BKH WRI) POTAS t li:>l AK •) =» 0 liipzig Den Hag Cf Pfaffendorfer Str. JU MtUCTMtraat bb '1?•> Ij fl i Ii fl Ii M f Ii fl L I L L Y JE V ii L Ä V 1» K Ii VKRLOHTE Empfang: Sonntag, den 5. Juni. vorm. II Uhr « csao.T.iC'MS'C'O^ •cssi S'ii&ooc%:>cocs^ •J »I C« Die Verlobung unserer Tochter HILDL mit Herrn ALFRKD LAMM ]\ gestatten wir uns ergeb. anzuzeigen!' RICHARD GOLDMfWN und FRAU I' Adele geb. Bursch (i Leipzi«, im Mai 1927. •i Kickerlingsberg 12 •1 Zu Hsuse: Pfingstsonnltg 12 3 Uhr Hilde Goldmann Allred Lamm Verlobte Leipzig Annaberc il c»