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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-04-29 · 17 (29.4.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
17 (29.4.1927)
Date
1927-04-29
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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B. Dabrc .na, Dr. 17 29 flprli 1927 um der J* teeliti Sehen Am-Mchzs Nachrichten blä tyer demeihdeverw^li Kz liqioniqz mzindz &tj^tg KKiAinr v K Du GtmetndebUtt * scheint wöchentlich am Fieitag. Djn M-t i'.eJcin c'er Religinnsgemeinde wird es un ■.. ,e.il:.:Vi durch die Fe«: jugeMellt. Bcvucispre.s ffii Nirhtmittjucdtr monatlich 60 Pfennige. An7eigenannain»e: W. Techer. Gl-»-, kenstra&e Ii. Telephon 14449 Schriltleltung: oememoerzüb Gustav Cohn. Leip/.g, Löhrst-, iC. Tclcpr-on 39641. DncX ind Verlay; Vv. Teichel, Leipttq, Gluckenstr. I!. Teleprcn 1H49. An rtioe^preiee; Die 4 aeepeltene mra-Ztile >0 Pfg« Fa mir«*- und kleine Anzeigen 10 Pfg UrMchlagselten und T^i':rrer«te nactl besond. Tarif den V»e Tateniet! - J, KOhne, Re:rhclsir, 7 (Telephon 14449). Die S< hriftleitung übe.nimmt für d.e ües Vrrfass;*'. ersr.heir.rr dln Beil) •inenechrithten nur die pre&petetzlic Nachdruck nui mit QutilenartDtlx d VtHi eten \.eb::.:i .r *' dem Nejnet kg« und dit Veiic Verantwortung r.<. £cnthn wurc Amiliche Bekanntmachungen der Israelitisch'n Relljlonigemeinde zu Leipzig Gemeindeanlagen Trotz unseres besonderen Frinnorungsschreibcns sind noch immer Gemeindemi'glieder mit ihren Gemeindeanlagen im Rückstand. U)ir legen größten UUcrt darauf, daß die Gemclndemitglieder uon selbst die Steuern entrichten und uns dadurch die peinliche Maßnahme der Beitreibung ersparen. U)ir bitten deshalb um umgehende Begleichung der Rüchstände, andernfalls wir uns zu unserem Bedauern gezwungen scr|en würden, gegen die Zahlungssaumipcn das Zwangsuollstrechungsuerfahren einzuleiten. Leipzig, am 26, April 1927. Der Vorstand der Isr. Rcligionsgemeinde zu Leipzig. am Montag, dem 2. Mal 1927, 6 Uhr abends, Im Sitzungssaal des Israelitischen Gemeindeamtes, Löhrstr. 10 > Tagesordnung; Haushaltp'an. Für den Fall, daß die Tagesordnung nicht erledigt wird, ist Fortsetzung der Beratung für Donnerstag, den 5. Mai 1927, 6 Uhr abends in Aussicht genommen. Boxsport und Juden Von Dr. rer. pol. Georg Rosenbaum, Leipzig M........mm.. {]ern Aufblühen der sportlichen Betätigung ist j auch das Interesse am Boxsport in Deutschland wieder wach geworden. Berühmte Boxer wer- ••••.........• den nicht nur von Sportfreunden, sondern auch von städtischen und sogar staatlichen Behörden, gleich den Größen der Politik, Wissenschaft und anderer Sportarten, geehrt. Dcmpsey, in dessen Adern übrigens auch jüdisches Blut fließen soll, ist während seines Berliner Aufenthaltes vom Reichspräsidenten empfangen worden; Ha y mann wurde durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt München ausgezeichnet. Heute gibt es in fast jeder größeren Stadt Amateur-Boxvcreinigungcn; außer den vielen Berufsboxern. So ist das Boxen ein recht beachtenswerter Faktor im deutschen Sportleben geworden. Deshalb müssen wir Juden auch oder gerade im Boxsport beweisen, daß wir unseren andersgläubigen Mitbürgern nicht nackstehen und dieselben Qualitäten besitzen. Abgesehen voi den wenigen, sehr erfreulichen Ausnahmen, fehlt der so dringend notwendige Sportbctrieb in der jüdischen Jugend überhaupt. Insbesondere über den Boxsport hört mar. in unseren Kreisen geradezu mit Abscheu sprechen. Viele behaupten: das Boxen sei zwar ein moderner aber ei» recht roher Sport, welcher die bedauerliche Verrohung der Jugend nach dem Kriege kennzeichne. Wer sich jedoch für die Geschichte und die Praxis des Boxens interessiert l hat, wird diese irrigen Ansichten leicht widerlegen können. Leider fehlte bisher meist das nötige Interesse, wtei man kannte das Boxen nur vom Hörensagen, vom Kino oder gar von raufenden Straßenjungen. Deshalb sei versucht, diese Vorurteile und Abneigungen zu beseitigen vnd dem so gesunden Boxspurt neue Freunde auch aus rase- 1 rem Gemeindekreis zuzuführen.

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