Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 13 (1.4.1927)
- Date
- 1927-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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3. Jahrgang, l)r. 13 1. Jfprll 1927 ®gg^4fM§ft ^A„.ii'i^ a/. A*Ai-„tfSrf^tä ÜMLKUälUUi AmHUKzs Ndxhrtchienbldi *cler GetfieiMdeverw*ltHrt kz l iqiongqz mzindz $u Ätitytg Das r,eir«ir.deb!aU erscheint \vf)cher>tiich am Freitag. r*r Vituüedtw der Relgtoiiagemeinde wird es un «Mqeltllch durch d:c Pest zuyeftclll. Btxugapmil 'äi Nichlnvtglicder monatlich (ß Pfennig«. Anzeigenannahme: W. Teithar, ClocVenhiii^e 11, Telephon 14449 Schriftleitunq: Cemeinderabb Gustav Co. r.. Laipttg, Lbl rstr, 10. Telephon 29641. :: Kür den Inaaratantail: Siegmurd Cohn, Leipiig, OttoatraCe?A. Iel. 42S45 Drück U, Veilsrj; W. Teu-her. Leipzig, Glockensti. II. Trleph.-44<9. Anzeigenpreise; t,e 4 gespaltene mm- Zei!« 20 Pfq. Familien- und kleine Arrc cen 10 Pfq. UmtchlagMlUn und Tertinssrat« nach ', esond Tar.l. L.e Sui-m.eituni, ttbtrnlmml lui ...e unter cerr. I>i;.n.«n des Verubserc erscheinenden Beitrage um. dtc V« •Inanacnrlchten im; die praAgtstt:llch* Verantwortung N(.f.hdr-...:k nt.r mit Quellenangabe. ui< Oettehatoajng (>s Vi-rfa;s,?rs gaatatlet. mfliche Bekanntmachungen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Aufsicht über Milch Die Firma S. Ri n g eI hl u in , Molkerei und Lebensmittel-Geschäft, Leipzic. I ohmühlgasfe 17, hat an die G<.meim:emitglicder ein irreiührerdes Rundschreiben versandt, dem gegenüber wir folgendes feststellen. Die Aulsicht unseres orthodoxen Gemeinderabbina>s erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als koscher gekennzeichneten Waren, also nur auf Milch in plombierten Gefäßen und nicht auf Milch, welche im Laden der Firma S. Ringelblum offen abgegeben wird. Das Publikum hat also keir.e>wegs Gewähr dafür, daß die Milch, welche im Laden offen für 32 Pfg. erhältlich ist. koscher ift. Leipzig, am 22. März 1927 VoraUnd der Ist. Relißionst;emeinde zu Leipzip 2. Nachtrag zur Gebührenordnung: Der in der Gcmeir.desitzung vom 21. März d J besd lossene 2 Nacrtrag zur Gebührenordnung lür die israelitische Religionsgt meindc zu Leipzig liegt vom 28. März 1927 bis 8. April 1927 werktäglich von 9—1 Uhr im Gemeindeamt, Löhrstraße 10 I, zur Finsichtnahme für die Gemeindemitglieder aus. Leipzig, den 22. März 1927. Der vorstand der Isr. Keligionseemeinde zu Leipzig Harmizwa -Vorbereitung Zur Barmizwa- Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unentgeliüch besondere I ehrgflnge abgehalten. Für die ir der Zeit vom 1. Okt. 1914 bis 31. Dez. 1914 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am l April 1927. Nur wer daran ieiigenommen hat. wird als Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 31. März 1927 im Gemeindeamt, Lohr* straße 10 I Von der Teilnahme können aui Antrag der hitern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder .sind zur angegebenen ze.: zu melden. Leipzig, den 28. Februar 1927 [)er vorstand der Israelitischen Reliuionsiitmeinde zu Ltipzig Gefundene Gegenstände Am 14. Mar/ 1927 ist an der Kasse unsere-- Gemeindeamtes ein Herren-Glace Handschuh liegen geblieben. [Vr Verlierer wird ersucht, Sich zu melden. Leipzig, am 20. Marz 1927 Der Vorstand der Isr. Kelii,'iGnsi:emeinde zu Lt i tf Die Struktur der größten indischen Gemeinde In Deutschland "':ie jüdische Groß^emeinde in Deutschland ist das Fr- D: gebnis einer Entwicklung, die sich in den letzten j wenigen Jahrzehnten vollzogen hat. In der jüdischen ........: Geschichte sind diese Zusammenballungen jüdischer Bevölkerung in großen Städten keineswegs ein Novum. Schon im Altertum gab es jüdische Großgemeinden. Beispielsweise in der großen Hafenstadt Alexandrien in den ersten Jahrzehnten der christlichen Ära; „von den fünf Stadtbezirken, welche nach den ersten fünl Buchstaben des griechischen Alphabets benannt wurden, hiefieu zwei die .jüdischen', weil sie vorwiegend von Juden bewohnt wurden." Fs gab dort eine ganze Anzahl von Synagogen. Fs ist zweifellos sagenhafte Ober« treibung, wenn von der größten Synagoge dort berichtet wird, es l ätten in ihr manchmal sechzig Myriaden (d. s. 600 000 Mark) Platz gefunden. Aber es klingt wahrscheinlich, dufc in ihi wegen ihrer Größe dtr Chasan mit einer Art Fahne winken mußte, wenn „Amen!* auszurufen war, weil nur so Ordnung gehalten werden konnte. (Vgl. Dubnow, Weltgeschichte